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  • Do., 20. Juli 2017, 22:43 Uhr
    Bürgerhaus-Baustelle, Bahnhofsvorplatz und Neubaugebiet im Fokus

    SPD-Sommertour auf großer Rundfahrt mit Blick auf die Zukunft

    Um die Ecke geht es weiter zu Rheinlüssen IV. Die SPD-Sommertour hatte noch einige Zwischenziele vor sich. Foto: Hannelore Nowacki

    HOFHEIM – Der heiße Sommerabend klang beim gemütlichen Zusammensein an der Grillhütte aus, doch vorher führte die SPD-Sommertour des Ortsbezirks Hofheim zu mehreren Haltepunkten in Hofheim, die Hans Hahn als Ausflugsprogramm geplant hatte. Ortsbezirksvorsitzende Silke Lüderwald wünschte den Teilnehmern viel Spaß bei diesem Erlebnis, das sie als „etwas ganz Einmaliges“ bezeichnete. In flotter Fahrt traten die Genossen am frühen Mittwochabend in die Pedale, sogar aus der Kernstadt und dem entfernten Stadtteil Hüttenfeld waren Mitfahrer mit ihrem Fahrrad gekommen. Einige kamen mit Familie, wie der SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Erster Stadtrat Jens Klinger. Treffpunkt war diesmal am Bürgerhaus, das zurzeit eine riesige Baustelle ist und gerade deswegen von besonderem Interesse war. Die Bauarbeiter hatten Feierabend, aber Michael Köthe, der leitende Architekt der Stadt Lampertheim, nahm sich die Zeit und führte die Gruppe durch das weitläufige Gebäude und informierte über den Fortschritt der Bauarbeiten. Treppen rauf und Treppen runter ging es, nach Umbau und Sanierung wird ein Fahrstuhl seinen Betrieb aufnehmen. Eine Gesamtfläche von 550 Quadratmetern wird zukünftig 36 Krippenkindern mit neun Betreuerinnen zur Verfügung stehen. Jede der drei Krippengruppen wird einen Gruppenraum, einen Schlafraum und eigene sanitäre Anlagen haben, die Küche wird gemeinsam genutzt. Moderne Schalldämmung sorgt bereits jetzt für einen angenehmen Aufenthalt, demnächst werde ein weicher Boden verlegt. Die Arbeiten gehen zügig voran, erklärte Köthe, schon Anfang August werde gestrichen und tapeziert, am 1. September gehe die Kinderkrippe in Betrieb. Nach Abschluss der Fassadenarbeiten werde es draußen eine Spielfläche im Grünen geben, ausgestattet unter anderem mit einer Bobbycarstrecke und Netzschaukel. Noch seien einige Krippenplätze frei, ließ Klingler wissen. Köthe führte die Besucher in den großen Saal, der mit seiner alten Belüftungsanlage über der Bühne eine besondere Herausforderung darstellte. Farblich aufgefrischt, werden die Akustiksegel wiederverwendet. Da nun ein Lagerraum für die Stühle vorgesehen ist, wird das Foyer großzügiger gestaltet, die Künstler erhalten einen Raum mit WC und die Bühnentechnik kommt ebenfalls in einem eigenen Raum unter. Die Damen können sich bei Veranstaltungen dank der sechs neuen WC-Kabinen auf kürzere Wartezeiten freuen. Auch ein zweiter Rettungsweg ist nach Absprache mit der Feuerwehr gebaut. Alle Rohinstallationen seien fertig, erfuhren die Besucher. Für Vereinssitzungen gibt es Räume und in der kleinen Küche kann man sich Kaffee kochen. Das Gebäude bekommt Vollwärmeschutz und entspricht mit seiner Ausstattung neuesten Vorschriften, dazu gehört auch eine automatische Leitungsspülung. „Wir sind alle begeistert“, sagte Hahn abschließend, „wir sind sehr stolz“. Das Projekt gehe flott voran und könne sich sehen lassen. Die Gesamtkosten betragen 2,2 Millionen Euro, die im Haushalt auf zwei Jahre verteilt seien. Die Kegelbahn im Keller bleibt den „Kugelschwingern“ erhalten. An der nächsten Station ging es um Visionen und Realität. Wenn es nach den Visionen der Hofheimer SPD geht, wird es eines Tages eine durchgehende Baumallee vom Dieulouard-Park über die Schulstraße bis zum Alten Rathaus geben. Beim Bahnhofsvorplatz kann sich schon bald etwas tun, da die Stadt Lampertheim hier Gelände gekauft habe, um einen Busbahnhof, Park & Ride und Wartehäuschen zu bauen, wobei der alte Schulhof einbezogen werde, erläuterte Hahn. Im Neubaugebiet Rheinlüssen III mit Blick auf den neuen Abschnitt IV schaute sich die Gruppe die Baufortschritte an. Sobald die Lärmschutzwand im Oktober fertig sei, könnten Bauplätze gekauft werden, stellte Klingler in Aussicht. Im dritten Bauabschnitt gingen die Bauplätze rasant weg, freute sich Hahn. Der Fußweg in Verlängerung der Karlsbader Straße als nächster Weg zur Schule solle nächstes Jahr, wie in der Stadtverordnetenversammlung beantragt, eine Beleuchtung bekommen. Auch dass das geplante Gewerbegebiet in ein Wohngebiet umgewandelt wurde, kam in die positive Bilanz. Angesichts dieser Erfolge meinte Klingler als Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Lampertheim (SEL), dass der erzielte Gewinn vor Steuern von einer Million Euro durch den Grundstücksverkauf in Rheinlüssen fairerweise für die Kinderkrippe an Hofheim zurückfließe. Die Sommertour führte weiter zum Teichgewann, wo der Wattenheimer Übergang mit Überführung Thema war, zur Nordheimer Straße mit Blick auf Hundewiese und Ereigniswald und schließlich durch das Hofheimer Idyll mit Kleingärten zur Grillhütte. Hannelore Nowacki


    Im weitläufigen Bürgerhaus hatte die SPD-Sommertour bei der Erkundung viel Bewegung zu Fuß. Foto: Hannelore Nowacki

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