Christofer Daurer hatte zusammen mit seinen Eltern Renate und Rolf Daurer einen großen Spendenscheck über 1.500 Euro mitgebracht. Im Bild: Die ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiterinnen Hannelore Seitz (von links), Ilona Brunnengräber, Inge Höfle und Brigitte Harvey (rechts). Gabriele Lübbe, Tafel-Koordinatorin beim Diakonischen Werk Bergstraße, nahm den Scheck entgegen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Eine Spende in Höhe von 1.500 Euro, wie sie Familie Daurer, Christofer Daurer und seine Eltern Renate und Rolf Daurer, der Tafel zukommen ließ, sei immer willkommen und auch nötig, wie die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Tafel-Koordinatorin Gabriele Lübbe wissen ließen. Denn Miete für die Räumlichkeiten, die laufenden Kosten für das Lieferfahrzeug, Strom, Wasser und sonstige Ausgaben müssen durch Spenden finanziert werden. Wie immer seit zehn Jahren hatte die Tafel in der Gewerbestraße auch am Dienstagnachmittag für ihre Kunden geöffnet – ansprechend präsentiert, warteten Brot und Brötchen, Obst und Gemüse, Milchprodukte und Haushaltsprodukte in den Regalen, Kisten und im Kühlregal auf Abnehmer. An bedürftigen Kunden mangelt es der Tafel nicht, es werden sogar immer mehr, erklärten Brigitte Harvey und Inge Höfle, die zur Dienstags-Teamleitung gehören. Was einen Geschäftsinhaber freuen würde, weist bei den Tafeln jedoch auf ein gesellschaftspolitisches Problem hin. Die Lampertheimer Tafel versorge zurzeit 500 Menschen, war von der Tafel-Koordinatorin zu erfahren, darunter seien ein Drittel Kinder. Nur alle zwei Wochen können die Tafelkunden zum Einkaufen kommen, mehr wäre für die ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht zu leisten – und es gebe auch nicht immer ausreichend gespendete Waren. Nach Wochenenden würden die Geschäfte eher etwas aussortieren. Die etwa 40 bis 50 Kunden, die zu den Öffnungszeiten kommen, bezahlen für ihren Einkauf den symbolischen Betrag von zwei Euro, Einnahmen, die für die laufenden Kosten nicht ausreichen. Christofer Daurer erzählte, dass er die Arbeit der Tafel durch die Apfelsaftaktion beim Freiwilligentag kennengelernt hatte und beeindruckt gewesen sei. „Wir möchten mit unserer Spende die hervorragende gemeinnützige Arbeit der mehr als 60 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unterstützen“, so steht es auch auf der Weihnachtsgrußkarte der Firma Metall-Veredelung Lampertheim, die an die Firmenkunden verschickt wird. Vor zwei Jahren hätte ihre Firma mit dem Verzicht auf Weihnachtsgeschenke begonnen, um die Mittel für einen sozialen Zweck einzusetzen, berichtete Christofer Daurer, die Tageseinrichtung der Diakonie für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz „Meine Zeit“ sei vor einem Jahr mit der gleichen Summe bedacht worden. Hannelore Nowacki