Zweiter „Sport & Fun Day“ unter dem Motto „Respect“ am 7. Oktober
„Sport & Fun Day“ soll beibehalten werden
Auch die sechsjährige Lara hatte trotz unbeständigem Herbstwetter Spaß beim „Sport & Fun Day" im bereitgestellten Street-Soccer-Court gemeinsam mit anwesenden Jugendlichen. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Unter dem Motto „Respect“ stand der zweite „Sport & Fun Day“ am Samstag von 11 bis 16 Uhr auf dem Domplatz in Lampertheim, veranstaltet von der Lampertheimer Jugendförderung in Kooperation mit der örtlichen Flüchtlingshilfe und dem Jugendbeirat. Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde diese Veranstaltung durchgeführt, die auf Anregung des Jugendbeirats entstanden ist.
Das Motto „Respect" soll verdeutlichen, dass es bei der Aktion um Fairness geht. So kommt es laut Jugendförderung darauf an, den Spielgegner zu respektieren, egal welcher Nationalität er ist. Auf dem Domplatz wurde die Streetsoccer-Arena der Sportjugend Hessen aufgebaut. Die Arena lud zum Kicken ein - weitere Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten waren bereitgestellt.
Leider fand die Aktion auch in diesem Jahr, wohl auch wetterbedingt, recht wenig Anklang – nur wenige Kinder und Erwachsene fanden sich auf der Wiese des Domplatzes ein, um an den angebotenen Spiel- und Sportaktionen teilzunehmen. Das unbeständige windige Wetter mit Nieselregen trug sicher hierzu mit bei. Marcel Getrost von der Jugendförderung der Stadt Lampertheim zeigte sich dennoch optimistisch. „Wir möchten eine gewisse Kontinuität beibehalten und das Angebot im kommenden Jahr gegebenenfalls erweitern beziehungsweise einen früheren Zeitpunkt im Frühjahr oder Sommer auswählen“, erklärte er gegenüber dem TIP. Manchmal dauere es laut Getrost auch eine Weile, bis die Angebote in der Stadt angenommen werden. Kein Grund für die Veranstalter, das Konzept abzubrechen.
Laut Getrost waren die Angebote für Teilnehmer aller Altersgruppen vorgesehen. Der integrative Gedanke dahinter war, dass auch Flüchtlinge mit den Bürgern in Kontakt kommen können und die Bürger der Stadt Vorurteile überwinden und Hemmschwellen abbauen können. Im Vorfeld wurde entsprechendes Werbematerial an die Flüchtlinge verteilt - mit Unterstützung von Horst Schmitt und Kristina Delveca vom Fachbereich Familie, Soziales und Bildung der Stadt Lampertheim wurden auch die Flüchtlinge entsprechend informiert.
Marius Schmidt, Sportcoach der Flüchtlingshilfe, hatte den Soccer-Court für die Veranstaltung organisiert. Weitere Spielstationen wie Leiter- und Minigolf, Slackline, Tischtennis und Torwandschießen fanden sich auf dem Rasenplatz. Die anwesenden Kinder und Jugendlichen hatten viel Freude an den verschiedenen Stationen.
„Wir haben noch einige Ideen für die kommenden Jahre, diese Aktion weiter auszubauen“, ergänzte Getrost. So ist beispielsweise eine Kletterwand als weitere Attraktion angedacht. Eventuell könne man auch ortsansässige Vereine integrieren oder die Veranstaltung in den Stadtpark verlegen – allerdings zu einem anderen Zeitpunkt aufgrund des unbeständigen Wetters im Frühherbst. Alexander Tremmel war mit seinen beiden Kindern Lara und Marvin bei der Aktion mit dabei. Der Zwölfjährige vergnügte sich beim Hockey-Spielen, während sich seine sechsjährige Schwester mit anderen Spielen beschäftigte. „Ich finde es immer wieder gut, dass es solche Angebote für Kinder gibt“ teilte Tremmel mit, der es auch sehr schade fand, dass dies so wenig genutzt wurde. Seine Kinder sind regelmäßig bei den alljährlichen Ferienspielen mit dabei, die er selbst aus seiner Kindheit noch kennt. Er freute sich darüber, dass es weiterhin solche Angebote in Lampertheim geben wird, da es wichtig sei, dass die Kinder sich in der freien Natur bewegen können, wie er es früher auch selbst erlebt hat. Sigrid Samson