Wassersportverein – Canadierrennen mit 16 Teams / Zuschauern fiebern mit
Sportlicher Ehrgeiz und Sommerfeststimmung
Aufmarsch der „Brasilianer“ zum Wettkampf - eine Kostümierung, die bei den Zuschauern ankommt. Die siegreichen „Haiwaiianer“ konnte die Hitze dagegen kalt lassen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Ein Naturparadies lag den Zuschauern beim Canadierrennen des Wassersportvereins (WSV) am Samstagnachmittag zu Füßen. Schwäne und Gänse zogen ruhig ihre Bahn auf dem Altrhein, majestätisch erhoben sich am gegenüberliegenden Ufer die Baumriesen in den Sommerhimmel. Ein Hochsommertag wie aus dem Bilderbuch für das Sommerfest beim WSV. In dieser tropisch anmutenden Idylle entfaltete sich starker sportlicher Ehrgeiz - sechzehn Bootsmannschaften gingen an den Start. Fetzige Musik tönte vom hohen Damm über das Festgelände und heizte den Freizeitsportlern ein. Nach fünf Stunden waren das Finale und die Siegerehrung erreicht. Teil dieses sportlichen Vergnügens ist die erwünschte kreative Kostümierung, die dann aber auch im Wettkampf getragen werden muss und im Glücksfall mit einem Sonderpreis belohnt wird.
Sieger bei den Herren wurde die Mannschaft „Hawaii 6.0“ – das Team fiel sowohl durch sportliche Leistung wie durch wohl gestaltete Oberkörper und Ganzkörperschmuck auf. Mindestens genauso viel Spaß an der Sache hatten die lustigen Sportkegler aus Lorsch, die für ihren Auftritt als Rhoiwatch die knackige Baywatch aus der amerikanischen Fernsehserie zum Vorbild hatten. Aus Mannheim waren die hitzefesten „Brasilianer“ im grün-gelben Trikot mit wuscheligem Haarschmuck angereist, alle arbeiten in einer Abteilung, erzählten sie in bester Stimmung. Nur zwei komplette Frauenteams waren diesmal dabei, ein Trend den die Hauptorganisatoren des Vereins, Thomas Wernz und Rainer Vetter, schon seit einigen Jahren beobachten. Bei den Damen siegten „Schwarz-Rot-Gold-Lorsch“, unter den gemischten Teams machte „Mission impossible“ das Rennen. Vereinsvorsitzende Erika Gabler freute sich über das Ergebnis der ergiebigen Regenfälle der letzten Tage und Wochen: „Dieses Jahr haben wir einen schönen Wasserstand“. Wenig Wasser unter dem Kiel hatten die Boote beim letztjährigen Canadierrennen.
Im Endspurt spritzte das Wasser unter den kraftvoll geführten Stechpaddeln auf, das waren die Momente, in denen die Zuschauer mitfieberten und ihr Team lautstark anfeuerten. Jubelnd entstiegen die jeweiligen Sieger den Booten. Nach der Siegerehrung nahm das Sommerfest mit der Band BigSmall Fahrt auf. Höhepunkt des Abends war das Feuerwerk. Über hundert Vereinsmitglieder und Helfer aus dem Kreis der Sportler-Eltern waren an diesem Tag in drei Schichten bis in die Nacht im Einsatz, berichtete die Erste Vereinsvorsitzende.
Hannelore Nowacki
Kampf um die letzten Meter – lautstarke Unterstützung kam von den Zuschauern auf dem hohen Damm und am Landungssteg. Foto: Hannelore Nowacki