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Do., 19. November 2015, 17:12 Uhr
Dank der Stadt Lampertheim für Erfolge im Sport und ehrenamtliches Engagement
Sportplakette für Marvin Dienst und Stadtplakette in Silber für Peter Hinz
Formel-4-Rennfahrer Marvin Dienst imponiert mit herausragenden Leistungen, für die er mit der Sportplakette der Stadt Lampertheim ausgezeichnet wurde. Im Bild: Bürgermeister Gottfried Störmer neben Marvin Dienst, Spargelkönigin Elena I. und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Im Sport und im Ehrenamt sind Lampertheimer Bürger Spitze, weshalb die Stadt Lampertheim für herausragende Leistungen besondere Ehrungen vorsieht. Im Rahmen einer Feierstunde im Sitzungssaal des Alten Rathauses ehrte die Stadt Lampertheim am Dienstagabend zwei Lampertheimer Bürger für ihre besonderen Verdienste. An der Feier nahmen Stadtverordnete, Stadträte, Ortsbeiräte, der Hüttenfelder Ortsvorsteher Karl Heinz Berg und die Hofheimer Ortsvorsteherin Rita Rose sowie Mitglieder der Sportkommission und Familienangehörige teil. Marvin Dienst, erst 18 Jahre alt, gehört schon mit seiner langen Titelliste zu den ganz erfolgreichen Talenten im Motorsport. Als Sechsjähriger zog es ihn bereits zum Kartfahren, seine sportliche Karriere startete er als Achtjähriger im Kartsport in der Bambini-Klasse B, um dann Jahr für Jahr bei Meisterschaften Siege zu erfahren und Pokale zu holen. Allein in der Saison 2015, für die ihm die Stadt Lampertheim die Sportplakette verliehen hat, belegte Marvin Dienst in den Rennen mehrfach die ersten Plätze. Der Sieg im ersten Rennen der neu gegründeten Formel 4 und der 1. Platz im letzten Rennen auf dem Hockenheimring Anfang Oktober sicherten ihm den Gesamtsieg. In seiner Laudatio reihte Bürgermeister Gottfried Störmer den jungen Rennfahrer ein in die erfolgreiche Riege früherer Lampertheimer Motorsportler von Wilhelm Herz bis Manfred Herweh. Zum ersten Mal wurde die Sportplakette 1969 dem Rallye-Fahrer Manfred Schmidt verliehen. „Marvin Dienst hat sich mit der Formel 4 in Deutschland in die Geschichtsbücher eingetragen“, stellte Bürgermeister Störmer fest. Vorbildliche menschliche Haltung und Fairness seien genauso wichtig wie die sportliche Leistung, betonte Störmer. Zu den sportlichen Tugenden gehöre, die bestmögliche Leistung erbringen zu wollen, aber auch ein guter Verlierer zu sein. Im Sport sieht der Bürgermeister deshalb auch eine gute Vorbereitung auf das Leben. Diese Erfolge seien allerdings nicht möglich ohne das Engagement von Trainern und Betreuern und die Familie. Nach Verlesung der Urkunde steckte Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass dem jungen Sportler die Ehrennadel ans Revers. Spargelkönigin Elena I. überreichte die Sportlerplakette in der Schatulle. Ein Präsentkorb mit Lampertheimer Produkten vollendete die Ehrung. Welche Pläne hat Marvin Dienst? Im Gespräch mit dem TIP ließ er offen, wie es im nächsten Jahr weitergeht. In der Winterpause stehen jedenfalls Testfahrten an. Nach seinem Formel-4-Sieg wurde er schon als Testfahrer in der Formel 3 für den Rennstall Artline engagiert. Dass seine sportlichen Leistungen in Lampertheim so gut ankommen, freut ihn besonders.
Peter Hinz hat sich über Jahrzehnte ehrenamtlich in Vereinen und in der Lokalpolitik engagiert. Die Stadt Lampertheim dankte ihm mit der Verleihung der Stadtplakette in Silber. Weitere Ehrungen waren ihm bereits mit der Ernennung zum Ratsherrn, dem Landesehrenbrief und der Auszeichnung zum 25-jährigen Dienstjubiläum im Magistrat zuteil geworden. Foto: Hannelore Nowacki
Peter Hinz hat sich um das Gemeinwohl seiner Heimatstadt besonders verdient gemacht, wie Stadtverordnetenvorsteherin Stass in ihrer Laudatio erklärte. Daher hatten der Magistrat, der Haupt- und Finanzausschuss und die Stadtverordnetenversammlung mit allen Fraktionen im Mai und Juni die Verleihung der Stadtplakette in Silber an Peter Hinz beschlossen. Aus privaten Gründen hatte sich die Verleihung verzögert. Der 74-jährige Peter Hinz blickt auf viele Jahre im Ehrenamt zurück - aktiv ist er seit 1956 im Katholischen Kirchenchor und Gesangverein Cäcilia Hofheim Ried und seit 1988 beim Hofheimer Carneval Verein 1988 (HCV), zu dessen Gründungsmitgliedern er gehört. In beiden Vereinen war er einige Jahre 1. Vorsitzender. Nach wie vor singt Peter Hinz im Chor, beim HCV wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt und hat sich aus der hochaktiven Arbeit zurückgezogen und der gut aufgestellten „Jugend Platz gemacht“, wie er im Gespräch mit dem TIP erklärte. Singen wolle er, solange die Stimme mitmacht. Eine Vielzahl von politischen Ehrenämtern bekleidete Peter Hinz im Laufe von Jahrzehnten - von 1968 bis 2011. In Hofheim war er bis 1971 im Gemeindevorstand, dann in der Ortskommission und bis 1977 im Ortsbeirat. Von 1977 bis 2011 war Peter Hinz Stadtrat. In der Sport-, Kultur- und Sozial- war er als Mitglied oder als stellvertretender Vorsitzender tätig. Der Baukommission gehörte er 16 Jahre an. Hinzu kamen mit der Landwirtschafts-, Verkehrs- und Eigenbetriebskommission drei weitere Einsatzgebiete. Drei herausragende Ehrungen wurden Peter Hinz bereits zuteil: 1993 ernannte ihn die Stadtverordnetenversammlung zum Ratsherrn, 1981 erhielt er den Landesehrenbrief und 2011 wurde er zum 25-jährigen Dienstjubiläum im Magistrat der Stadt Lampertheim ausgezeichnet. „Um sich so zu engagieren, bedarf es eines starken Willens, Zeit und einer Frau, die ihrem Mann den Rücken freihält“, sagte Stass und dankte Peter Hinz im Namen der Stadt Lampertheim und der politischen Gremien für dieses „überragende Engagement“: „Ohne Menschen wie Sie wäre eine Gemeinde, ein Verein, unsere Stadt nicht das, was wir heute sind, nämlich eine liebenswerte Stadt, in der es sich herrlich leben lässt“. Neben Urkunde und Stadtplakette in Silber erhielt Peter Hinz ebenfalls einen Präsentkorb mit Lampertheimer Produkten. Zahlreiche Gäste gratulierten ihm anschließend zur Auszeichnung. Hannelore Nowacki