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Fr., 21. Oktober 2016, 09:30 Uhr
Wiener Tümmler und Indischer Kämpfer mit vorzüglichen Noten
Stadt Lampertheim ehrte erfolgreiche Züchter mit Urkunden und Feier
Die sechs anwesenden Preisträger der Züchterehrung der Stadt Lampertheim des Jahres 2015 erhielten von Bürgermeister Gottfried Störmer Urkunden und ein Präsent. Im Bild: Spargelkönigin Stefanie II., Robert Barchfeld, Fritz Vollmer, Bernhard Kessler, Reinhold Schuster, Norbert Kaiser, Willi Lösch und Bürgermeister Gottfried Störmer. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die Züchterehrung der Stadt Lampertheim hat eine lange Tradition. Diesmal fand sie zum ersten Mal im Sitzungssaal des Stadthauses statt, für den gemütlichen Teil der Feier war bereits das Büffet mit Getränken und Häppchen aufgebaut. Dirk Eichenauer und Sandra Schmiedel vom Fachbereich Bildung, Kultur und Ehrenamt hatten die Feier organisiert. Bürgermeister Gottfried Störmer freute sich über das zahlreiche Erscheinen auch der Vertreter des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung sowie der Träger der Stadtplakette. Spargelkönigin Stefanie II. wirkte bei der Urkunden- und Präsentübergabe mit. In seinen einführenden Worten erinnerte Störmer daran, dass der Magistrat die Züchterehrung 1989 beschlossen hatte und seitdem regelmäßig die Vergabe der Preise stattfinde. In dieser Zeit habe es eine Vielzahl hervorragender Zuchtergebnisse gegeben. Züchter und Züchterinnen seien in den Vereinen vertreten, in denen sie mit ihren Züchtungen für den Erhalt von Arten arbeiten, dabei das Vereinsleben als soziales Miteinander pflegen und darüber hinaus Kindern und Jugendlichen bei Tierschauen Gelegenheit geben, die Tiere anzuschauen. Bei der Zucht orientiere man sich an Vorgaben der Verbände und Vereine. Die Stadt Lampertheim verleiht die Urkunden aufgrund besonderer züchterischer Leistungen, die Bürgermeister Störmer im Einzelnen nannte. Kurzfristig hatten sechs der insgesamt zwölf zu ehrenden Züchter absagen müssen, darunter auch Kai Schnellbächer, die Kreisvorsitzende der Rassegeflügelzüchter des Kreisverbandes Ried. Mit ihren Stargarder Zitterhälsen hatte sie bei der Bundessiegerschau in Dortmund und der Landesverbandsschau Hessen-Nassau mit der Note „hervorragend“ Ehrenpreise errungen. Wie die Wiener Tümmler sind die Stargarder Zitterhälse Tauben mit auffallend langen Hälsen. Bernhard Kessler vom Geflügelzuchtverein Phönix 03 Lampertheim hatte mit seinen schlanken Kampfhühnern, den Indischen Kämpfern, bei zehn Schauen in Biblis, Riedstadt, Metz und Kaunitz „hervorragende“ und „vorzügliche“ Noten bekommen. Eine Bilderschau zeigte auf großer Leinwand die jeweiligen Tiere der Züchter. Dem Verein gehört auch Robert Barchfeld an, der mit seinen Rhodeländer Hühnern dunkelrot bei der Landesverbandsschau in Riedstadt erfolgreich abschnitt und auf seine Kollektion Rhodeländer dunkelrot den Hessischen Meistertitel erhielt. Mit seiner jungen männlichen Lockentaube blauschimmel errang Reinhold Schuster die Note „hervorragend 96“ und den Ehrenpreis. Willi Lösch vom Kleintierzuchtverein 1906 Hofheim hatte mit seinen alten weiblichen Tauben Stargarder Zitterhals bei der Bundessiegerschau und der Landesverbandsschau vorwiegend hervorragende Noten erzielt. Die jungen Wiener Tümmler brachten Norbert Kaiser ebenfalls bei der Landesverbandsschau Hessen-Nassau Glück, alle drei Tauben errangen die Note „hervorragend 96“. Fritz Vollmer aus Hohen-Sülzen ist Mitglied im Hofheimer Kleintierzuchtverein, sein junger Stargarder Zitterhals brachte ihm bei der Landesverbandsschau Rheinland-Pfalz mit der Note „hervorragend“ den Ehrenpreis ein. Nachwuchszüchter Marcel Vollmer konnte an der Züchterehrung nicht teilnehmen, gehört aber zu den sehr erfolgreichen Züchtern mit insgesamt neun Preisen für seine Stargarder Zitterhälse und jungen schwarzen Italiener, Hühner mit edler Ausstrahlung. Bei der Bundessiegerschau in Dortmund erhielt er das Jugendsiegerband. Mit dem Stargarder Zitterhals wurde er Deutscher Jugendmeister, Deutscher Jugendchampion, erhielt das Nussbauer Gedächtnisband, zwei Ehrenpreise bei der Landesverbandsschau in Essenheim sowie das Goldene Weinband. Die jungen schwarzen Italiener brachten ihm das Ehrenband und den Pokal ein. Bürgermeister Störmer erwies sich als geübter Kenner der fachspezifischen Abkürzungen, die zum Beispiel mit „0,1 jung“ ein junges weibliches Tier bezeichnen. Hingegen steht „1,0 jung“ für ein junges männliches Tier. Hannelore Nowacki