Mi., 13. Dezember 2017, 13:03 Uhr
Gezielte Suche nach bezahlbarem Wohnraum mit zwei attraktiven Angeboten für Eigentümer
Stadt startet „CleVermieter”-Programm
LAMPERTHEIM – Bei der Stadt Lampertheim sind derzeit mehr als 300 Personen als wohnungssuchend gemeldet. Um diese besser unterstützen zu können, startet die Stadtverwaltung das „CleVermieter”-Programm. Hierbei sucht sie gezielt nach bezahlbarem Wohnraum und bietet Eigentümern finanzielle Anreize für die Vermietung von ungenutzten Räumlichkeiten. „Wir wollen Menschen in Wohnräume bringen, die hier in Lampertheim arbeiten und dementsprechend auch wohnen wollen”, betonte der Erste Stadtrat Jens Klingler bei der Vorstellung des neuen Programms. Dieses bietet den Eigentümern zwei attraktive Varianten: Einerseits den Ankauf von Belegungsrechten für mindestens fünf bis maximal 20 Jahren und andererseits einen Mietvertrag mit der Stadt. Beide Varianten haben entsprechende Vorteile – so wird beim Ankauf von Belegungsrechten das Vertragsverhältnis mit dem tatsächlichen Mieter geschlossen, zudem erfolgt die Vermietung nur an von der Stadt vorgeschlagene Wohnungssuchende mit gültigem Wohnberechtigungsschein. Die Höchstmiete darf hierbei maximal 5,50 Euro pro Quadratmeter betragen, wobei die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 1,50 Euro pro Quadratmeter gibt. Im Fall des Mietvertrages mit der Stadt erfolgt hingegen die Vermietung zu ortsüblichen Konditionen.
So kann jeder Wohnraumeigentümer je nach Wert seiner Immobilie ganz flexibel entscheiden, ob er eine Förderung der Stadt in Anspruch nimmt oder zu ortsüblichen Konditionen vermietet. Außerdem kann er festlegen, ob er den Mietvertrag mit dem tatsächlichen Mieter oder der Stadt abschließen möchte. Die Anforderungen für eine Vermietung, alle Informationen zum Ankauf von Belegungsrechten sowie die Förderrichtlinien sind zeitnah auf der Internetseite der Stadt Lampertheim zu finden. Interessenten können sich ab sofort bei Frau Pabst telefonisch unter 06206/935-479 sowie per E-Mail unter j.pabst@lampertheim.de über weitere Details informieren und Angebote abgeben.
„Dieses Programm wird ohne zusätzliches Personal bewältigt”, ergänzte Jens Klingler, der bezüglich der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum speziell im Bereich des sozialen Wohnungsbau das Land in der Pflicht sieht: „Es gibt einen großen Bedarf an Wohnraum und wir haben einen großen Mangel. Wir haben gehandelt, weil uns dieses Thema wichtig ist, aber es ist nicht die Aufgabe der Stadt, sondern des Landes, das hier in der Pflicht steht und endlich handeln muss.” Benjamin Kloos