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  • Do., 07. Juli 2016, 10:28 Uhr
    Im Neubaugebiet „Am Landgraben“ können die Bauvorhaben beginnen

    Stadtentwicklung nicht auf der grünen Wiese

    Einen Monat früher als geplant können die Häuslebauer im Neubaugebiet Am Landgraben mit dem Bauen beginnen. Die offizielle Freigabe nach der Erschließung feierte die SEL gemeinsam mit Bauherren, Nachbarn und beteiligten Firmen. Foto: Hannelore Nowacki

    Einen Monat früher als geplant können die Häuslebauer im Neubaugebiet Am Landgraben mit dem Bauen beginnen. Die offizielle Freigabe nach der Erschließung feierte die SEL gemeinsam mit Bauherren, Nachbarn und beteiligten Firmen. Foto: Hannelore Nowacki

    HÜTTENFELD – „Sie haben eine sehr gute Entscheidung getroffen“, gab Erster Stadtrat und SEL-Geschäftsführer Jens Klingler den zukünftigen Hauseigentümern mit auf den Weg. Gefeiert wurde am Freitag vor einer Woche die offizielle Freigabe der Hochbaumaßnahmen, nachdem die Erschließungsarbeiten in der neu angelegten Annelie-von-Heyl-Straße im Neubaugebiet Am Landgraben abgeschlossen waren. In ruhiger Lage mit Blick auf den Odenwald hat die Stadtentwicklung Lampertheim GmbH & Co. KG (SEL) hier im Vermarktungszeitraum von zwei Jahren zwanzig Grundstücke für Einzelhäuser verkauft, für das geplante Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen wird noch ein Investor gesucht. Für die Bauplanung und Beratung bei der SEL ist Fachdienstleiterin Kerstin Weinbach zuständig. Mit Grünflächen und Straße werden 11.500 Quadratmeter überbaut. Klinger erklärte in seiner Ansprache das Besondere an diesem Neubaugebiet: „Zum ersten Mal wird nicht auf der grünen Wiese gebaut“. Der Abriss des früher hier angesiedelten Baustoffgewerbes machte diese  Stadtentwicklung ohne neuen Landverbrauch möglich. Nach dreimaligem Anlauf, zum ersten Mal 2012, habe sich der frühere Eigentümer zum Abriss und Verkauf entschlossen. Riesige Mengen Material und Bauschutt seien angefallen und abtransportiert worden. Von der insgesamt 17.000 Quadratmeter großen Fläche sei der Restanteil im Besitz des Verkäufers geblieben, ist jedoch öffentlich zugänglich und wird von der Stadt Lampertheim begrünt. Zur Feier mit kaltem Büffet waren die Baufamilien, die Nachbarn, Bürgermeister und SEL-Aufsichtsratsvorsitzender  Gottfried Störmer, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, der Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Karl Heinz Berg sowie die an der Erschließung beteiligten Firmeninhaber eingeladen. Zu den Nachbarn im näheren Umkreis gehört auch die Evangelische Kindertagesstätte. Den Häuslebauern im Neubaugebiet Am Landgraben wünschte der Kinderchor der Evangelischen Kindertagesstätte mit den Erzieherinnen „Viel Glück und viel Segen“. Große Augen machten die Kleinen, als SEL-Geschäftsführer Klingler und Stephanie Salis, bei SEL für Marketing und Vertrieb zuständig, als Dank für ihr Kommen und Singen zwei rote Big-Bobby-Cars und zwei lustige Springpferde übergaben. Jedes Kind erhielt ein handliches  Häuschen zum Knautschen. Einen Spendenscheck mit 200 Euro hatte Timo Knebel für die Kindertagesstätte mitgebracht. Zu den Nachbarn gehört auch die Sportgemeinde Hüttenfeld, der größte Verein am Ort. Gegen möglichen Lärm und fliegende Bälle vom angrenzenden Sportplatz schützt eine  Lärmschutzwand beachtlichen Ausmaßes. Diese Gabionenwand sei eine Herausforderung gewesen, sagte Klingler, „wir wollen, dass Sie hier zufrieden sind“. An der Bushaltestelle steht bereits ein Wartehäuschen. Für die Jugendmannschaft übergab Klingler dem SG-Vorsitzenden Bernd Ehret einen Sack voller Fußbälle. Die beste Integration am neuen Wohnort sei, einem Verein beizutreten empfahl Ehret den zukünftigen Neubürgern und nannte die vielfältigen Sportangebote der SG. Timo Knebel, der mit seiner Baufirma an der Erschließung beteiligt war, nannte einige Zahlen: Mit 250 LKW-Ladungen wurden 3.500 Kubikmeter Sand zum Niveauausgleich für die Straße herbeigeschafft, je 2.000 Quadratmeter Pflaster und Asphalt wurden verbaut, 330 Meter Leitungen für Gas, Wasser und Kabel wurden eingebaut. Auf das Fundament der sechs Meter hohen Gabionenwand mit 300 Kubikmetern Beton kamen 850 Tonnen Schüttsteine, was etwa 35 LKW-Ladungen entsprach. Hannelore Nowacki

    Die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Hüttenfeld mit ihren Erzieherinnen waren die Überraschungsgäste. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

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