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  • Mo., 24. August 2020, 16:07 Uhr
    MOBILITÄT: Stadt, Kreis und Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement unterzeichnen „Letter of Intent“

    Stadtverwaltung Lampertheim wird „effizient mobil”

    Wie kann die Anreise zum Arbeitsplatz noch verbessert werden? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigen sich jetzt die Angestellten der Stadtverwaltung Lampertheim – allerdings sollte sich angesichts des Klimaschutzes jeder Gedanken über dieses Thema machen. Archivfoto: TIP-Verlag


    LAMPERTHEIM – Seit Anfang 2019 bietet der Kreis Bergstraße gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar und der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein Main GmbH (ivm) das kostenlose Beratungsprogramm „südhessen effizient mobil“ an. Im Rahmen dieses Programms können Bergsträßer Arbeitgeber eine kostenlose Beratung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement in Anspruch nehmen. Auch die Stadt Lampertheim wird dieses Beratungsangebot nutzen. Am Montag erfolgte hierzu im Stadthaus mit der Unterzeichnung des gemeinsamen „Letters of Intent“ ein erster Meilenstein.

    „Wir freuen uns, heute eine Neuerung für die Stadtverwaltung Lampertheim vorstellen und die entsprechende Vereinbarung unterzeichnen zu dürfen. Heute geht es einmal mehr um das große Thema Mobilität und Mobilitätswende”, betonte Bürgermeister Gottfried Störmer. „Bei der Stadtverwaltung arbeiten rund 470 Mitarbeiter – viele Menschen, die hier mitwirken und gleichzeitig überdenken können, ob ihre Anreise zum Arbeitsplatz noch verbessert werden kann”, so das Stadtoberhaupt weiter. Dabei geht Bürgermeister Störmer selbst mit gutem Beispiel voran: „Seit dem Stadtradeln fahre ich an den Tagen, an denen ich keine Termine außer Haus habe, mit dem Fahrrad ins Stadthaus. Dabei fühlt man sich fitter, gleichzeitig tun sowohl die frische Luft als auch die Bewegung gut. Und auch für die Kommunikation mit den Bürgern ist diese Art, ins Büro zu kommen, besser – und wenn viele dem Beispiel folgen hat dies natürlich auch positive Folgen für den Klimaschutz und die Parkplatzsituation in der Innenstadt. Daher wollen wir mit unseren Mitarbeitern prüfen, wie wir eine bessere Mobilität als bisher hinbekommen können.”

    Karsten Krug, Dezernent des Kreises Bergstraße für den Bereich Verkehr, erläuterte: „Für mich als Verkehrsdezernent ist das Mobilitätsmanagement ein wesentlicher Baustein für die Verkehrswende. Der neue Nahverkehrsplan ist weit fortgeschritten und wird wahrscheinlich im November durch den Kreistag verabschiedet. Wir müssen uns darüber hinaus die Frage stellen: Welche Möglichkeiten haben wir, um die Mobilität noch attraktiver zu gestalten, sowohl mit dem Rad als auch mit dem ÖPNV und auf der Schiene. Dabei geht es nicht nur um den Ausbau von Straßen und Radwegen, sondern auch, welche Angebote wir bereits haben. Daher wollen wir mit diesem Angebt gezielt über die Arbeitgeber die Arbeitnehmer ansprechen, ob es wirklich notwendig ist, morgens alleine mit dem Auto zur Arbeit zu fahren oder ob es nicht andere Wege oder auch die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften gibt. Für die Firmen und die Verwaltung bedeutet dies viel Aufwand, wenn auch nicht finanzielle, aber wir haben die Hoffnung, dass es sich lohnt und zu einem Mehrwert führt. Dabei ist nicht nur der reine Arbeitsweg im Fokus, sondern beispielsweise auch der Fuhrpark und die Möglichkeit der Nutzung von Leihrädern.” 

    Unterzeichneten gemeinsam den „Letter of intent” zur Verbesserung des betrieblichen Mobilitätsmanagement: Heike Mühlhans (ivm), Bürgermeister Gottfried Störmer und Verkehrsdezernent Karsten Krug (v.l.). Foto: Benjamin Kloos


    „Wir begleiten Arbeitgeber dabei, Mobilitätskonzepte zu erarbeiten, die passgenau auf das jeweilige Unternehmen zutreffen. Dabei schauen wir uns genau die Arbeitswege der Beschäftigen an und ermitteln, welche Möglichkeiten es gibt. Dabei stehen auch Themen wie das Jobticket und die Radverkehrsförderung im Fokus. Im Rahmen des für die Arbeitgeber kostenfreien Angebotes wird ein Gesamtbild erstellt, welches wir in etwa einem Jahr präsentieren werden. Eine Übersicht über das Angebot finden interessierte Unternehmen unter www.suedhessen-effizient-mobil.de ”, ergänzteHeike Mühlhans von der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein Main GmbH (ivm). 

    Frieder Zappa von der vrn hob hervor, dass Lampertheim im Bereich Mobilität bereits sehr gut aufgestellt ist – mit der Mobilitätszentrale in der Kaiserstraße, die vor Ort Informationen für alle Bürger und natürlich auch die Verwaltungsmitarbeiter bereit hält, mit dem Jobticket und VRNnextbike. „Wir freuen uns, dass jetzt noch eine Verbesserung erfolgen kann – vielleicht auch durch Mitfahrgelegenheiten, neuen nextbike-Stationen oder auch neuen Busverbindungen.” Benjamin Kloos

     

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