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  • Fr., 28. Juni 2019, 08:00 Uhr
    Auch Konzept für Modernisierung von Hans-Pfeiffer-Halle und Zehntscheune 

    Stadtverwaltung mit Konzept für Kulturstätte auf dem Biedensand Campus beauftragt

    So könnte der neue Biedensand-Campus rund um LGL und ADS künftig aussehen – die Stadtverwaltung wurde nun durch die Stadtverordnetenversammlung mit einem Konzept für eine Kulturstätte auf dem Gelände beauftragt. Archivfoto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Eine angemessene Kulturstätte ist der Wunsch vieler Lampertheimer, wie die rund 1.400 Bürgerunterschriften gezeigt haben, die auf Initiative von Regine Nieter und Martina Seelinger zugunsten eines Bürgerhauses oder Kulturraums auf dem Campus Biedensand gesammelt im Mai Bürgermeister Gottfried Störmer und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass übergeben wurden. Unter Federführung von Bürgermeister Störmer lag der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend ein Beschlussvorschlag für ein „vollumfängliches Konzept“, in Abstimmung mit der Kreisverwaltung, für eine Kulturstätte der Stadt Lampertheim am Standort Campus Biedensand vor. Bereits im März hatte ein Vertreter des Eigenbetriebes Schule und Gebäudewirtschaft über das Projekt „Campus Biedensand“ berichtet. Ziel sei darüber zu diskutieren, erklärte Störmer den Stadtverordneten, es gehe um eine generelle Festlegung in einer Grundsatzentscheidung der Stadtverordneten bis 30. August. Störmer wies auf die gesammelten Bürgerunterschriften hin und dass dieser Wunsch immer wieder auftauche. Auch die Ärzteschaft der GALA und die Musikschule hätten ein großes Interesse geäußert. Eine schnelle, umfassende Prüfung der Hans-Pfeiffer-Halle und Zehntscheune, wie sie im Änderungsantrag von SPD- und FDP-Fraktion gefordert wird, sei bis August nicht möglich. Daher appellierte Störmer eindringlich, dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zuzustimmen. Die Koalition hatte ihren Änderungsantrag mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit und den zeitlichen Rahmen der Realisierung einer Kulturstätte auf dem Campus Biedensand eingebracht. Nachdem Landrat Christian Engelhardt in einem Schreiben an Bürgermeister Störmer mitgeteilt hatte, dass die Stadt Lampertheim die Kosten für die von ihr genutzten Räumlichkeiten alleine werde tragen müssen, waren die vorhandenen, stadteigenen Immobilien in den Blickpunkt gerückt. Fritz Röhrenbeck (FDP) gab zu bedenken, dass man nicht wisse wie die Haushaltslage und die kulturellen Bedürfnisse in 8 bis 10 Jahren sein werden, wenn die Kulturstätte am Ende der Projektzeit gebaut werden könne. Im Bestand und auf eigenem Grundstück seien hingegen Hans-Pfeiffer-Halle und Zehntscheune. Dagegen argumentierte Alexander Scholl (CDU) mit Synergieeffekten und Räumlichkeiten mit Atmosphäre und Gemütlichkeit auf dem Campus Biedensand, die eine Mehrzweckhalle nicht bieten könne. Auch für die Musikschule, den Musikunterricht und eine gemeinsame Stadt- und Schulbibliothek wäre Platz. Andere Varianten seien nicht vergleichbar. Scholl zeigte sich überzeugt: „Lampertheim wird langfristig profitieren“. Frank Hege (Grüne) sprach vom „Abenteuer Campus“ – es gebe zu wenig Antworten. SPD-Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt fragte Scholl, wie das bezahlt werden soll. Der Campus Biedensand sei eine gute Idee, meinte Schmidt, jedoch mit Blick auf das Schreiben des Landrates habe sich nicht bewahrheitet, was man ursprünglich gedacht habe, auch die lange Bauzeit ein Problem. Aufgabe der Politik sei die Schwerpunktsetzung „Wunsch und Pragmatismus in einen gesunden Einklang zu bringen“. Das sei man den 1.400 Bürgern schuldig. Einstimmig wurden Punkt 1 beschlossen, dass die Stadtverwaltung ein „vollumfängliches Konzept“ für eine Kulturstätte für die Stadt Lampertheim am Standort Campus Biedensand in Abstimmung mit der Kreisverwaltung entwickelt. Punkt 2 mit dem Auftrag an die Verwaltung, ein Konzept für Umbau und Modernisierung der Hans-Pfeiffer-Halle zur Schaffung einer Kulturstätte mit bürgerhausähnlichem Charakter zu erstellen, wurde mit 26 Ja-Stimmen bei 9 Gegenstimmen beschlossen. Für beide Varianten soll die Förderung über das Programm Stadtumbau geklärt werden. Die Modernisierung der Zehntscheune ist demnach in beide Konzeptionen einzubeziehen und im Stadtumbau vorrangig anzugehen.  Hannelore Nowacki

     

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