Fröhlicher Tanz für die Gäste zur offiziellen Eröffnung des neuen Anbaus in Kita Guldenweg. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Mit dem neuen Anbau hat die Stadt Lampertheim dieKita Guldenweg in der Dieselstraße zur modernen Ganztageseinrichtung entwickelt. Glanzstück ist die schöne Mensa, die für den Empfang der zahlreichen Gäste zur offiziellen Eröffnung des Anbaus am Freitagvormittag mit Stehtischen bestückt wurde. Die kleinen Hocker und Tischchen in unterschiedlichen Größen für die drei- bis sechsjährigen Kita-Kinder mussten vorübergehend weichen. Der Anbau und der ältere, sanierte Teil der Kita Guldenweg bilden eineharmonische Einheit, davon konnten sich die Gäste bei einem Rundgang mit Kita-Leiterin Ute Guthier und Stellvertreterin Stephanie Seelinger überzeugen. Erster Stadtrat Marius Schmidt, der als Dezernent für den Fachbereich 50 Frühkindliche Bildung zuständig ist, sprach in seiner Begrüßungsrede von einer „gelungenen Investition“ in die Zukunft. Nach anderthalb Jahren Bauzeit und Gesamtkosten von 350.000 Euro konnte die neu gestaltete Kita in Betrieb genommen werden. An Fördermitteln standen 250.000 Euro zur Verfügung, 50.000 Euro für jede der fünf Gruppen, die Stadt Lampertheim brachte 100.000 Euro auf. Zu den Neuerungen, die Schmidt hervorhob, gehören neben der Mensa Funktionsräume wie das Therapiezimmer, ein Besprechungsraum für das Personal und Elterngespräche sowie neue sanitäre Anlagen für Kinder und Personal. Zuvor hatte sich das etwa 20-köpfige Erzieherteam mit nur einem WC begnügen müssen und der Gruppenraum der Kinder sei zur Mensa umfunktioniert worden. „Die pädagogische Qualität zu verbessern und die Kita fit für den Ganztagsbetrieb zu machen war das Ziel“, sagte Schmidt, der Jens Klingler, seinem Vorgänger im Amt des Ersten Stadtrats, dankte dies angestoßen zu haben. Im Garten sei schon die Kräuterschnecke zu erkennen, hier könnten die Kinder Erfahrungen mit der Natur machen. Schmidt kündigte die nächste Baumaßnahme für die Kita Europaring an, die im Haushalt 2022vorgesehen sei, man warte auf den Förderbescheid des Landes Hessen. Ute Guthier blickt auf 30 Jahre Erfahrung als Kita-Leiterin zurück, in denen sie eine stetige Entwicklung sah, wie sie in ihrem Grußwort betonte. Im offenen Konzept mit Spielmöglichkeiten in vielen Räumen sieht sie ein kindgerechtes Konzept verwirklicht: „Jedes Kind kann sich hier wohlfühlen“. Für den Anbau sei sie sehr dankbar. Was die Kolleginnen während der Umbauzeit bei laufendem Betrieb geleistet hätten, gehe über das normale Maß hinaus. Ihr Dank galt auch den Verantwortlichen der Stadt Lampertheim und dem Elternbeirat, für den die stellvertretende Vorsitzende Kristina Ohl gekommen war. Mit viel Spaß am Singen und Tanzen hatten die Kinder für die Gäste zur Feier des Tages eine Vorführung einstudiert. Auf dem großen Spielplatz der Kita begeisterten sie die Gäste mit zwei Liedern speziell für diesen offiziellen Termin: „Ein ganzes Jahr ging es hier rund, alles war kunterbunt – vielen Dank, das sagen wir, deshalb sind wir heute hier“. Außerdem hörten die Gäste aus den heiteren Reimen heraus, was die Kinder in der Umbauzeit erlebt hatten. Mit ausgefeilter Choreografie und bewegender Freude begeisterten die Kinder die Zuschauer bei ihrer Tanzvorführung, zu der auch eine schwungvolleHula-Hoop-Einlage gehörte. Als kleine Entschädigung für die Bauzeit hatte der Fachbereichsleiter Frühkindliche Bildung Michael Harres dem Kita-Team einen Karton Prosecco und Blühpflänzchen für daheim mitgebracht.
Eindrucksvoller Rundgang
Im Chor mit den Erzieherinnen bedankten sich die Kinder in Reimen singend für die schöne neue Kita. Foto: Hannelore Nowacki
Neugierig folgten die Gäste Kita-Leiterin Guthier beim Rundgang durch die Kindertagesstätte. „Das Haus bietet, was Familien benötigen und was wir brauchen, um gute Bildungsarbeit zu leisten“, erklärte Ute Guthier. In der Mensa führte sie die formschönen multifunktionalen Möbelstücke vor - auf der einen Seite als Regal und Sitzbank für Große, auf der anderen Seite als Sitzbank für die Kleinsten nutzbar. Weiter ging es zum Bauraum, in den Kreativbereich und zur „Bewegungsbaustelle“, wie der neue Turnraum heißt. Außerdem gibt es ein Rollenspielzimmer und einen Entspannungsraum, Platz für Therapien und Beratungsstunden für die Eltern vor Ort. Im Raum für Sprachförderung mit Blick ins Grüne führte sie die praktischen Klapptische vor, die sich ganz einfach an die Wand klappen lassen. Hier waren auch die kleinen Holzhocker gestapelt, die sonst in der Mensa stehen und für die Haltung besser seien als Stühle. „Sie haben eine schöne Einrichtung“, äußerte sich stark beeindruckt Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb. Mit dieser Qualität habe die Stadt Lampertheim „ein Pfund zum Wuchern“, die Kinderbetreuung sei jedoch auch der größte Posten im Haushalt. Allerdings machte Kita-Leiterin Guthier deutlich, dass es wegen Corona durch die vielen Regeln schwierig sei, alles umzusetzen, Corona habe die Arbeit enorm erschwert. Zum Beispiel habe die Projektarbeit dadurch nicht stattfinden können. Stattdessen seien die Kinder viel draußen gewesen und hätten die nahen Spielplätze erobert. Die Eltern hätten sich große Mühe gegeben, was die Sache erleichtert habe. In der Kita gebe es eine Vielfalt der Kulturen, bei den Kindern und im Team. Einen männlichen Erzieher haben die zwölf Krippenkinder im Alter unter drei Jahren, gerne würde Kita-Leiterin Guthier weitere männliche Kollegen im Team haben. Hannelore Nowacki