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    Garten- und Naturfreunde: Riesenmammutbaum vom Blitz getroffen

    Stamm zerfetzt, Krone weg, Baum nicht zu retten

    Vom prächtigen Riesenmammutbaum hat der Blitzeinschlag nur noch einen Rest übrig gelassen. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Aus dem Riesenmammutbaum auf dem Gelände der Garten- und Naturfreunde in der Gartenstraße mit einer geschätzten Höhe von zwanzig Metern hätte noch ein echter Riese werden können, wenn nicht am Freitag vor einer Woche der Blitz eingeschlagen hätte. Es war Freitag, der 13. August, der nun auch für den Verein ein denkwürdiger Tag geworden ist. Ein Gewitter war am frühen Morgen über Bürstadt gezogen und es hatte einen lauten Knall gegeben, den auch Klaus Rickel, der Erste Vorsitzende, zuhause gehört hatte. „Dass so etwas passiert, denkt man ja nicht“, sagte er beim Ortstermin mit dem TIP am Mittwoch. Was der Blitzeinschlag am Baum angerichtet hat, weist auf die geballte Energie hin – der Stamm ist zerfetzt, die Krone weggebrochen. Aber fleißige Vereinsmitglieder hatten bereits ganze Arbeit geleistet, von der Krone liegen nur noch ein paar abgesägte Äste am Boden, direkt am Stamm und weiter hinten auf dem Gelände, um Platz für die Arbeiten am Samstag zu haben. Dann wird der restliche Stamm gefällt. Ein Fachkundiger habe sich den Schaden angesehen und festgestellt, dass der Baum nicht zu retten sei, erklärte Rickel. Wie alt genau der Baum war, könne er nur schätzen. Der Verein wurde 1966 gegründet, das ist auf einem Findling verewigt. Am Baumstamm lehnte ein altes Schild, das nur den lateinischen Namen Sequoiadendron giganteum nennt, nicht aber das Pflanzdatum. Verwandte des Bürstädter Riesenmammutbaums sind vor allem in Kalifornien beheimatet und erreichen dort bewundernswerte Ausmaße. Bald nach dem Blitzereignis hätten sich die Nachbarn und das Bauamt beim ihm gemeldet, denn Teile der Krone seien bei den Nachbarn auf dem Dach gelandet, berichtete Rickel. Auf dem Vereinsgelände sei das Dach des Toilettenhäuschens leicht beschädigt. Aus der Nachbarschaft habe er auch gehört, dass nach dem Blitzeinschlag Fernsehen und Telefon gestört waren. Warum sich der Blitz gerade diesen Baum ausgesucht hatte? Vielleicht war es die Nähe zu Häusern, vermutet Rickel. Denn auf dem Vereinsgelände hätte der Blitz eigentlich eine große Auswahl unter den zahlreichen Baumriesen aller Art gehabt. Hannelore Nowacki

     

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