Fr., 15. Februar 2019, 10:01 Uhr
Bürgermeister Störmer über Standorte von neuer Kulturstätte und Bauhof
Standortwahl wird geprüft
LAMPERTHEIM – Noch steht nicht fest, wo eine neue Kulturstätte gebaut werden sollte. Bürgermeister Gottfried Störmer stellte in einem Pressegespräch klar, dass das von Landrat Christian Engelhardt verkündete Ende der Planungsphase 0 für den neuen Campus Biedensand im Schulzentrum West nur die Schulgebäude betreffe. Ob für eine Kulturstätte überhaupt ausreichend Fläche zur Verfügung stehe sei noch gar nicht ausgemacht. Erst im nun folgenden „Raumfunktionsbuch“ werden die Funktionsflächen beschrieben, die dann von Architekten in der Planung umgesetzt werden, erklärte Störmer. Von Vorteil wäre aus seiner Sicht eine Veranstaltungsstätte, die während der ganzen Woche belegt wäre, von der Schule, von der Stadt Lampertheim für besondere Anlässe und von Vereinen. Wenn der Kreis Bergstraße sich finanziell beteiligt, sieht Störmer Potenzial für beide Seiten. Ein Beschlussvorschlag der Verwaltung für die politische Befassung werde auf den Weg gebracht. Die Daten über die Verkehrssituation im Schulzentrum werden ausgewertet. Für den Schulbus sei der Kreis zuständig. Wie Störmer bei Gesprächen erfahren hat, seien die Menschen eher für den Campus Biedensand als Standort einer neuen Kulturstätte.
Bauhof erfordert schnelles Handeln
Soll es einen gemeinsamen Bauhof mit Bürstadt geben, wie es ein Antrag der CDU-Fraktion für die nächste Stadtverordnetenversammlung vorsieht? Bürgermeister Störmer hat mit seiner Amtskollegin Barbara Schader gesprochen, um zu prüfen, ob beide Städte gemeinsam vorgehen, doch sieht Störmer eher Nachteile. Vor allem sei das Problem in Lampertheim wegen der teilweise maroden Bausubstanz des Bauhofs eilbedürftig und es dürfe bei Einsätzen wie Schneeräumung und Streuen keine zeitliche Verzögerung geben. Den Bauhof sieht Störmer bildlich als Hände der Verwaltung mit Menschen, die auf kurzem Weg aktiv werden. Das sei bei gemeinsamer Struktur schwieriger, auch wenn vielleicht aus betriebswirtschaftlicher Sicht günstiger. Faktisch gehe es immer um die Arbeit vor Ort. Der Arbeitskreis Bauhof tage am Mittwoch dieser Woche, um über die vier Varianten zu beraten: Der Bauhof am bisherigen Standort; Neubau im Gewerbegebiet Wormser Landstraße, die teurere Variante; auf dem Gelände von Energieried in der Industriestraße (der Energieversorger zieht in die Wormser Landstraße um) oder in Bürstadt. Hannelore Nowacki