Mi., 21. Dezember 2016, 11:21 Uhr
Diakoniestiftung überreicht 2.680 Euro an Lampertheimer Tafel / Anonymer Spender will Flüchtlingen helfen
Statt Geschenke bekommen Gutes tun

Große Freude bei Irene Finger (Diakonisches Werk), Brigitte Harvey und Ilona Brunnengräber (beide Tafel Lampertheim): Martina Seelinger (Diakoniestiftung; v.l.) überbrachte eine beachtliche Spende eines Lampertheimers. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Geld statt Geschenke wünschte sich ein Lampertheimer, der nicht genannt werden möchte, zum Geburtstag. Mit dem stattlichen Betrag von 2.680 Euro trat er an die Diakoniestiftung heran, verbunden mit der Bitte, diese Summe zum Wohl von Flüchtlingen, insbesondere von Frauen und Kindern, einzusetzen. Diese gab nach kurzer Prüfung, ob dies mit den Stiftungsrichtlinien vereinbar ist, grünes Licht – und auch der Spendenort wurde schnell gefunden. Denn viele Flüchtlinge sind Kunden der Lampertheimer Tafel, und so fand am Dienstag die offizielle Übergabe in den Tafelräumen statt.
Martina Seelinger von der Diakonie-Stiftung betonte die Wichtigkeit der Tafelarbeit. „Wir sind froh, dass es die Tafel gibt, auch wenn es besser wäre, sie würde nicht benötigt. Gerade an Weihnachten sollten wir uns alle besinnen, dass es Menschen gibt, denen es nicht so gut geht und diese unterstützen. Diese Spende kommt dort an, wo sie benötigt wird und wir hoffen, dass es noch zahlreiche Nachahmer geben wird.“
Bei der Tafel war die Freude angesichts des großzügigen Betrages groß. „Sowohl das Diakonische Werk, zu dem die Tafel gehört, als auch die Diakoniestiftung sind im Auftrag der Nächstenliebe unterwegs“, fand Irene Finger vom Diakonischen Werk passende Worte. Die Tafel habe fixe Kosten, unter anderem für Miete, Strom und Benzin, in Höhe von 40.000 Euro pro Jahr. „Wir bekommen jedoch keine öffentlichen Zuschüssen, sondern lediglich 2 Euro pro Einkauf durch die Kunden, wobei Kinder frei sind. Damit kommen wir auch 8.000 bis 10.000 Euro pro Jahr, der Rest muss durch Spenden wie diese abgedeckt werden. Wir danken daher den vielfältigen Unterstützen in der gesamten Region.“
Ein großes Dankeschön richteten sowohl Martina Seelinger als auch Irene Finger an die insgesamt 70 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Lampertheim. „Ohne diese wäre die Arbeit der Tafel nicht möglich. Herzlichen Dank dafür!“ Benjamin Kloos