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    DIAKONIE STIFTUNG LAMPERTHEIM: Sechs weitere Zustiftungen in Höhe von insgesamt 6620 Euro / Stiftung spendet 10.000 Euro an gemeinnützige Projekte

    Stifterbaum wächst stetig weiter

    Das Stifterbaumtreffen und damit die Ehrung der Zustiftenden wurde in diesem Jahr durch die Übergabe der Spenden und musikalische Beiträge bereichert.
    Foto: Nadine Schütz

    LAMPERTHEIM – Einmal im Jahr trifft man sich am Stifterbaum vor der Ökumenischen Diakoniestation Lampertheim in der Hospitalstraße 1, um die neuen und alten Zustiftenden zu ehren. In diesem Jahr erweiterte man dieses Ereignis um die gleichzeitige Übergabe der Spenden sowie um musikalische Genussmomente, geschenkt durch Monika Karb an ihrer Harfe. So versammelte sich am schönen lauen Sommerabend des 1. Juni eine große Menschentraube vor dem Stifterbaum, herzlich begrüßt durch Pfarrerin Sabine Sauerwein, Vorstandsmitglied, und die Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stiftung Lampertheim, Martina Seelinger.

    Die Freude über Zustiftungen und Spenden wurde allerdings durch Wehmut getrübt. Stiftungs-Wegbereiter Werner Hahl war im vergangenen Herbst nach langer Krankheit verstorben. „Dass er heute nicht da ist, lässt eine große Lücke“, beschrieb Seelinger treffend. Seine Familie würdigte sein Wirken nicht nur mit ihrer Anwesenheit, sondern mit einer Zustiftung in Höhe von 6620 Euro, die sich anlässlich der Beerdigung summierte. Auf dem Stifterbaum ist Werner Hahl nun namentlich als Ideengeber neben Gründungsstifterin Herta Albrecht verewigt. „Damit möchten wir sein Andenken bis in die weite Zukunft bewahren“, fasste Seelinger zusammen.

    Auf dem Stifterbaum ist nun der im vergangenen Jahr verstorbene Ideengeber, Werner Hahl, namentlich neben Gründungsstifterin Herta Albrecht verewigt.
    Foto: Nadine Schütz

     

    Zu den freudigen Anlässen der Zustiftung gehören in diesem Jahr der 70. Geburtstag des früheren Pfarrers der Lukasgemeinde, Karl-Hans Geil, welcher 1.100 Euro überreicht hatte. Und auch die „Wiederholungstäter“ stockten das Vermögen der Stiftung auf: Karl-Wilhelm und Gabriele Klingler sowie Hildegard und Walter Pfeiffer trugen jeweils 500 Euro bei, Erich Möck 1.000 Euro und Armin Kohler 1.200 Euro. 76 Zustiftende sind es nun, die Kapital zur Verfügung stellten, das gewinnbringend angelegt ist.

    Sauerwein spannte in ihrer Ansprache wunderbar den Bogen von der einzigen Bibelstelle in der das „Stiften“ vorkommt (Ps 111) über die Bedeutungen des Wortes „Stiftung“ im Duden hin zum aktuellen Ereignis des Stifterbaumtreffens und dem „Anstifter“ Werner Hahl. „Wir freuen uns, dass es diese Stiftung gibt,“ sprach sie aus dem Herzen aller, die sich der Diakonie Stiftung verbunden fühlen. „Gemeinschaft wächst mit dem Vertrauen der Menschen“, erklärte sie weiter und verband damit die von Seelinger vorgebrachten Werte: Menschlichkeit, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft.

    Diese Werte fließen in diesem Jahr zusammen mit dem materiellen Wert aus der Diakonie Stiftung Lampertheim von insgesamt 10.000 Euro in drei gemeinnützige Projekte ein. Für die Wünschewand der evangelischen Kirchengemeinden Lampertheim und der Pfarrei Alfred Delp wurden 1.000 Euro aus dem Stiftungsgewinn übergeben. Sie werden für Wünsche eingesetzt, die beispielsweise mit einem Gutschein erfüllt werden können. Die diakonische Jugendberufshilfe in Lampertheim wurde mit 3.000 Euro bedacht. Hier erhalten Jugendliche beispielsweise Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen. 6.000 Euro erhielt die Tafel Lampertheim, die immer mehr damit zu kämpfen hat, dass Lebensmittelspenden zurückgehen.

    Uta Herwig, Geschäftsführerin der Ökumenischen Diakoniestation Lampertheim, brachte es auf den Punkt: Diakonie sei nicht nur Arbeit sondern auch Herzensaufgabe. „Wir wollen nicht stehenbleiben, wir wollen weitergehen“, blickte sie nach vorne und verriet, dass man, um mit der Zeit und dem Voranschreiten der Digitalität mitzugehen, Ende des Jahres mit einer Plattform für Pflegende online gehen wolle.

    Nadine Schütz

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