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So., 16. Februar 2014, 22:08 Uhr
Buntes närrisches Programm bei der 2. Prunksitzung des Hofheimer Carneval Vereins 1988 e.V. sorgte für Begeisterung
Stimmung pur mit viel „helau“ – spitze war’s beim HCV
Die HCV-Garde begeisterte die Zuschauer der zweiten Prunksitzung im Bürgerhaus Hofheim. Foto: Sigrid Samson
HOFHEIM - Im Bürgerhaus stieg bereits die Stimmung, bevor die Veranstaltung um 19.11 Uhr offiziell ihren Lauf nahm – zahlreiche Stimmungslieder brachten die Gäste in vielfältigen originellen Kostümen in Partylaune. Die Eintrittskarten für die zweite Prunksitzung waren bereits im Vorfeld ausverkauft und so konnten sich die Hofheimer Aktiven über mehr als 350 teilnehmende Närrinnen und Narren erfreuen.
Mit einem dreifach donnernden „Howwe helau“ eröffnete Sitzungspräsident Alexander Scholl die Prunksitzung. „In Lampertheim, der großen Stadt, die einstmals einen Maier hat‘ – da trägt, nach zweimal Urnengang, Verantwortung ein neuer Mann“ begrüßte Scholl Bürgermeister Gottfried Störmer mit Ehefrau sowie zahlreiche weitere Ehrengäste aus Politik. Auch Mitglieder von benachbarten Karneval-Vereinen und die Stadtprinzessin Teresa I. aus Bürstadt mit Gefolge waren zur Prunksitzung gekommen, sowie die Sonnenbotschafterin Christina I.
Der kleinste Nachwuchs des Vereins, die HCV-Wichtel, unter der Leitung von Katrin Scholl und Tatjana Riefler, starteten das Programm und führten gekonnt einen Tanz in Biene-Maja-Kostümen vor. Für stehende Ovationen sorgten auch die HCV-Piccolos, geleitet von Irina Schneider, mit einem modernen Tanz und die traditionelle HCV-Garde, die choreographisch von Judith Biemans unterstützt wurden. Die ersten Raketen vom Publikum ließen nicht lange auf sich warten und es folgten Zugaben der Darbietungen. Die Stimmung im Saal stieg.
„Sauber, kritisch, punktgenau - das ist der Till vom HCV“ stellte der Sitzungspräsident den langjährig in der Bütt aktiven Markus Scholl dieses Mal als Till Eulenspiegel vor. Mit seinem witzigen Beitrag begeisterte auch er die Zuschauer im Saal. „Es ist was faul in uns’rem Land, da zweifelt man an dem Verstand - Spieglein, Spieglein an der Wand“ hielt er einen spitzfindigen, aber dennoch sehr humorvollen Vortrag über Zeitgeschehen und Politik – gefolgt von Zugabe-Rufen und Raketen aus dem närrischen Publikum.
Eine Darbietung der besonderen Art präsentierten die „Nachtschwärmer“ unter der Leitung von Verena Leininger in ihren neonfarben leuchtenden Vogelstrauß-Kostümen und der Saal tobte.
Ob sie nun einkaufen bei „Hager & Mager“ oder doch besser bei „Big & Beauty“ - darüber unterhielten sich Rosemarie Scholl und Martina Vock als die beiden „Quasselstrippen“. Auch um die Probleme in ihrem Alltag mit den Ehemännern und den Plänen für ein Wellness-Wochenende ging es in dem Vortrag der beiden Damen, die seit vielen Jahren zu den Säulen der Howwemer Fastnacht gehören.
Mit Narrhallamarsch begrüßten die Zuschauer das Komiteemitglied Volker Hildebrand als arbeitslosen „Fernsehgucker“. Er unterhielt das Publikum mit einem lustigen Beitrag aus seinem Alltag als leidenschaftlicher Fernsehgucker mit all‘ seinen Schwierigkeiten.
„Bühne frei“ hieß es dann unter dem Motto „Sonne, Sand und Afrika“ mit einem Showtanz vom Feinsten. Die „Riedriewe“ , choregraphisch angeleitet von Judith Biemans, brachten die Zuschauer mit ihren afrikanischen Outfits und den dazugehörenden musikalischen Klängen zum Mittanzen.
Es folgten musikalische Darbietungen von Markus und Alisha Scholl – Vater und Tochter heizten die Stimmung im Saal weiter an.
Auch Hit-Sänger Alexander Scholl erntete viel Applaus mit „und es war Sommer“ von Peter Maffay, „atemlos“ von Helene Fischer und weiteren bekannten Songs, die die Narren gerne lautstark mitsangen. „Es bringen Blumen dann in Scharen – die Damen in den Wechseljahren“ kündete der Sitzungspräsident die Darbietung des Sängers als „Julio Iglesias“ an - der Saal stand Kopf und die Zuschauer standen singend auf den Stühlen oder tanzten mit.
Die „Fraa vun Howwe“, Ortsvorsteherin Rita Rose, tat kund, was die Howwemer alles interessiert, was so im Ort passiert. Unter „Tanzen, lachen, singen, foppen“ folgte eine humorvolle Zeitreise der „Wonneproppen“ vom Baby bis zum Rentner, einstudiert von Martina und Isabell Vock.
Beliebte Schunkelwalzer unter Begleitung der „Note Shaker’s“ durften selbstverständlich nicht fehlen.
Das Männerballett oder die „Knusperstangen“ vom HCV, wie sie Scholl nennt, überraschten diesmal mit einem außergewöhnlichen und sehr humorvollen Auftritt als Bauarbeiter. Nach bekannten Liedern wie „YMCA“ und „Bob, der Baumeister“ durften sie ohne Zugabe für das Publikum die Bühne nicht verlassen.
Heike Hildebrand, diesmal als “Shopping-Queen” im Einsatz, erzählte über ihre Shopping.-Tour in Worms, die sie vor große Herausforderungen stellte. Hildebrand zeigte erneut ihre besondere humorvolle Bühnenpräsenz, mit der sie die Zuschauer in ihren Bann zieht und die man demnächst auch im Fernsehen erleben kann.
Joa Dörfler studierte mit den „Pink Ladies“ einen „Monster“-Tanz ein – ein Augenschmaus und Stimmungsmacher. Die Partysänger Eddy Stöwesand, Karlheinz Bauer und Horst Ackermann rundeten das Programm ab.
Als „Butler“ begleitete das langjährige Mitglied Peter Hebauer die Veranstaltung.
Nach dem Finale mit allen Beteiligten bedankte sich Sitzungspräsident Scholl bei allen Mitwirkenden und dem Publikum und zeigte sich stolz auf den großen Erfolg der Veranstaltung.
Weitere Veranstaltungen des HCV sind neben der Kinderfastnacht am 23. Februar, um 15.11 Uhr, auch die traditionelle Hexennacht am 27. Februar, ab 19.33 Uhr, mit der Live-Band „The Grove Generation“ im Bürgerhaus in Hofheim. Eintrittskarten gibt es im Vorfeld bei IT-Corner Hofheim, Bahnhofstraße 13, und jeweils an der Tages- bzw. Abendkasse. Sigrid Samson