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Mo., 12. Dezember 2022, 13:15 Uhr
BESUCHERMAGNET: Lampertheimer Adventsmarkt des Lionsclubs mit über 30 Ausstellern
Stimmungsvolle Atmosphäre mit faszinierendem Kunsthandwerk, Musik, Gesang und Geschichten
Am Stand von Elke Mayer leuchteten Farben und Lichter. Die Gans aus Holz ist Trägerin einer Lebensweisheit. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Ein prächtiger Weihnachtsbaum im Innenhof der Notkirche, geschmückt mit roten Kugeln und ein historischer Schlitten davor, umringt von Holzbuden und dem Glühweinstand des Lionsclubs, empfingen die zahlreichen Besucher des ersten Lampertheimer Adventsmarktes nach zwei Jahren Zwangspause. Schön kalt war es am Samstag zur Eröffnung geworden, das passende Wohlfühlwetter zum so lange vermissten vorweihnachtlichen Vergnügen, bei dem der feine Winzerglühwein des Lionsclubs zugunsten sozialer Zwecke die Sinne ansprach und wärmte. Schneeflocken sollten erst am Sonntag vom Himmel schweben. Draußen am Grillstand hatte das Lionsteam viel zu tun, um alle hungrigen Besucher mit dreierlei Grillwurstsorten zufrieden zu stellen. Nebenan war die heiße Kürbissuppe stark nachgefragt und am Häuschen der Kita Europaring lockte der Duft von Waffeln und Kaffee. In der Cafeteria war bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit, das Treiben im Saal zu beobachten. Beim Förderverein der Biedensandschule luden viele Tütchen mit selbstgebackenen Plätzchen zum Kauf ein, ganz so wie es schon vor Corona war. Marktleiter Heiner Veltman, der alles im Sinne reibungsloser Abläufe im Blick hatte, erklärte, dass die Kita förderungswürdigen Bedarf angemeldet hatte. Kunsthandwerk war draußen wie drinnen im großen Saal der Notkirche und im kleinen Saal mit großer Vielfalt vertreten, von faszinierender Schönheit und Kreativität geprägt, edel und preislich auf entsprechendem Niveau bis zu den schönen Dingen, die auch vom Taschengeld zu bezahlen waren. Die frischen Tannenbäume aus dem Odenwald wie auch die Engelscharen und zauberhaften Blüten aus Glas hatten ihren Platz unter freiem Himmel. Zur Eröffnung sang der Chor der Schillerschule das Lied „Frohe Weihnacht wunderbar, das ist die schönste Zeit im Jahr“, die Lieder von den Kerzen und vom Advent und ein fröhliches Nikolauslied. Lionspräsidentin Caroline Wahl wies die Besucher in ihrer Begrüßungsrede auf das abwechslungsreiche Rahmenprogramm hin, das musikalisch von den Chören Ephata und Chorisma, dem Ensemble der Musikschule und des Lessing-Gymnasiums, der Katholischen Kirchenmusik und der Alphornbläser gestaltet wurde.
Im Innenhof der Notkirche, der sich nach der Eröffnung bald füllte, dampften Glühwein, Suppe, Grillwurst und Maronen, an den Buden wurde Kunsthandwerk, Ess- und Trinkbares angeboten. Foto: Hannelore Nowacki
„Ich bin überglücklich, dass wir den Adventsmarkt nach zwei Jahren Zwangspause wieder stattfinden lassen können“, sagte sie. Bürgermeister Gottfried Störmer eröffnete die Veranstaltung als Schirmherr und hob das ehrenamtliche Engagement des Lionsclubs wie auch das ganz besondere Flair des Adventsmarkts hervor. Als bereits bekannter Vorleser erzählte er den Kindern wenig später in der Jurte der Pfadfinder Kurfürst Friedrich von der Pfalz Geschichten in der Wärme des lodernden Feuers. Helmut Meister, der künstlerische Leiter des Lampertheimer Adventsmarkts, berichtete im Gespräch mit dem TIP, dass von den über 30 Ausstellern sieben zum ersten Mal dabei waren. „Wir freuen uns alle, dass wir wieder unterwegs sein dürfen“, sagte Meister stellvertretend für seine Ausstellerkollegen. An seinem Stand vor der Bühne konnten die Besucher staunen, wie er mit winzigen Perlen dekorative Kunstwerke vom Herz bis zur Weihnachtskugel schafft. Exklusive Ansichtskarten mit Lampertheimer Motiven und Bildermagnete stellt Christine Schaaban aus Erlangen her, jedoch mit Wurzeln in der Region verriet sie im Gespräch. Elena Dibner aus Neu-Ulm bemalt mit feinem Pinselstrich alles, was die Kürbisfamilie, kaltes Porzellan, Holz und Glas hergeben. Der gemalte Kater Prinz Charles schaute neugierig, ein lieber Prachtkerl, der zuhause schon immer König ist, wie die Künstlerin erklärte. Und schon war der Anhänger verkauft. Bevor sie ihre ausdrucksstarken Damenfiguren mit dem schlanken Kürbishals bemalt, modelliert die Künstlerin zuerst die feine Nase, dann die Arme, Hände und filigranen Finger. Über den stimmungsvollen Adventsmarkt sagt sie: „Wir freuen uns immer auf Lampertheim, hier wird wirklich die Seele warm“. Viele kunstvoll verzierte Weihnachtskugeln aus Glas hat Blanka Eimüller, aus dem Allgäu kommend, seit morgens um 9 Uhr aufgehängt, eine funkelnde Pracht. Daniela Pulwey hat ein Herz für Tiere, die sie in der Natur und in Tierparks erlebt und mit dem Pinsel auf Holzscheiben mit Rinde, zum Beispiel von Birke, Tuja oder Zwetschge erlebbar macht. Wie die kuschelnden Frischlinge, die Bärenfamilie, Pferde und Mäuschen und die bunte Vogelwelt. Besonderes und Exklusives gab es auch hier: Schöne Gedanken, liebe Worte im handgeschriebenen Brief, das alles gelingt mit einem handgefertigten Füllfederhalter aus kunstvoll geschliffenem Holz mit goldener Feder. Oder die Kunst der Seidenmalerei, in mehreren Schichten wurden Wachs und Farben aufgetragen, bis am Ende einzigartige Textilarbeiten entstanden sind. Hannelore Nowacki