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  • Do., 08. August 2019, 08:42 Uhr
    St. Georgs-Pfadfinder geben Debut bei den Ferienspielen

    Stockbrot, Geheimcodes und Lagerleben

    Bei den Pfadfindern vom Stamm Guy de Larigaudie Lampertheim konnten die Teilnehmer der Ferienspiele unter anderem Stockbrot am Lagerfeuer backen. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Am Mittwoch waren die Ferienspiel-Kinder bei den Pfadfindern vom Stamm Guy de Larigaudie Lampertheim zu Gast. Zum ersten Mal konnten diese die Teilnahme ermöglichen, denn in den Jahren zuvor überschnitten sich die Ferienspiele mit den Aktivitäten rund um das Zeltlager. Dass dieser Termin ausgerechnet auf einen verregneten Vormittag traf, tat der guten Laune unter den Pfadfindern und ihren Gästen keinen Abbruch. Unter der großen Jurte, dem Zelt der Pfadfinder, der aus mehreren Bauwagen improvisierten Aufenthaltsgelegenheit und dem gepflasterten Vordach-Bereich ließen sich wunderbar alle Stationen im Trockenen bewältigen. „Wir machen ja auch Feuer bei Regen“, schmunzelt Tim Siegel, Gruppenleiter der Wölflinge im Alter von 6 bis 10 Jahren. Immer wieder erklärte er den Mädchen und Jungen beim Kerzenziehen, wie es am besten gelingt, sich eine schöne Kerze zu erarbeiten: Mit Geduld.

    Geduld war auch am Lagerfeuer gefordert, denn wer ein leckeres Stockbrot essen wollte, musste es sich zunächst backen und den um einen Stock gewickelten Teig für etwa zehn Minuten über die Glut halten. In den selbstgebauten Schwedenstühlen, die rund um das Feuer platziert waren, fiel das aber nicht schwer. Zudem wurde die Ausdauer mit einem Schokoriegel belohnt, der – ins noch warme Brot gesteckt – für ein süßes Highlight sorgte. Das Stockbrot komme immer gut an, auch bei den Erwachsenen, weiß Alex Tybussek. Die Großen freuten sich dann auch schon mal über Speck, Röstzwiebeln und Käse als Füllung, verriet er.

    Wer sich lieber körperlich betätigen wollte, konnte sich am Aufbau einer kleinen Jurte versuchen – und sich zur Belohnung auch gleich unterstellen. Auch die Knotenkunde wurde thematisiert und wer es verstand, hatte wortwörtlich im Handumdrehen passende Knoten für verschiedene Situationen gelernt. Noch mehr Wissen konnte man sich beim Codieren und Decodieren geheimer Botschaften aneignen, oder beim Morsen mit der Taschenlampe.

    Viel zu schnell verging der Vormittag auf dem weitläufigen Gelände der Pfadfinder. Man darf sich aber schon jetzt auf ein Wiedersehen freuen: Am Kerwe-Sonntag wird im Garten des Gemeindehauses der St. Andreas-Gemeinde der bereits wohlbekante Andreasbraten aufgetischt (Bons sind ab sofort im Gemeindebüro erhältlich) – nicht nur für Wölflinge und diejenigen, die es werden wollen. Wem das zu lange dauert, ist herzlich eingeladen, einfach mal montags um 18:00 Uhr bei einer Gruppenstunde im Pfadfindergarten (zwischen der freien Tankstelle an der B44 und dem Hollerngraben) reinzuschnuppern. Nadine Schütz

     

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