Bürgermeister Störmer weihte mit EWR zwei Ladepunkte ein
Strom fürs Auto an der Hans-Pfeiffer-Halle
Eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten ermöglicht die gleichzeitige Versorgung zweier E-Fahrzeuge. Zur offiziellen Inbetriebnahme an der Hans-Pfeiffer-Halle begrüßten Bürgermeister Gottfried Störmer und Fachbereichsleiter Uwe Becher den EWR-Vorstand Stephan Wilhelm (links) und EWR-Kommunalbetreuer Hubert Diehl. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Auf zwei Parkplätzen vor der Hans-Pfeiffer-Halle im Weidweg ist der grüne Teppich ausgerollt, nicht erst seit Dienstag, die Markierung gibt es schon länger. Zur offiziellen Inbetriebnahme der EWR-Stromladesäule mit zwei Ladepunkten am Dienstagnachmittag mit Bürgermeister Gottfried Störmer und Uwe Becher, Fachbereichsleiter Verkehr, Sicherheit und Ordnung, waren EWR-Vorstand Stephan Wilhelm und EWR-Kommunalbetreuer Hubert Diehl aus Worms gekommen, der eine mit einem großen Audi e-tron, der andere mit dem kleinen elektrisch betriebenen „Herzmobil“. Bürgermeister Störmer gab seiner Freude Ausdruck, in Lampertheim ein weiteres Stück voranzugehen in der Versorgung der Autofahrer, mit der Absicht Stromladesäulen an weiteren Standorten zu platzieren. Eine weitere Ladesäule gebe es bereits am Rathaus-Service. Den Bürgern solle die Möglichkeit gegeben werden, ihre Wagen mit Strom zu laden. „Auch, wenn wir heute noch nicht wissen, ob Strom die Zukunft ist“. Von 34 in Lampertheim zugelassenen E-Fahrzeugen wusste Fachbereichsleiter Becher zu berichten, dazu 98 Hybridfahrzeuge. Ein Geschenk macht EWR in der Eröffnungsphase allen, die in den nächsten drei Monaten an der Hans-Pfeiffer-Halle Halt machen – die Batterien ihres Elektroautos werden kostenfrei aufgeladen. Laut Kraftfahrtbundesamt sind rund 83.000 Elektro- sowie 341.000 Hybridfahrzeuge in Deutschland angemeldet, ist dem Faktenblatt von EWR zu entnehmen. Mit 100 Prozent Ökostrom werde geladen, wobei die Ladedauer bei maximaler Ausgangsleistung etwa 60 Minuten betrage. Sein Kleinwagen sei schon nach 40 Minuten geladen, meinte Kundenbetreuer Diehl. Diese Schnellladung sei bis zu 10 Mal schneller als an einer normalen Haushaltssteckdose. Zahlen kann man das Laden mit Vertrag, Kreditkarte und PayPal. EWR-Vorstand Wilhelm sagte mit Blick auf weitere Ladesäulen in Lampertheim: „Wir freuen uns, dass Lampertheim bereit ist, diesen Weg mit uns zu gehen“. Er sei sehr überzeugt, dass Elektrofahrzeuge die umweltfreundlichste Form der Mobilität seien, aber „was die Autos an Strom ziehen, ist schon enorm“. Das Licht würde ausgehen, wenn bei jetziger Auslegung des Stromnetzes alle Fahrzeuge elektrisch fahren und abends gleichzeitig laden würden. EWR wolle ein flächendeckendes Netz von Ladestationen in Rheinhessen und im Ried ausbauen. In Betrieb seien zurzeit 42 Ladestationen, für 2019 befänden sich weitere sechs in der Planungs- oder Bauphase. Allein auf dem Firmengelände seien vierzig Ladesäulen für die Mitarbeiter vorhanden. Wilhelm sprach von einer „Investition in die Zukunft“, noch sei das EWR-Ladenetzwerk kein entwickelter Geschäftsbereich – ein Hinweis auf die Ertragslage. Ladesäulen sollen vor allem an strategischen Stellen installiert werden, wo sich die Menschen länger aufhalten wie bei Veranstaltungen oder beim Sport. Hannelore Nowacki