Di., 28. Januar 2014, 21:35 Uhr
CDU will Ersatzneubau als Alternative prüfen lassen
Stromtrassenbau im Ried
BÜRSTADT/RIED - Die CDU Bürstadt hat die Pläne des Netzbetreibers Amprion zum Bau einer Hochspannungsverbindung zwischen Pfungstadt und Wallstadt beraten. In einer gemeinsamen Sitzung von Partei- und CDU-Fraktionsvorstand hätten Fraktionschef Thomas Möller, Parteivorsitzender Alexander, Bauausschussvorsitzender Jürgen Eberle und Reinhold Tremmel als CDU-Vertreter am Runden Tisch Energie zunächst von ihrer Teilnahme am Info-Abend des Netzbetreibers Amprion in der TSG-Halle über die möglichen Trassenkorridore berichtet. „Da kommt ein Stromautobahn im Ried auf uns zu“, charakterisiert Alexander Bauer die Planungen des Projektes Ultranet mit seinen 340 Kilometer langen Leitungen als „Auswirkungen der beschlossenen Energiewende“. Deshalb will die CDU sich konstruktiv und zugleich kritisch mit dem Projekt auseinandersetzen und bittet die Stadtverwaltung, im anstehenden Planungsverfahren lokale Bedenken und Forderungen zu klären. So wollen die Christdemokraten Mindestabstände des Trassenbaus zu bestehenden Wohngebieten sichergestellt wissen. Außerdem müsse geklärt werden, ob etwaige künftige städtische Entwicklungsflächen mit Beeinträchtigungen belegt werden. Als Hauptkritikpunkt hat die CDU den geplanten Parallelneubau ausgemacht. Amprion plant im Westen von Bürstadt zu den bestehenden Strommasten eine zusätzliche Streckenführung zu bauen. „Das verbraucht zusätzliche Fläche“, ist sich CDU-Fraktionssprecher Thomas Möller sicher. Seine Fraktion will deshalb prüfen lassen, ob nicht etwa mit einem Ersatzneubau die bestehende Trasse durch höhere und leistungsfähigere Strommasten ersetzt werden könne. Um die Positionen der betroffenen Kommunen im Ried zu koordinieren, will die CDU das Thema auch in einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft „Mittelzentrum Ried“ beraten. zg