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Mo., 17. August 2015, 09:11 Uhr
Junge Künstler waren mit KIL-Hilfe in den Ferien kreativ
Summertime-Vernissage mit eindrucksvollen Kunstwerken
Ihnen hat das künstlerische Arbeiten in den „Summertime“-Ferienworkshops der Stadtjugendförderung bei der Künstler-Initiative Lampertheim (KIL) großen Spaß gemacht: Nele Schmidt hat nach der meditativen Zentangle-Methode gezeichnet, Hannah Ueltzhöffer formte einen ausdrucksstarken Kopf und Marcel Kapper gab John Wayne in Eichenholz Gestalt. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Der Sommer ist noch nicht vorbei, aber die Summertime-Ferienzeit für die Ü12-Jugend bei den diesjährigen Ferienspielen ist zu Ende. Kunst und Kreativität lebten junge Künstler in vier Workshops aus, deren faszinierende Ergebnisse am Freitagabend bei einer zweistündigen gut besuchten Vernissage in der „Alten Post“ in der Schulstraße zu sehen waren. An vier Tagen waren die Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis fünfzehn Jahren bei der Künstlerinitiative Lampertheim (KIL) in den Räumen der „Alten Post“ zu Gast und arbeiteten an ihren Werken – teilweise bei tropischen Temperaturen, was Manfred Scholz von der Stadtjugendförderung besonders bemerkenswert fand. Jeder kann mitmachten, betonte Scholz, denn ein Shuttlebus brachte die Kinder nach Hofheim und auch zur Vernissage wurde ein Fahrdienst angeboten. Im Ausstellungsraum bewunderten die Besucher die zahlreichen Kunstwerke, draußen war Grillen angesagt. Der Grillmeister hatte die Holzkohlenglut rechtzeitig entfacht, so dass die jungen Künstler und Gäste leckere Grillwurst genießen konnten. „Weck und Worschd“ waren von der Künstler-Initiative gestiftet, so wie es schon Tradition sei, erzählte Bernhard Hossner. Was mag John Wayne im Eichenholzformat wiegen? Hossner als Workshop-Leiter für die Fantasien in Holz kennt das Gewicht der Kunstwerke. Mit fast zehn Kilogramm gehört der Westernheld, dem Marcel Kapper Profil gegeben hat, zu den Schwergewichten der Ausstellung. Andere Workshop-Teilnehmer haben sich der Tierwelt angenommen. Freundliche Bärchen schauten die Besucher an, ein hochgewachsener Königspinguin und ein Löwe standen friedlich auf dem Ausstellungstisch zusammen, wobei der Löwe auch durch die feine Bearbeitungstechnik von Fell und Mähne beeindruckte. Im Workshop mit Gabriele Koblitz lernten die Kinder und Jugendlichen die Zentangle-Methode des Zeichnens mit feinem, schwarzem Faserstift kennen. Kleines Format, große Wirkung – so stellten sich die gerahmten Zeichenarbeiten dar. Nele Schmidt hatte ihr kleines Kunstwerk, das zum genauen Betrachten einlädt, weiß gerahmt. Erstaunliches lässt sich mit nur sechs Mustern innerhalb von zwei Stunden erzielen – die Muster hatte die Workshop-Leiterin den jungen Künstlern vorgegeben. Daraus entstanden Bilder mit ganz unterschiedlicher Wirkung. Zeichnen und Meditation finden bei dieser Methode zusammen. „Man wird ruhig und konzentriert“, erklärte Koblitz, „und jedes Bild hat seinen eigenen Charakter“. Eindrucksvolle Kunstdrucke für das eigene Zimmer schufen die Workshop-Teilnehmer bei Heike Kissel-Eltrop. In einem ersten Arbeitsschritt ritzten die Jugendlichen Gesichter, Konturen und Figuren in dünne Styroporplatten, die später mit mehreren Farben als Druckplatten dienten. Ganz normale Abtönfarben, die mit Wasser vermalbar sind, wurden dafür verwendet. Bei Anette Jansen waren unter dem Motto „Beton einmal anders” markante Köpfe entstanden – vom Bärenkopf bis zum Schweinskopf. Einen Charakterkopf mit dicken Lippen hatte Hannah Ueltzhöffer aus dem Künstlerbeton geformt. Bei allen Betonarbeiten gaben eine Styroporkugel und Hasendraht den sicheren Halt. Die Betonkatze mit freudig erhobenem Schwanz stellte wegen der Statik eine besondere Herausforderung dar – sogar drei Styroporkugeln waren nötig gewesen. Wie Gabriele Koblitz in Vertretung für ihre Kollegin Jansen erklärte, sei es bei den Betonarbeiten so heiß gewesen, dass die Trocknung schon bei der Bearbeitung einsetzte und die jungen Künstler eine besondere Herausforderung zu bewältigen hatten. Hannelore Nowacki