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  • So., 24. Januar 2016, 20:08 Uhr
    Prunksitzung des CCRW Lampertheim in der Hans-Pfeiffer-Halle mit Büttenreden, Showtanz- und Gesangsdarbietungen

    „Superhelden” begeisterten die Narrenschar

    Die „Modern Funkengarde” des CCRW zeigte eine originelle und stimmungsvolle Darbietung als „Super Mario". Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM – „Nur wer lebt, liebt und lacht – dem gehört die Fassenacht“ – wahre Worte zur  fünften Jahreszeit aller Karneval-Begeisterten. Vereinsvorsitzender Freddy Herweck begrüßte mit einem dreifach-donnernden Helau gemeinsam mit Sitzungspräsident Markus Gutschalk und weiteren Verantwortlichen aus den Vereinsreihen des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß 1956 e.V. Lampertheim das Publikum in der Hans-Pfeiffer-Halle zur diesjährigen Prunksitzung. Ein buntes karnevalistisches Programm, gespickt mit mehreren Highlights, erwartete die Gäste. Mit originellen Büttenreden, Showtänzen, Partymusik und weiteren Überraschungen sorgten die Mitglieder des CCRW gemeinsam mit einigen Gästen befreundeter Vereine für einen großartigen stimmungsvollen Abend mit viel Spaß, Humor und guter Laune.

    „Viel Freude, Frohsinn, Heiterkeit wünsch' ich euch zur Fastnachtszeit“ - damit eröffnete Herweck nach dem Einmarsch der Gardemajore gemeinsam mit der Stadtprinzessin Gerda I. und der als Musketiere verkleidete Gruppe „The New Generation“ die Veranstaltung. Zu den Ehrengästen zählten der Erste Stadtrat und gleichzeitiger Senator Jens Klingler, Mitglieder des Freundschaftsvereins Carneval Club Eich mit dem Prinzenpaar Lena und Tobias I., zahlreiche Mitglieder weiterer Lampertheimer Karneval-Clubs, Ex-Prinzessinnen und Prinzen sowie ehemalige Senatoren, die Ehrensenatoren Margit Selb und Alfred Grasmück. Auch Gäste vom Faschingsverein „Guud druff“ aus Bürstadt waren dabei, um mitzufeiern.

    Auch Tanzmariechen dürfen bei einer Prunksitzung nicht fehlen - Sophia Karb bei ihrem gelungenen Auftritt. Foto: Sigrid Samson


    Unter die bunte Narrenschar im voll besetzten Saal mischten sich fantasievoll kostümierte Karnevalisten: Teufel, schrille Hexen, lustige Clowns, Tiger oder Piraten – aber auch Mönche und Nonnen, Bob der Baumeister, Obelix, Feuerlöscher und uniformierte Kapitäne und Piloten waren darunter zu finden. „Das Wasser ist knapp – jetzt füllen wir euch mit Prosecco ab“ sangen die Mädels der Showtanzgruppe „Fantasy“ zur Melodie des Weihnachtslieds Feliz Navidad in ihren anmutigen roten Kostümen, tanzten dazu und verbreiteten sogleich gute Stimmung im Saal. Einen peppigen Marsch führten die 4 jungen Damen der Juniorengarde auf, die damit viel Applaus und die erste Rakete des Abends vom Publikum ernteten. Tatjana Bopp-Montag und Jesina Litters hatten die Choreographie des schwungvollen Tanzes einstudiert und freuten sich, dass die Gäste eine Zugabe des gelungenen Auftritts forderten.

    Mit der Eleganz des Rokoko schritten die Kleinsten mit venezianischen Masken, weißen Perücken mit Zöpfen und in den passenden Gewändern dieses Stilzeitalters auf die Bühne. Die Minigarde unter der Trainerin Rita Irrgang und Betreuerin Manuela Gottselig faszinierten die Besucher mit ihrem grandiosen Auftritt und bewiesen, dass sich der Verein über tollen Nachwuchs freuen kann. Auch die Kleinen erhielten für ihre Darbietung einen Orden und eine Packung süße Schokoladenküsse dazu. „Von den Kleinsten hin zu den Größten“ kündigte Gutschalk die zehnköpfige Funkengarde an. Auf ihren Tanz zum Lied „Wahnsinn, warum bringst du mich in die Hölle“ war auch ihnen eine Rakete gewiss. Ilonka Grosch ging als „Fraa Schnadderich“ in die Bütt. „Ich trau mich net, känne die mol en Klatschmarsch mache“ zeigte sich sich zunächst zögerlich, in die Bütt zu gehen – ihr jahrelanger Traum wurde wahr. Mit ihrem originellen Kostüm und passendem Hut fragte sie das Publikum: „Mit der Figur unn denne stramme Knie – bin ich net die perfekte Danzmarie?“ Sie demonstierte ihr Erlerntes vom klassischen Ballettunterricht und forderte alle zum Mitmachen auf – auch der Elferrat blieb nicht verschont und machte die Übungen eifrig mit – „den linke Fuß niwwaschrauwe und der rechte guckt uff die anna Seid“. Den 'Spreizfallschritt in den Spagat' hätte sie gerne vorgemacht - „doch hab ich Angschd, dass dann die Bühne hier kracht“. 5 Männer habe sie damit verbraucht, die hatten sich hierbei nämlich alles verstaucht. „Weltweit der Hit“ folgte der „vierfach eingesprungene Tranpeltierschritt“. Auf

    Foto: Sigrid Samson


    diese Übungen hin brauchte das Publikum dringend eine Schunkelrunde, um die Arme und Beine wieder zu entwirren - zur Musik der „Zwoa Spitzbuam“ wurde geschunkelt und gesungen. Spätestens zur Guggemusik der Büchenauer „Brasselschorra“ hielt es keinen mehr auf dem Sitzplatz und die Stimmung stieg. Erste Polonaisen setzten sich in Gang, bis sich eine Riesenschlange kostümierter Narren gebildet hatte, die durch die ganze Halle zog – singend und tanzend zu Liedern wie „Sternenhimmel“, „Völlig losgelöst“ oder „Marmorstein und Eisen bricht“.Die beiden Tanzmariechen Sophia und Sophie durften selbstverständlich nicht fehlen. Die Trainerinnen Theresa Ohl und Ann-Kathrin Andres konnten stolz auf ihre Schützlinge sein. Mit Zauberwürfeln und wilden Lockenperücken begeisterte die Showtanzgruppe „Galaxy“ in neonfarbenen Kostümen die Faschingsfans mit ihrem fetzigen Auftritt und lud mit ihrem 80er Jahre-Motto zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Zu „99 Luftballons“ ließen sie zum Schluss bunte Luftballons steigen und durften ohne eine Zugabe die Bühne nicht verlassen.

    Nach einer Ehrungs- und Ordensrunde langjährig verdienter Mitglieder, die hierfür mit den Jahresorden auf der Bühne ausgezeichnet wurden, betrat Patrick Brenner, Vizepräsident des Freundschaftsvereins HCV Bürstadt die Bühne als „Fraa Owweloch“ und brachte mir seiner Büttenrede und zahlreichen Wortspielereien die Gäste zum Lachen.

    Foto: Sigrid Samson


     

    Nach der Pause stand einer der Höhepunkte des Abends auf dem Programm. Getreu dem diesjährigen Motto „Der CC Rot-Weiß möchte melden: wir gehen unter die Superhelden“ betrat der Elferrat die Bühne für seinen 'Helden'-Auftritt, verkleidet als Batman, Spiderman, Superman oder Hulk. Nach tobendem Applaus und einer Zugabe zogen sich die Helden wieder in das „Super-duper-Helden-Hauptquartier“ zurück. Das Männerballett „Fireboys“ des 1. Riedrodner Fastnachtsclubs 2010 „Die Brunnebutzer“ erheiterten ebenfalls das Publikum – als Ballerinas tanzten sie zu „Verdammt ich lieb' dich“ und das Lachen war nicht mehr aufzuhalten. Als Überraschung folgte der Einmarsch des Bürstädter Prinzenpaars Erhard und Silke I, die dazu aufriefen, die angestrebten 33 Umzugsnummern beim Lampertheimer Faschingsumzug wahr zu machen und teilzunehmen – sie werden ebenfalls mit von der Partie sein. Für eine äußerst gelungene Überraschung sorgte Jesina Litters, 2. Vereinsvorsitzende, mit ihren Gesangsdarbietungen, darunter „Die Hölle morgen früh“ und „Tornero“ - unterstützt beim Einstudieren der Lieder wurde sie von der Lampertheimer Sängerin Barbara Boll, die hierfür einen Blumenstrauß erhielt. Frank Bauer, 5 x 11 Jahre Jubiläumsprinz Frank I., ging als „Frank aus Lambade“ in die Bütt und frotzelte unter anderem über die Nachbarstadt Bürstadt. Und weil es so schön war, traten die „Fantasy“-Mädels nochmal mit ihrem Prosecco-Lied auf und leiteten in eine weitere Schunkelrunde über. Das Bat-Mobil wurde plötzlich als Schatten an die Hallenwand projiziert, die Batman-Musik ertönte, und allen war klar, dass Batman nicht mehr weit war. Das CCRW-Männerballett „LA. Hopser“ unter der Tainerin Ulla Herweck betrat die Bühne. „Auch Superhelden brauchen mal Urlaub“ - die Männer zogen Baströckchen und Basthüte an und tanzten zu „Ab in den Urlaub“. Sie wagten sich auch an einen Limbo-Tanz und heizten die Stimmung im Saal weiter auf – auch Freddy Herweck und Markus Gutschalk waren mit Eifer dabei und belustigten das Publikum. Wie jedes Jahr, gab es auch diesmal wieder eine Show-Einlage von Rainer Anthes als „Rosi Deluxe“ - dazu beleuchtete die Discokugel den Saal. Ein weiteres Highlight folgte mit dem Show-Tanz der „Modern Funkengarde“. Die Mitwirkenden präsentierten sich als der populäre „Super Mario“, der in den 80er Jahren als Videospielfigur und Maskottchen weltberühmt wurde – ein äußerst witziger und origineller Tanz, der viel Beifall erntete. Alle Mitwirkenden zogen anschließend zum großen Finale gemeinsam auf die Bühne.

    Nach dem vierstündigen Programm war es für die Superhelden an der Zeit, das „Super-duper-Helden-Hauptquartier“ für diesen Tag zu schließen, bevor es mit musikalischer Unterhaltung der „Zwoa Spitzbuam“ in der Halle noch eine Weile weiterging. Währenddessen startete „DJ Spanish Fly“ im Foyer der Halle mit Partymusik – eine lange Aftershowparty folgte auf die wieder einmal äußerst gelungene und stimmungsvolle Prunksitzung des CCRW, die gute Laune und Frohsinn versprühte. Sigrid Samson

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