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Di., 23. Februar 2016, 11:17 Uhr
FDP Lampertheim setzt sich für Lückenschluss an Ostumgehung ein / Querverbindung zu B 44 als Alternative
Symbolischer Spatenstich für seenahe Grünzugtrasse
Mit einem provisorischen Spatenstich möchten die Lampertheimer Liberalen auf die Bedeutung der Ostumgehung aufmerksam machen. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Mit großen Zielen geht die FDP in die Kommunalwahl und die nächste Legislaturperiode der Stadtverordnetenversammlung. Ein Schwerpunkt liegt für die Liberalen dabei auf der Verkehrsentlastung für die Innenstadt. Zwingend erforderlich sei dazu ein Punkt, der bereits seit vielen Jahren immer wieder in der Diskussion ist und nun mit großem Einsatz vorangetrieben werden soll: Die Ostumgehung mit Lückenschluss zur Wormser Straße.
„Wir wollen dieses Thema voranbringen und haben dazu heute zu einem provisorischen Spatenstich eingeladen”, erläuterte Helmut Hummel im Rahmen eines Vor-Ort-Termins an der Rosenaustraße. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, René Hock, war eigens hierzu aus Wiesbaden angereist, um seinen kommunalpolitischen Mitstreitern den Rücken zu stärken.
Es gebe zwei Alternativen, so die Lampertheimer FDP: Einerseits die Grünzugtrasse, die möglichst nah an den Seen verlaufen soll um die Anwohner vor Lärm zu schützen. Hierfür hatte es bereits eine politische Mehrheit gegeben, als in der Stadtverordnetenversammlung eine Koalition aus CDU, FDP, Grünen und Freien Wähler entsprechende Strukturen in die Wege geleiten hätten.
Und andererseits eine Querverbindung zwischen der Lache und der B 44. „Hier haben wir bereits vor Jahren einen Prüfantrag eingebracht, so Helmut Hummel. Positiv hierbei wäre besonders ein mögliches gemeinsames Gewerbegebiet mit Bürstadt.
Keine Alternative sei die sogenannte Rosenautrasse direkt zwischen den Seen hindurch. Hierbei handele es sich um eine innerstädtische Straße, so dass es keine Fördermittel des Landes gebe. Und auch sonst sei diese Variante zu kostspielig.
„Egal welche Alternative: Die Stadt macht keine Anstalten, um dieses wichtige Thema in den Bedarfsentwicklungsplan und auf die Projektliste des Landes zu bekommen, damit sich an der mehr als unbefriedigenden Verkehrssituation in Lampertheim etwas ändern kann”, ergänzte Hummel. „Dabei brauchen wir dringend die Unterstützung aller Beteiligten und des Landes, um das Projekt in den Landesentwicklungsplan einzubringen.”
René Hock unterstrich die Bedeutung des Engagements der Kommunen in diesem Bereich. „Das Land Hessen hat nur begrenzte Mittel für den Straßenbau zur Verfügung, die derzeitige Landesregierung investiert nicht in den Straßenneubau, sondern vielmehr in den Erhalt der bestehenden Straßen.” Dennoch sei dies kein Hindernis, um zum jetzigen Zeitpunkt in intensive Planungsarbeiten einzusteigen. Denn „das Land engagiert sich nur, wenn es klare Mehrheiten vor Ort für ein solches Projekt gibt und Einvernehmen über eine mögliche Trassenführung herrscht. Denn eine Planung und Umsetzung erstreckt sich über Jahre – eine breite Mehrheit garantiert eine wirkliche Durchführung.”
Als besonders attraktiv bezeichnete Hock die Idee, im Zug der möglichen Ostumgehung ein gemeinsames Gewerbegebiet für Lampertheim und Bürstadt zu schaffen. „Solch interkommunale Zusammenarbeiten werden im Land sehr positiv gesehen und auch entsprechend gefördert„, machte er auch für die wohl teurere und schwieriger umzusetzende Maßnahme Mut.
„Die Infrastruktur muss wieder mehr auf die politische Tagesordnung. Hier gibt es eine einleuchtende Lösung, die für die Stadtentwicklung sehr wichtig ist – sei es nun die seenahe Grünzugtrasse oder die Alternative an der Lache”, waren sich alle Beteiligten einig. Benjamin Kloos