Neues Solo-Kabarett von Peter Gutschalk startet mit Premiere im April im Gasthaus „Zur Krone“ und Vorpremiere in der Siedlerhalle
„Tabula Rasa - MundART alla geht doch“
Peter Gutschalk startet sein neues Solo-Kabarett-Programm – bekannt ist er auch durch seine Auftritte mit dem Schlappschnuut-Theater. Archivfoto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Im Endspurt der Vorbereitungen erwartet der gebürtige Lampertheimer Peter Gutschalk voller Vorfreude die Präsentation seines fünften Soloprogramms unter dem Motto „Tabula Rasa“. Im Rahmen eines Pressegesprächs verriet der über die Grenzen der Spargelstadt hinaus bekannte und beliebte Hobby-Kabarettist so einiges über sein neues Programm, das ab April aufgeführt wird. Bekannt ist Gutschalk auch als Ensemble-Mitglied des Schlappschnuut-Theaters.
Wer möchte nicht einmal auf null zurückfahren und Situationen oder Dinge in entspannter Gelassenheit betrachten? Mit Gutschalks Ritt auf der kabarettistischen Rasierklinge, einem Mix aus Kabarett, Theater und MundART zeigt er in seinem neuen Programm die unterschiedlichsten Typen, die auf skurrile, lustige, aber auch ehrliche Art und Weise reinen Tisch machen. Egal, ob es um die Einladung zu einem Fest bei der besten Freundin seiner Frau geht oder um die Frage, wie sozial denn die sozialen Netzwerke tatsächlich sind; warum wir jung bleiben wollen, was die Presse von früher zu heute unterscheidet oder um die schönste Zeit im Jahr: der Jahresurlaub mit der Familie. All diese Themen nimmt Gutschalk als Grundlage für seine humoristischen Beiträge. Er lacht gerne über sich selbst und hofft mit seinem Kabarett, dass andere das auch tun können. Grundsätzlich versteht sich der Hobby-Kabarettist, der noch gerne mitten im Berufsleben steht, als Unterhalter, Gaukler und Geschichtenerzähler.
Bereits mit den vergangenen Solo-Programmen „Tohuwabohu“, „Ich wär' soo gern in Held“, „Waäs Waas werds Wisse“ und „Waäs Waas werds Wisse – Reloaded“ konnte Gutschalk zahlreiche Mitbürger aus Lampertheim und der Umgebung begeistern. Die Motivation, die diesjährigen Veranstaltungen im Gasthaus „Zur Krone“ durchzuführen, entstand nach der äußerst positiven Resonanz im vergangenen Jahr, als sie zum ersten Mal dort präsentiert wurden. Auch auf ein kurzfristiges Engagement Gutschalks auf der letzten Erdbeerkerwe im Stadtteil Rosengarten erhielt er positives Feedback.„Ich werde dieses Jahr 60“, erwähnte er - „da kann man schon mal im komödiantischen Sinne bissel Tabula Rasa machen“, fügte er schmunzelnd hinzu. Dabei wird er in die Rollen von verschiedene Personen schlüpfen und dabei die zentralen Themen Heimat, soziale Netzwerke und ewige Jugend im kabarettistischen Sinne angehen. Gutschalk selbst erinnert sich gerne an die früheren Familienfeste, die sehr schlicht gehalten waren und bei denen einfach das Wohnzimmer für die Gäste ausgeräumt wurde. „Heutzutage werden regelrechte Events daraus gemacht, bei dem sich die Gastgeber gegenseitig übertreffen wollen“, wie er scherzend anmerkte. Dieses Thema griff er gerne in seinem Programm auf. Soziale Netzwerke bringen Menschen sinnvoll zum interagieren und kommunizieren – allerdings nicht nur das. Auch hierzu findet Gutschalk amüsante Geschichten, die er zum Besten geben wird. Er greift auch ein weiteres Lieblingsthema auf: „forever young“. „Dieses Thema bietet viel Futter für einen Kabarettisten“, meinte er. Es sei für viele ein brisantes Thema – nicht zu verachten der Hype, der daraus gemacht wird. Mit einem Familienthema schließt er sein Programm ab: Der Familienurlaub. Die unterschiedlichen Auffassungen der beteiligten Personen von einem gelungenen Urlaub sowie die dazugehörigen zwischenmenschlichen Themen versetzt er mit einer locker leichten kabarettistischen Note. Die Ideen für sein Programm entstehen generell im Alltag. Beispielsweise diente ihm eine Renovierung im vergangenen Jahr als „reichliche Fundgrube“. Holger Selb, mit dem er bereits seit 30 Jahren zusammenarbeitet, wird ihn bei seinem eigens kreierten Solo-Programm als Techniker unterstützen. Die musikalische Begleitung übernehmen Musikeinspieler von Frank Hurrle. Für das Bühnenbild zeichnet sich Horst Lotterhoss verantwortlich.
Eine Highlight verriet Gutschalk bereits: Er wird Lieder von zwei Künstlern in einer Lampertheimer Version aufführen. Zum einen das Lied „Heimat“, worüber er nicht mehr verraten wollte; zum anderen ein Lied von Ingo Insterburg, dem bereits verstorbenen Musik-Kabarettisten und Komiker, der Gutschalk vor vielen Jahren inspiriert und motiviert hatte, selbst auf die Bühne zu treten. Mehr wollte er jedoch nicht verraten – das Publikum kann sich auf ein garantiert amüsantes Abendprogramm freuen, bei dem die Lachmuskeln ordentlich strapaziert werden. Auch Heinz Erhardt und Otto Walkes wollte Gutschalk in diesem Zusammenhang als inspirierende Persönlichkeiten unbedingt nennen.
Auch eine eventuelle Open-Air-Veranstaltung sei im Gespräch, wie Gutschalk mitteilte. Er verriet auch, dass bei der November-Aufführung im Meute-Keller in Neuschloß mit dem Zusatz „Spezial mit Gästen“ der ein oder andere Bekannte mit ihm spielen wird. Die Besucher können gespannt sein.
Der Kartenvorverkauf für die Veranstaltungen im Krone Saal, die jeweils um 20 Uhr beginnen, startet am 1. März im Gelben Kiosk Anja Kress in der Bürstädter Straße in Lampertheim sowie im Salon Papa in der Arndtstraße 6. Die Premiere findet am 6. April im Krone-Saal statt, weitere Termine sind am 13. April, 12. Oktober und 26. Oktober. Zudem findet am 8. November ein Spezial mit Gästen im Meute-Keller in Neuschloß statt. Sigrid Samson