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  • Mi., 19. September 2018, 12:09 Uhr
    Henning Harnisch, Mitglied des Schattenkabinetts der hessischen SPD, informierte sich vor Ort über Kanu-Akademie 

    „Talentförderung und Schule müssen Hand in Hand gehen"

    Henning Harnisch, Mitglied des Schattenkabinetts der hessischen SPD (l.), machte sich vor Ort ein Bild über die Kanuakademie Lampertheim. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Der Spätsommer zeigte sein schönstes Gesicht, als Henning Harnisch, ehemaliger Basketball-Profi und Mitglied des Schattenkabinetts der hessischen SPD, am Dienstag in die Spargelstadt kam, um sich über die Kanuakademie Lampertheim zu informieren. Dabei konnte er sich direkt ein Bild eines weiteren Schwerpunktes in Lampertheim machen: Der Situation am Altrhein, der aufgrund des langen Sommers derzeit einen starken Wassertiefstand zu verzeichnen hat.

    Henning Harnisch soll das Regierungsteam als Beauftragter für Sport und Teilhabe verstärken. Er weiß, welche gesellschaftliche Bedeutung die Förderung von Sport und Vereinen hat: „Sport ist mehr als Freizeitbeschäftigung und braucht deshalb auch endlich wieder die entsprechende Unterstützung vom Land.”

    „Ich freue mich, dass Du hergekommen bist – nicht nur in meinen Wahlkreis, sondern auch in meine Heimatstadt”, begrüßte SPD-Landtagskandidat Marius Schmidt Henning Harnisch „an einem der schönsten Flecken Lampertheims, dem Altrhein. Hier ist gleichzeitig die Geburtsstätte zahlreiche nationaler und internationaler Erfolge des WSV Lampertheim, in dessen Räumen die Kanuakademie betrieben wird.” Der SPD-Landtagskandidat hob die weiteren Vorteile des Standortes hervor: „Viele Sportstätten sind hier am Altrhein in unmittelbarer Nähe, ebenso wie zahlreiche Schulen. Wir haben hier einen echten Sport- und Bildungscampus.”

    Dieser müsse gestärkt werden, dazu sei auch die Erhaltung des Altrheins von höchster Bedeutung. Marius Schmidt nutzte daher die Gelegenheit, für den Altrhein zu werben. „Es ist wichtig, den Altrhein zu erhalten und vor einer Verlandung zu schützen – für die Natur, den Wassersport, zur Naherholung und für den Tourismus.”

    Die Kanuakademie selbst sei ein Vorzeigeprojekt. „Hier wird Schule mit dem Sport verzahnt. Dies ist ja auch eines Deiner Ziele”, wandte sich Marius Schmidt an den besonderen Gast. „Talentförderung und schulische Bildung gehen hier Hand in Hand.”

    Für den WSV nutzte dessen langjährige Vorsitzende Erika Gabler die Chance, ihre Verein vorzustellen und ebenfalls für den Erhalt des Altrhein zu werben. „Die Nachwuchsarbeit liegt mir besonders am Herzen, ebenso wie der Verein. Daher bin ich auch in der Altrheininitiative aktiv, wir müssen dicke Bretter bohren, aber wir setzen uns weiter für unser Ziel ein.” Gleichzeitig lobte sie die Unterstützung seitens der Stadt für den WSV und die Zusammenarbeit mit den Schulen – gerade auch im Bereich der Kanuakademie, an deren Entstehen und Erfolg Bernd Brechenser großen Anteil habe.

    Dieser erläuterte die Geschichte und die Arbeit der 2014 gegründeten Akademie. „Es war ein Wunsch der Eltern, den wir umgesetzt haben. Aktuell sind 20 Kinder in der Akademie, die nach der Schule hier essen, Hausaufgaben machen und Sport treiben. Wichtig ist, dass die schulischen Leistungen der Kinder gut sind und bleiben.”

    Henning Harnisch folgte den Ausführungen äußerst interessiert und stellte immer wieder Zwischenfragen, um genauere Einzelheiten zu erfahren. „Es ist schon fast symbolisch, dass wir heute hier über den Erhalt des Altrhein reden, wo das Wasser auf einem Tiefstand ist. Es ist wichtig, dass alle Hand in Hand politisch zusammen arbeiten – nicht nur beim Erhalt des Altrheins, sondern auch bei der Förderung des Sports. Denn wer am Wasser wohnt, so wie es hier in Lampertheim der Fall ist, sollte schwimmen und das Wasser für sportliche Aktivitäten nutzen können.”

    Der WSV seit für ihn ein „Ausdruck von einem guten Geist. Das Nachmittags-Angebot, das mehr schafft als reinen Sport zu treiben, ist wichtig und vorbildhaft. Wir müssen allen Kindern die Möglichkeit geben, Wassersport treiben zu können – möglichst lange mit einem breiten Angebot, ohne zu großen Leistungsdruck, so dass wirklich alle Kinder davon profitieren und den Wassersport kennen lernen können.”

    Marius Schmidt betonte abschließend ebenfalls die Bedeutung, schwimmen zu lernen. „Daher investieren wir in die Sanierung des Hallenbades. Für eine erfolgreiche Umsetzung Deines Konzeptes benötig man Wasserflächen und einen Verein, der Ideen hat – beides ist hier in Lampertheim gegeben”, dankte er Henning Harnisch für dessen Besuch, bevor gemeinsam die Räume der Kanuakademie besichtigt wurden.

    Neben dem WSV gibt es in Lampertheim viele weitere Sportvereine, die Kooperationen mit den ansässigen Schulen betreiben – unter anderem den TC Rot-Weiss Lampertheim, der im Bereich der Grundschulen sowohl mit der Schiller- als auch der Pestalozzischule zusammenarbeitet. Eine weiter Kooperation, die sowohl für die Schüler als auch den Tennis-Club fruchtbar ist, wird mit der Alfred-Delp-Schule durchgeführt. Benjamin Kloos

     

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