Mi., 10. Dezember 2014, 14:58 Uhr
Bürgermeister Gottfried Störmer: Positive Entwicklung durch konstruktive Kritik / Keine Resolution nötig
Tanz der Bässe auch 2015 in Biedensand-Bädern möglich
LAMPERTHEIM - Der „Tanz der Bässe" (TdB) kann 2015 nun doch in den Biedensand-Bädern stattfinden - sofern sich die Veranstalter und 1. Stadtrat Jens Klingler über ein neues Konzept einigen. Dies ist das Ergebnis einer Pressemitteilung, die Bürgermeister Gottfried Störmer im Rahmen eines Magistratspressegesprächs am Mittwoch vorstellte. Dabei betonte Bürgermeister Störmer, dass es für ihn besonders wichtig war, dass die Drogenproblematik erkannt und auch von Seiten der Festivalbesucher mit konstruktiven Vorschlägen inhaltlich behandelt wurde. Bürgermeister Störmer freut sich, dass das Ziel, diese Problematik zu erkennen und zu bekämpfen, durch die teils heftige Diskussion ermöglich wurde, bedauert aber wie der TIP auch die teilweise beleidigende Umgangsform. Er wünscht sich, dass über Facebook nicht nur Beleidigungen, sondern auch eine aktive Aufklärung bezüglich Drogen erfolgt. Auch bei TdB würde er eine plakative Absage an Drogen, sei es durch Plakate oder Banner sowie Flyer, begrüßen. Und natürlich sind auch alle Besucher des Festivals eingeladen, aktiv gegen Drogen Stellung zu beziehen.
Nun ist es Aufgabe des 1. Stadtrats Jens Klingler, der sich frühzeitig für TdB aussprach, gemeinsam mit den Veranstaltern eine geeignete Konzeption zur Durchführung im Sommer 2015 zu erarbeiten.
Der TIP bedankt sich bei seinen Lesern und Facebooknutzern für die konstruktive Kritik, die zu dieser Entscheidung beigetragen haben!
Die Pressemitteilung im Wortlaut:
„Die Erfahrungen und Erkenntnisse der letzten beiden Jahre in Bezug auf die Veranstaltung „Tanz der Bässe" im Lampertheimer Schwimmbad hatten Bürgermeister Gottfried Störmer veranlasst, den Bäderchef und 1. Stadtrat Jens Klingler anzuweisen, diese Veranstaltung nicht mehr durchführen zu lassen. Der Schutz der Bevölkerung, unter anderem auch vor dem Angebot illegaler Drogen, überwog in der Abwägung der Argumente gegen die Veranstaltung.
Diese Haltung hat sich auch nach der bisherigen, teilweise emotionalem, Diskussion in der Öffentlichkeit nicht verändert. Die mit der Veranstaltung einhergehende Drogenproblematik kann nun aber nicht mehr ignoriert werden. Sie ist insbesondere in der betroffenen jugendlichen und jung gebliebenen Altersgruppe, aber auch bei der lokalen Politik platziert.
Bürgermeister Störmer begrüßt, dass sich zwischenzeitlich konstruktive Kräfte in Lampertheim zeigen, die die Drogenproblematik bei dieser Veranstaltung angehen und Verantwortung übernehmen wollen. Diese Vorschläge, die Veranstaltung zielgerichtet vorzubereiten und zu begleiten, sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aufgrund dieser positiven Entwicklung hält Bürgermeister Störmer an seiner Haltung, diese Veranstaltung nicht auf städtischem Grund durchführen zu lassen, nicht mehr fest.
Bedauernd stellt Bürgermeister Störmer fest, dass der Aussage, den „Tanz der Bässe" als einzige für die Jugend Lampertheims relevante Veranstaltung in ihrer Heimatstadt zu postulieren, weder von der Jugend noch von der Politik widersprochen wurde. Zahlreiche Aktivitäten der Kommune (Spargelfest, Kerwe, Rock am See; Anm. d. Redaktion) als auch der Vereine werden offenbar nicht wertgeschätzt.
Dem 1. Stadtrat Jens Klingler, der sich für die Durchführung dieser Veranstaltung einsetzte und eine Überarbeitung des Konzepts der Veranstaltung weiter im Blick haben wird, obliegt nunmehr die Verantwortung und die Aufgabe, den „Tanz der Bässe" mit dem Veranstalter neu zu konzipieren." Benjamin Kloos