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  • Di., 05. Mai 2026, 14:30 Uhr
    BEGEGNUNGEN: Austausch der Generationen im Zuge des Projektes „Alt trifft Jung“ zwischen Senioren im Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung und Schülern des Lessing-Gymnasiums

    Tanz-Tee in neuem Gewand und mit viel Atmosphäre

    Begeisterung in den Augen und ein Lächeln im Gesicht – So lässt sich der Auftakt zwischen den Bewohnern im Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung und den Gymnasiasten beschreiben. Zudem ein riesiger Lernzuwachs für die Schüler des Lessing-Gymnasiums.
    Fotos: oh

    LAMPERTHEIM – An diesem Morgen war der Gesellschaftsraum im Caritas Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung gut gefüllt – mit Bewohnern der Einrichtung, aber auch mit Schülern der 9. Klasse des Lessing-Gymnasiums Lampertheim. Sie alle waren zum Tanz-Tee gekommen, einer ursprünglich im frühen 20. Jahrhundert populären Tanzveranstaltung als unterhaltsamer Treffpunkt mit Kaffee, Tee und Kuchen. Und etwas Ähnliches sollte auch dieses moderne Zusammentreffen prägen. Erst in diesem Jahr ist die Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung der Caritas und dem Gymnasium entstanden. Unter dem Projekttitel „Alt trifft Jung“ soll es nunmehr um Begegnungen gehen, um den Austausch zwischen den Generationen, um das Kennenlernen untereinander und auch das Verständnis für den jeweils Anderen.

    Und so herrschte bei der Auftaktveranstaltung eine ganz besondere Atmosphäre. Die Schüler der Profilklasse „Lernen durch Engagement“ hatten sich intensiv auf diese erste Begegnung vorbereitet. Kuchen – nach traditionellen Rezepten der eigenen Großeltern – wurde gebacken, Musik ausgewählt und Erinnerungskarten vorbereitet. Am schwierigsten schien im Vorfeld aber die Frage: „Was soll ich denn sagen?“ und „Wie gehe ich auf jemanden zu, den ich gar nicht kenne und der so viele Jahre älter ist als ich?“ Die Sorge war aber schon nach wenigen Momenten unbegründet. Überaus schnell hatten sich bunte Tischgruppen mit Schülern und Senioren zusammengefunden, zwischen denen durchschnittlich 75 Jahre lagen. Man stellte sich einander vor, berichtete etwas von sich und erzählte miteinander. Kaffee, Tee und Kuchen – von den Gästen serviert – taten ihr Übriges. Und bald waren alle Teilnehmer so in Gespräche vertieft, dass niemand mehr Zeit zum Tanzen hatte. Es wurden Brettspiele gespielt, es wurde gemeinsam gemalt, aber auch in teils sehr persönlichen Gesprächen Bewusstsein für den Anderen geschaffen. Und dieses Bewusstsein war in der Atmosphäre spürbar – und dazu auch in den Gesichtern. Dieses Projekt fördert eine ganz andere Arbeit des Lernens – eine, die aus Begegnungen entsteht, eine, die zwar zunächst etwas Mut erfordert, aber dann viel persönliches Wachstum zurückgibt. Auch Silke Weimar-Ekdur, die Schulleiterin des LGL, besuchte den Tanz-Tee und ließ sich von der Atmosphäre verzaubern. Ihr großer Dank gilt der verantwortlichen Lehrkraft Stephanie Klee, den sehr engagierten Schülern sowie den Bewohnern und den Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung. zg

     

     

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