Martin-Luther-Gemeinde feiert Erntedankgottesdienst mit anschließendem Mittagessen
Teamgeist ist besser als Gewalt
Die Kinder der Kita Falterweg gestalteten den Erntedankgottesdienst mit. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM – Am letzten Sonntag feierte die Martin-Luther-Gemeinde ihren Erntedankgottesdienst. Noch bevor allerdings die Kinder der Kita Falterweg den Gottesdienst mit Liedern und Dankesworten mitgestalteten, lud Pfarrer Ralf Kröger die Gemeinde ein, die Ruhe zu genießen, bevor sie sich an der Lebendigkeit der Kinder erfreuen konnte. Mit einem Blick auf die angerichteten Erntedank-Gaben im Altarraum sagte der Pfarrer: „Heute wollen wir uns bewusst machen, dass alle sichtbaren und unsichtbaren Gaben nicht selbstverständlich sind.“ In seiner Predigt ging Pfarrer Kröger dann auf den Teamgeist der Menschen ein. Teamgeist sei besser als Gewalt und fast unendlich in den Möglichkeiten. Was das mit Erntedank zu tun hat, erklärte sich im anschließenden Predigttext. „Denkt daran, wer spärlich sät, wird nur wenig ernten. Aber wer mit vollen Händen sät, auf den wartet reiche Ernte.“ Geben und teilen, Geduld haben mit denen, die nichts haben und verschwenderisch sein – Teamgeist eben – sei besser als Gewalt. „Wenn wir also heute Erntedank feiern, dann tun wir das, um Gott zu danken, aber auch um uns gegenseitig zu danken für das alltägliche Lächeln und das gute Wort und auch aus dem Grund, weil Teamgeist besser ist als Gewalt“, beendete der Pfarrer seine Predigt. Wenn nicht an Erntedank, wann ist dann der richtige Zeitpunkt, auch den ehrenamtlichen Helfern der Gemeinde für die vielseitig eingebrachte Unterstützung Danke zu sagen. Das dachte sich die Martin-Luther-Gemeinde am vergangenen Sonntag bereits zum zweiten Mal. Im Rahmen des Erntedankgottesdienstes hob sie erneut die Arbeit einer Gruppierung, stellvertretend für alle Helfer in der Gemeinde, hervor. Letztes Jahr habe das Team des Gemeindebriefes im Vordergrund gestanden, informierte Kirchenvorstandsmitglied Helmut Schollmeier, in diesem Jahr war es das Team des Seniorennachmittags, dem Liane und Wolfgang Köpp, Christa Burth, Lieselotte Beck, Kätha Maurer, Claudia Schumacher, Hannelore und Helmut Schollmeier, Christel Haase, Lieselotte Herz und Brigitte Breier angehören. Regelmäßig gestaltet das Team alle 14 Tage mittwochs den Nachmittag für Senioren mit verschiedenen Programmpunkten. So gibt es neben dem geselligen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen auch durchaus Abwechslung im Programm, wie Hannelore Schollmeier erklärte, als sie die Arbeit des Teams den Gottesdienstbesuchern kurz vorstellte. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zum gemeinsamen Mittagessen mit Pellkartoffeln, Fisch, Hausmacher und Quark in das Gemeindehaus eingeladen. Eva Wiegand