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  • Mo., 21. August 2017, 15:07 Uhr
    Reihe Musikkultur – Musiker-Initiative und „cultur communal“ laden am 7. September im Schwanensaal ein

    The Silverballs mit Old School Rock’n Roll

    Auf die Plätze, fertig los! Freier Eintritt zum ersten Konzert in der Reihe Musikkultur im „Schwanensaal“ in der Römerstraße 98 (zwischen Stadthaus und dem Gasthaus). Am 7. September spielen „The Silverballs“ ab 20 Uhr ihren „Old School Rock’n Roll“, der die Besucher von den Stühlen reißen wird (mit Teilbestuhlung und freier Platzwahl). Aber unbedingt vorher – ab sofort – beim Rathaus-Service die kostenlosen Eintrittskarten abholen (pro Person vier Stück). Foto: oh

    LAMPERTHEIM – Der Eintritt ist frei, aber nur mit Eintrittskarte, wenn am Donnerstag, 7. September um 20 Uhr, das erste Konzert in der bekannten Reihe Musikkultur am neuen Veranstaltungsort im „Schwanensaal“ in der Römerstraße 98 stattfindet (Einlass ab 19.30 Uhr). Eintrittskarten gibt es kostenlos ab sofort beim Rathaus-Service in der Domgasse 2 im Haus am Römer. Die Veranstalter „cultur communal der Stadt Lampertheim und die Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) haben mit der Band The Silverballs eine preisgekrönte Rock’n Roll Band nach Lampertheim geholt, die mit ihrem heißen „Jumpin‘ Hot Rock’n Roll“ quer durchs Land die Fans dieser mitreißenden Musik begeistert. MIL-Mitglied und Keyboarder Jürgen Rutz hat dieses besondere Konzert als MIL-Projektleiter organisiert und spielt auch bei den Silverballs mit. Das „Alte Kino“ ist nun Geschichte, allerdings eine „außergewöhnliche Erfolgsgeschichte“, deren Bilanz Kulturamtsleiter Rolf Hecher für den Zeitraum der vergangenen zehn Jahre in Zahlen und Emotionen zusammenfasste: 183 Veranstaltungen und umfangreiche Musik-Projekte wurden von MIL-Mitgliedern auf den Weg gebracht und eigenständig organisiert - ein Zusammenwirken von bürgerschaftlichem Engagement der MIL-Mitglieder und kommunaler Kulturarbeit. Der „Schwanensaal“ wird sich im neuen Gewand präsentieren, daran wird mit Hochdruck gearbeitet, handwerkwerkliches Geschick von MIL-Mitgliedern und die Unterstützung der Technischen Betriebsdienste machen es möglich. Bislang fehlt an den Fenstern die nötige Abdunkelung und die Akustik werde verbessert. Andererseits bleibt der historische Gemeindesaal der St.-Andreas-Kirche in seiner Gestalt erhalten, es gebe keine festen Einbauten und keine großen Kosten, wie Kulturamtsleiter Hecher bei einem Pressegespräch mit Pfarrer Patrick Fleckenstein am Freitag im „Schwanensaal“ mitteilte. Wenn der „Schwanensaal“ am 7. September zur Music Hall mit Teilbestuhlung wird, sollen sich die Besucher genauso wohlfühlen wie im Alten Kino. Platz ist für etwa 300 Besucher, die hier zu den Rock-Rhythmen auch tanzen können. Hecher erklärte, wie es zur Schließung des Alten Kinos gekommen war: Neue Auflagen zur Schalldämmung nach Beschwerden und Sicherheitsmaßnahmen hatten die Eigentümer des Alten Kinos zum Aufgeben bewogen, die Stadt Lampertheim als Pächterin sah sich daher nach passendem Ersatz um. Ein Gespräch mit Pfarrer Fleckenstein zum Thema Stadtumbau habe den „Schwanensaal“ in den Blick gerückt, erzählte Kulturamtsleiter Hecher, dankbar für diese glückliche Fügung. In Gesprächen mit den Gremien der Kirchengemeinde sei es zu zur aktuellen Lösung gekommen. „Wir freuen uns sehr“, sagte Hecher und erklärte, warum der „Schwanensaal“ sogar eine Verbesserung sei: „Endlich haben wir eine Bühne mit Show-Treppe“. Hechers Eindruck: „Für die Stadt Lampertheim ein Glücksfall“. Im Stadtumbau werde ein Kulturhaus gewünscht – daran knüpfte Pfarrer Fleckenstein an: „Kirche hat den Auftrag als Kulturträger Kultur zu bewahren und zu transportieren“. Als „Kirche mitten in der Stadt“ lautet sein Appell an alle: „Lasst uns nachbarschaftlich miteinander umgehen“. Mit „gepflegter Sprache und Musik aller Richtungen“ sieht Pfarrer Fleckenstein zudem einen Weg, auf eine gewisse Verwahrlosung der Kultur, wie er sie erlebe, eine Antwort zu finden. Kultur bedeute auch „miteinander reden“. Menschen friedlich zusammenzubringen, „das sind Signale, die die Welt braucht“. Beide Gesprächspartner sehen eine „Win-Win-Situation“. Pfarrer Fleckenstein, 32 Jahre jung, geht gerne mal auf ein Konzert, ließ er wissen, am liebsten höre er Folk, Simon & Garfunkel und Cat Stevens gefallen ihm besonders. Einen Jazz-Gottesdienst habe er mal mitgefeiert. Mit dem Verwaltungsrat der Gemeinde habe er darüber gesprochen, dass Teile der Renovierung in die Gesamtmaßnahme übernommen werden. Hannelore Nowacki

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