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  • Mo., 18. Februar 2019, 11:38 Uhr
    YOLO-Day an der Erich-Kästner-Schule mit über 20 Workshops

    Thema Gesundheit und mehr - Du lebst nur einmal

    Die selbst gebackenen Milchbrötchen und Dips beim Milchprojekt schmeckten den Schülern. Gerne erklärten sie den Besuchern um Gesundheitsdezernentin Diana Stolz, wie sie alles gemacht haben. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT –  Wo ist die Küche in der Erich-Kästner-Schule (EKS)? Am Freitagvormittag beim zweiten Yolo-Day wiesen wunderbare Düfte den Weg, denn dort wurde fleißig gebacken und als die Besucherschar zur Tür hereinkam war das Milchprojekt mit Lehrerin Elke Wagner-Pommerenke bereits in der Genussphase angekommen. Auf die selbst gebackenen Milchbrötchen, die nur noch etwas auskühlen mussten, kam die aus Rahm selbst gerührte Butter und einen sehr leckeren Dip hatten die elf- und zwölfjährigen Jungen und Mädchen aus der 6. Jahrgangsstufe auch produziert. Die Besucher durften selbstverständlich davon probieren, gerne hörten die Schüler das große Lob. Als Dreiergruppe hatten Toprak, Mika und Noel zusammengearbeitet und sich für die Würzung ihres Dips mit Salz, Pfeffer, edelsüßem Paprika, Curry und Pizzagewürz entschieden. Und wie es in einer Backstube vorkommen kann, hatten die Workshop-Teilnehmer Mehl im Gesicht. An der Schmeckstation zur Blindverkostung standen mehrere Milchsorten bereit, auch Hafer- und H-Milch. Ein Suchrätsel ergänzte den Theorieteil. Viele Rezepte konnten die Schüler nach Hause mitnehmen.  Auf dem Fahrplan dieses Yolo-Days zum Thema Gesundheit standen noch zwanzig weitere Workshops von A wie Alkoholprävention am Stand der DAK und Z wie der Zuckertisch vom Gesundheitsamt sowie vier Bewegungsangebote mit Tischtennis, Völkerball, Jujistsu und ein Centre of moving arts. Yolo-Day steht für den englischen Satz „you only live once“ – „Du lebst nur einmal“.

    Lebensrettung durch Wiederbelebung mit Herzdruckmassage war das Thema, das der Leiter des Rettungsdienstes Kreis Bergstraße Dr. Manfred Scheuer den Schülern theoretisch und mit praktischer Übung näher brachte. Foto: Hannelore Nowacki


    Diana Stolz, Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin des Kreises Bergstraße, erklärte die Zielsetzung: „Wir gehen dahin wo die Menschen sind, das funktioniert gut, wo die Schulen mitmachen“. Mit 900 Kindern und Jugendlichen sei die Erich-Kästner-Schule eine besondere logistische Herausforderung. Der Plan sei, dass alle Jahrgangsstufen im Laufe ihrer Schulzeit an den Workshops teilnehmen. „Wir wollen nicht belehren, sondern Bewusstsein schärfend und durch spielerische Mitmachaktionen die aktive Bewusstseinsbildung und Gesundheitsprävention fördern“, betonte die Gesundheitsdezernentin und dankte allen beteiligten Kooperationspartnern. Eine Evaluierung werde folgen, um das Angebot jedes Jahr neu zu justieren. An der EKS haben die Lehrerinnen Laura Bernd und Pia Adler den Yolo-Day organisiert, unterstützt  von Reinhild Zolg, Gesundheitspräventionsbeauftragte des Kreises Bergstraße. Stolz erklärte, dass der Yolo-Day als großer Multiplikator über die Schule hinaus wirke. Schulleiterin Stephanie Dekker ist überzeugt, dass man mit einem starken Netzwerk gemeinsam viel schaffen könne und dafür auch Experten in die Schule holen müsse. Am gemeinsamen Rundgang nahm auch Bürgermeisterin Barbara Schader teil, die den Gesundheitsgedanken des Yolo-Days mit den neuen Perspektiven für die ganze Stadt wichtig findet. Beim Rundgang erklärte der dreizehnjährige Devran aus der Klasse 7rc am Edeka-Frischemobil der Besuchergruppe warum Frischeprodukte für die Ernährung wichtig sind, ein paar Schritte weiter war Probieren mit frisch gemixten Smoothies angesagt. Schmeckt es oder nicht? Die Jugendlichen hatten überraschende Geschmackserlebnisse. In der Aula hörte eine Schülergruppe Dr. Manfred Scheuer aufmerksam zu, der die lebensrettende Reanimation erklärte und vorführte. „Es ist gar nicht so leicht, an alles zu denken“, sagte der Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Bergstraße und machte klar, dass die Herzdruckmassage gemacht werden müsse bis die Rettungskräfte da sind. Im schnellen Takt rasanter Discomusik übten die Schüler an den Puppen. „Die zeigen an, ob man es richtig macht“, erklärte Stolz den Besuchern, die Puppen habe der Kreis kürzlich angeschafft. Beim Deutschen Roten Kreuz erfuhren die älteren Schüler von Ute Fuchs unter anderem wie eine Blutspende abläuft und dass man im Alter ab 18 Jahre spenden dürfe. Über legale und illegale Drogen klärte die Polizei die älteren Jahrgänge auf. „Wir unterhalten uns gerade über eigene Erfahrungen“, sagte Jugendkoordinator Peter Hoffmann von der Polizeidirektion Bergstraße den Besuchern, die nur kurz hereinschauten, „deshalb arbeiten wir ohne Lehrkräfte“. Was beim Online-Shopping zu beachten ist machte Sven Holland den Schülern deutlich, angefangen mit dem Internetgiganten „Alphabet“, der unter seinem Dach neben Google und  Facebook viele Unternehmen vereint, mit denen die Jugendlichen täglich Kontakt haben. Schulleiterin Dekker wies die Besucher auf die EKS-„Netzhelden“ hin, die auf dem Gebiet Medienkompetenz wertvolle Arbeit leisten, sogar außerhalb der Schule werden sie angefragt und gebucht. Beim Ernährungsworkshop in der Mediothek erfuhren die Schüler von der medizinischen Fachangestellten Melanie Janka Wichtiges über die gesunde Ernährung, über den BMI und Kalorienbedarf. Auch der Blutdruck wurde gemessen.  Das Odenwaldinstitut sprach mit den Schülern über Respekt und Wertschätzung, die Universität Heidelberg klärte über Organspende auf. Hannelore Nowacki

     

     

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