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    WILDER MÜLL: 150 Schüler der Alfred-Delp-Schule sammelten Müll am Biedensand 

    Thema Umweltschutz im Unterricht und am Altrhein bearbeitet 

    Beste Stimmung bei den 5. und 8. Klassen der Alfred-Delp-Schule nach zwei Tagen Müllsammeln am Biedensand und Altrhein. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Müll überall – einfach weggeworfen ins Gras und ins Gebüsch. Nicht nur fürs Auge unschön, für die Umwelt und die Tiere ist der wilde Müll in der Landschaft sogar schädlich. Das wissen die 150 Mädchen und Jungen der 5. und 8. Klassen der Alfred-Delp-Schule im Gegensatz zu den Menschen, die ihren Müll nicht ordentlich über die Mülltonnen, Gelben Säcke, Abfallkörbe oder den Wertstoffhof entsorgen. In der Faschingswoche haben sich die Schüler eine Woche lang mit dem Thema Umweltschutz im Unterricht, bei einem Besuch des ZAKB  und draußen beim Müllsammeln in der Natur beschäftigt. Am Donnerstag und Freitag hatten sich die Mädchen und Jungen der Alfred-Delp-Schule am Biedensand entlang des Altrheins bis zum Kleeblatthäuschen in Richtung Kirschgartshausen auf den Weg gemacht. Von der Stadt Lampertheim mit Greifzangen und Müllsäcken ausgerüstet, haben die Mädchen und Jungen Sack um Sack gefüllt, große Gegenstände lagen herum wie Wäscheständer, Fahrradfelgen, Koffer und mehrere Stühle. Das Wildschweinskelett hatte die Natur hinterlassen, das gefundene Messer begutachtete die gerufene Polizei. Ein Schüler hatte 248 Zigarettenkippen bei seiner Sammlung gezählt. Vom Besuch beim ZAKB (Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße) erzählte der 14-jährige Nicola, dass den Schülern beim Rundgang erklärt wurde, wie der Müll verwendet wird und wie wichtig das richtige Mülltrennen ist. Seine Familie mache das schon und von zuhause wisse er, dass man nichts irgendwo hinschmeißt. So viel Müll hatte die zwölfjährige Johanna nicht erwartet. Ob mehr Papierkörbe nötig wären? Johanna findet, dass schon viele stehen, es komme auf die Person an – und da gebe es faule junge Leute und Erwachsene. Vieles würde man auf den ersten Blick nicht sehen, hatte die elfjährige Gabriela festgestellt, die Müllsammel-Aktion fand sie befreiend. „Ich finde es ist ein tolles Gefühl, dass wir etwas für die Umwelt machen“, meinte die zehnjährige Melek begeistert. Es habe auch Spaß gemacht etwas für die Umwelt zu tun. Wer das nicht selbst erlebt habe, glaubt nicht was sie alles gefunden haben, gab die elfjährige Lilly zu bedenken. Zum Abschluss der Sammelaktion meinte KOMPASS-Koordinatorin Katja Sen vom Fachbereich Verkehr, Sicherheit und Ordnung: „Sehr beeindruckend“. Auch die Schutzfrau vor Ort und KOMPASS-Koordinatorin der Polizei Christina Wegerle war gekommen. Zufrieden zeigten sich Heike Rupp und Sascha Eiselt, die für die beteiligten Lehrkräfte sprachen. Die Erwachsenen müssten Vorbild sein, war man sich einig. Im Rahmen des Sicherheitsprogramms KOMPASS hat die Stadt Lampertheim die Müllkampagne gegen den wilden Müll ins Leben gerufen. Seitdem beteiligen sich viele erwachsene Bürger, Kinder und Jugendliche am Müllsammeln und sorgen damit für mehr Wohlfühlatmosphäre. Weitere Informationen auf der Homepage der Stadt Lampertheim www.lampertheim.de und unter Telefon 06206/935 455. Hannelore Nowacki

    Die Umwelt schützen und dabei Spaß haben – die Schüler der Alfred-Delp-Schule gehen mit gutem Beispiel voran. Die Stühle waren wilder Müll in der Landschaft. Foto: Hannelore Nowacki

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