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Mi., 21. Dezember 2022, 15:56 Uhr
WEIHNACHTSTOUR: Landrat Christian Engelhardt machte beim „Nostalgischen Winterhaus“ in Hofheim und im Tierheim Lampertheim Station
Tierheimteam und -tiere benötigen derzeit besonders dickes Fell
Landrat Christian Engelhardt informierte sich vor Ort bei Annekatrin Geyer und Annette Maring (v.r.) über die Arbeit des Tierheim Lampertheim. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Traditionell unternimmt Landrat Christian Engelhardt am Ende des Jahres eine Weihnachtstour durch den Kreis Bergstraße, um sich vor Ort über die Aktivitäten verschiedener Einrichtungen und Akteure mit Schwerpunkt aus dem karitativen Bereich zu informieren. Im Ried machte er zunächst beim „Nostalgischen Winterhaus“ in Hofheim inklusive Rundgang mit Künstlerin und Initiatorin Anette Jansen Station, bevor es zum Abschluss der Tour in Tierheim Lampertheim, In den Böllenruthen 40, ging.
Hier stand die aktuelle Situation, gerade angesichts von Corona und der Energiekrise, im Fokus. Derzeit betreut das Team um die Vorsitzende des Tierschutzverein Lampertheim, Annette Maring, und Tierheimleiterin Annekatrin Geyer elf Hunde und acht Katzen. „Dies ist eine erträgliche Zahl”, so Annette Maring, die betont: „Wir vermitteln vor Weihnachten keine Geschenke. Häufig kommen Tiere zu uns, weil die Menschen nicht mit ihnen zurecht kommen. Dabei ist es sehr wichtig, dass der Hund zum Halter passt, gerade auch bei Familien. Daher achten wir genau darauf, an wen Tiere vermittelt werden.” In den letzten beiden Jahren hat sich hierzu bewährt, dass telefonisch unter 06206/3732 (AB) Einzeltermine zur Vermittlung von Tieren getroffen werden.
„Mir ist es wichtig, ein nahbarer Landrat zu sein. Ich möchte wissen, was die Bergsträßerinnen und Bergsträßer bewegt, wie es Ihnen geht und wo ich als Landrat unterstützen kann“, so Landrat Engelhardt, der auch eine finanzielle Unterstützung für das Tierheim mitgebracht hatte. „Auch meine alljährlich stattfindende Weihnachtstour bietet viele Gelegenheiten, mit unterschiedlichen Menschen ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr habe ich den Blickpunkt auf Themen gelegt, die an Weihnachten sonst nicht so im Mittelpunkt stehen. So war ich unter anderem bei Flüchtlingen aus der Ukraine, bei der Tafel in Rimbach und besuche noch das Hospiz.“ Im Tierheim selbst interessierte ihn auch, wie „spezifische Themen aus der Zeit heraus Auswirkungen auf das Tierheim haben. In der Coronazeit haben sich viele Menschen Tiere als Haustier geholt, um die sich sich jetzt vielleicht zeitlich oder auch finanziell nicht mehr kümmern können.” Und auch die Auswirkungen auf das Tierheim selbst – welches wie alle Tierheime im Kreis eine jährliche Zuwendung erhält – interessierten den Landrat. Dabei sind die doppelten Energiekosten nur die Spitze des Eisberges, wie Anette Maring und Annekatrin Geyer zu berichten wussten – denn auch Futter oder Tierarztrechnungen werden stetig teurer. Wichtig ist für beide daher, auf ihr kleines, aber familiäres Team und auch auf eine engagierte Tierschutzjugend bauen zu können. Benjamin Kloos