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Mo., 15. Januar 2018, 14:38 Uhr
Großer Narrenempfang beim Ordensfest des 1. Carneval-Club Rot-Weiß
Tollitäten aus nah und fern pflegen Freundschaft
Prinzessin, Königin und Stadtoberhaupt – Stadtprinzessin Jennifer I. legte Spargelkönigin Nadine II. und Bürgermeister Gottfried Störmer den Jahresorden des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß um. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Wenn der 1. Carneval-Club Rot-Weiß (1. C.C. Rot-Weiß) sein Ordensfest feiert und viele Jahresorden die Seiten wechseln, sind die Tollitäten und Lieblichkeiten aus nah und fern unter sich, denn es geht um die Pflege von Freundschaften und darum neue zu knüpfen, wie Sitzungspräsident Markus Gutschalk erklärte. Man kennt sich häufig über Jahre und Jahrzehnte, weiß um die Vorlieben und der Gastgeber und Gäste, weshalb die Auswahl der kleinen Präsente mit Bedacht und Sorgfalt erfolgt. Beliebt sind bei den Gästen beispielsweise die berühmten Lampertheimer Schokoküsse. Der Lampertheimer Traditionsverein 1. C.C. Rot-Weiß, der das Brauchtum der Fastnacht jedes Jahr von neuem mit Leben erfüllt, feiert die fünfte Jahreszeit diesmal unter dem Motto „Ein Sprung durch Raum und Zeit bleibt für die Ewigkeit“, das auch auf den Jahresorden steht. Ehrenpräsidentin Margit Selb führte auf ihrer Liste 117 eingeladene Vereine, auch eine VIP-Liste mit Bürgermeister Gottfried Störmer, Erstem Stadtrat Jens Klingler und der Spargelkönigin Nadine II. an der Spitze war angelegt. Da gerade überall im Land Ordensfeste stattfinden, rechnete Selb an diesem Sonntagnachmittag bei weitem nicht mit allen Vereinen. Ein Empfangskomitee stand am Eingang bereit und oben im Saal wurden die Gäste mit Sekt und Saft empfangen. Eine große weiße Gebirgslandschaft teilte den Saal in der Mitte, unter der Plane verbarg sich ein üppiges kaltes Büffet zur Bewirtung von Mitgliedern und Gästen, eine Stärkung nach den ersten Ordensrunden. Die gut aufgelegten „Zwoa Spitzbuam“ hatten unzählige musikalische Stimmungskracher im Repertoire, die sie zwischen den Ordensrunden wirken ließen. Sitzungspräsident Markus Gutschalk gab seine Freude über die große Zahl der Gäste kund und dankte allen Aktiven und Helfern für ihre Unterstützung.
Das Mannheimer Stadtprinzenpaar Miriam I. und Marcus I. stattete dem Ordensfest des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß einen Besuch ab. Foto: Hannelore Nowacki
Stadtprinzessin Jennifer I. hatte die Aufgabe, den Gästen mit zarter Hand den Jahresorden um den Hals zu hängen, wobei die Herren mit großer Narrenkappe zunächst ihr Haupt entblößen mussten. Bei Bürgermeister Störmer ohne Kappe war es einfach, einen Wangenkuss bekamen die Gäste obendrein. Der Bürgermeister hielt stilgerecht Ansprache in Reimen. „Auch in Lampertheim geht es rund, die Narren treiben es bunt“, meinte er anerkennend. Zwei Vereinsmitglieder wurden in dieser Runde geehrt – Dieter Kling für 45 Jahre Mitgliedschaft und Senator Alfred Grasmück für 33 Jahre. Unter den illustren Tollitäten war das Bürstädter Stadtprinzenpaar mit beiden Töchtern. Der Heimat- und Carnevalverein Bürstadt war mit großer Delegation angereist. Wenig später trafen die „Sackschdoahogger“ aus Bürstadt ein. Das Mannheimer Prinzenpaar Miriam I. und Markus I. von Blitz und Blank, begleitet vom prachtvoll gewandeten Hofstaat, begrüßte die versammelten Narren mit Ansprache und Kurpfälzer „Ahoi“. Dem Prinzen überreichte Freddy Herweck, Vorsitzender des 1. C.C. Rot-Weiß, eine Prinzenrolle. Prinzessin Miriam I. erhielt das Prinzessinnen-Antistress-Set. Sie empfahl den Zuhörern „drum genießt das Hier und Heut“. Die Heidelberger Schlossnarren grüßten mit „Hajo“ und ließen ihr Kinderprinzenpaar Malte und Eric sprechen. Für den Viernheimer Club der Gemütlichkeit ging Stadtprinzessin Jana I. ans Mikrofon. Gastgeschenk des Karnevalvereins Meckenheimer Marlachfrösche war ein Pfälzer „Dubbeglas“. Ein Weggefährte der Polizei-Karnevalsgesellschaft Heidelberg überraschte Ehrenpräsidentin Margit Selb mit einem knuddeligen Polizeibären, da sie ja schon sehr viele Orden habe. Etwa drei Stunden waren für das Ordensfest vorgesehen. Hannelore Nowacki