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Di., 17. März 2015, 11:14 Uhr
MGV 1840 zelebrierte sein 175jähriges Jubiläum in der Hans-Pfeiffer-Halle
Tradition bewahren und Zukunft gestalten – „Wir können stolz sein auf den MGV“
Mit einer schwungvollen Mischung aus klassischen und modernen Chorvorträgen präsentierten sich die verschiedenen Chöre des MGV 1840 und gestalteten damit den festlichen Abend in der Hans-Pfeiffer-Halle. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM - 175 Jahre MGV 1840 Lampertheim, das ist ein wirklich besonderer Anlass für den ältesten Verein Lampertheims, den es in diesem Jahr würdig zu feiern gilt. Im gesamten Jubiläumsjahr finden Veranstaltungen des MGV statt, den Auftakt machte am vergangenen Wochenende eine großartige Jubiläumsfeier in der Hans-Pfeiffer-Halle, zu der sämtliche Chöre unter der musikalischen Gesamtleitung von Elisabeth Seidl, darunter der Frauenchor, Chor „Joyful“, das Männerensemble, der Männerchor sowie alle Chöre noch einmal gemeinsam einen gelungenen musikalischen Rahmen schufen. Den Anfang machten die Jüngsten des Vereins, die Kinder- und Jugendchöre unter der Leitung von Andrea Hintz-Rettenmaier, die die Gäste unter anderem mit einem Begrüßungslied aus Simbabwe „Salibonani“ herzlich willkommen hieß. Diesem musikalischen Willkommensgruß schloss sich dann der Vorsitzende des MGV 1840, Holger Schneibel, gleich mit Worten an. Einen kurzweiligen Abend mit viel Unterhaltung und Spaß wünschte er den Besuchern, doch zuvor blickte er kurz zurück. „175 Jahre Vereinsgeschichte, das ist ganz schön viel Holz, diese Jahre komplett zu beleuchten, würde den Rahmen sprengen“, meinte der Vorsitzende und legte bei seinem Rückblick das Augenmerk auf die letzten 25 Jahre des Vereinsgeschehens, in diesem Sinne war auch die Festschrift zum 175jährigen Jubiläum gestaltet. 1840 einen Verein zu gründen, sei damals eher als Protestbewegung angesehen worden und habe ein gewisses Maß an Mut erfordert. „Heute kämpfen wir eher damit, dass wir alles richtig machen. Wir werden heute wie ein kleines Wirtschaftsunternehmen geführt“, führte Schneibel aus. Doch nach wie vor leiste der Verein einen wichtigen Beitrag für das gemeinschaftliche Leben und für die Gesellschaft. Worte des Lobes gab es dann auch von Walter Krimmel, Präsidiumsmitglied des Hessischen Sängerbundes. „Sie gehören mit ihren 175 Jahren zu den ältesten Vereinen Deutschlands. In ihrem Verein haben über fünf Generationen gesungen – zunächst zu ihrer eigenen Freude, aber auch zur Freude anderer“, so Krimmel. Dankbare Anerkennung sei denjenigen zu zollen, die Verantwortung übernommen hätten, in den ersten Minuten der Veranstaltung habe er bereits gesehen, dass der MGV gut aufgestellt sei. „Ich hoffe, dass sie noch viele Jahre singen, denn singen ist leibliches, seelisches und geistiges Atemholen“, hob Krimmel hervor und überreichte die Urkunde des deutschen Chorverbades. Kurz fasste sich dann Heinz Ritzert, erster Vorsitzender des Sängerkreises Bergstraße, gratulierte und überreichte die Kreismedaille in Gold an den MGV 1840 für seine Verdienste um den Chorgesang. Danach überbrachte Bürgermeister Gottfried Störmer die Glückwünsche der Stadt und würdigte den MGV 1840 als kulturelle und gesellschaftliche Bereicherung für die Spargelstadt. In der Vereinsgeschichte habe der Verein Höhen und Tiefen gemeistert und es sei dem Verein, der zwei Weltkriege miterlebt habe, gelungen seine Identität zu bewahren. „Wir können stolz sein auf den MGV und ich bin zuversichtlich, dass der Verein auch die Zukunft erfolgreich wird gestalten können“, meinte der Bürgermeister. Bei dem sich anschließenden Festvortrag, einer Mischung aus Gesang und Moderation, schlüpften die Chormitglieder Franziska Billau, Thomas Billau, Pauline Seelinger und Eva Billau immer wieder in die Moderatorenrolle und ließen die letzten 25 Jahre Vereinsgeschichte in humorvoller Weise aufleben. Mit einem sehr umfangreichen und ansprechenden Programm gestaltete der MGV 1840 seinen Festabend, an den sich die Besucher sicher noch lange zurück erinnern werden. Eva Wiegand
Grußworte überbrachte Bürgermeister Gottfried Störmer und überreichte die Jubiläumsgabe, ein Küsschen für den Vorsitzenden gab es obendrein von der Spargelkönigin Melanie I. Foto: Eva Wiegand