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  • Mo., 30. Dezember 2013, 20:35 Uhr
    Austausch im Landratsamt zwischen Kirche und Kommunaler Ebene

    Treffen der evangelischen und katholischen Dekane

    Traditionelle Zusammenkunft zum Jahresende: Landrat Matthias Wilkes (r.)begrüßte gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Thomas Metz und Kreisbeigeordneten Matthias Schimpf die evangelischen und katholischen Dekane des Kreises Bergstraße. Foto: oh


    KREIS BERGSTRASSE -  Auch in diesem Jahr begrüßte Landrat Matthias Wilkes gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Thomas Metz und Kreisbeigeordneten Matthias Schimpf die evangelischen und katholischen Dekane des Kreises Bergstraße zum alljährlichen Austausch zwischen Kirche und Kommunaler Ebene im Heppenheimer Landratsamt.

    Beim diesjährigen Treffen stellte Diplom-Psychologin Marianne Schäfer das neu initiierte Projekt SINAH – Sicher nach Hause vor. SINAH ist ein Pilotprojekt, das zunächst auf drei Jahre befristet ist und das Ziel verfolgt, alleinlebenden Personen nach der Krankenhausentlassung oder  Menschen mit beginnender Demenz und Angstzuständen, zu unterstützen. SINAH beginnt dort, wo der Soziale Dienst im Krankenhaus endet und bietet Unterstützung bei diversen Fragen wie: Wie komme ich zum Arzt? Wer kann mir die Medikamente aus der Apotheke holen? Oder Wie komme ich sicher nach Hause? Um diese Unterstützung leisten zu können, sind ab Juli ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die sich über mehrere Wochen fortgebildet haben und mit einem Zertifikat ausgezeichnet wurden. Die Kirchenvertreter zeigten großes Interesse und bekundeten, dass sie künftig gerne mit der Koordinierungsstelle eng zusammen arbeiten möchten.

    Sozialdezernent Thomas Metz berichtete in seinen Ausführungen über die Entwicklung der Asylbewerber und der ansteigenden Asylzahlen in den letzten Jahrzehnten im Kreis Bergstraße. Ab Januar 2014 ist eine Direktzuweisung an Städte und Gemeinden im Kreis Bergstraße vorgesehen. Die Aufnahme und Unterbringung der Asylbewerber ist in Wohnhäusern vorgesehen. Bei einer zu großen Aufnahmewelle zum gleichen Zeitpunkt besteht für die Städte und Gemeinden auch die Möglichkeit auf Zelt-  oder Containerunterkünfte ausweichen zu können.

    „Wichtig ist, dass den Flüchtlingen gezeigt wird, wie ein Tagesablauf organisiert werden kann und Möglichkeiten zur Integration gegeben werden. Hierbei spielen Sprachkurse eine große Rolle“, betonte Metz „um den Asylbewerbern den Weg für eine gute Zukunft zu ebnen.“

    Ein bedeutendes Thema für den Kreis Bergstraße ist die Ausbauquote der Unter Dreijährigen (U3) zu dem Landrat Matthias Wilkes berichtete. „Der Kreis Bergstraße kann ein ausreichendes Betreuungsangebot vorweisen. Uns ist es gelungen flächendeckend für den Kreis Bergstraße die gesetzlich geforderte Quote von 35 Prozent zu erreichen. In einigen Kommunen besteht sogar ein größeres Angebot wie Nachfrage“, berichtete Landrat Matthias Wilkes erfreut.

    Geradezu ein Dauerthema der jährlichen Zusammenkunft ist das Thema Sonntagsschutz. Die kirchlichen Vertreter setzen sich stetig dafür ein, dass zum Schutz der Arbeitnehmer Sonntagsarbeit nur dann zu rechtfertigen sei, wenn sie im öffentlichen Interesse notwendig ist oder der Sonntagskultur dient. Vor diesem Hintergrund wurde ein Sonntagsschutzbericht für den Kreis Bergstraße gefertigt, der eine Auswertung der verkaufsoffenen Sonntage für alle Kommunen aufzeigt. zg

     

     

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