Innenhoffest beim MGV 1840 am Sonntag in bester Stimmung
Regenschirm und gute Laune, beim Innenhoffest des MGV 1840 passte beides zusammen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Gemütlichkeit in ihrer schönsten Ausprägung, an zwei Tagen Hochstimmung und zufriedene Gäste, Livemusik und Chorauftritte, eine verführerische Speisekarte und eine Überraschung. Beim 22. Innenhoffest des Männergesangvereins 1840 im Innenhof des Gemeindezentrums der Lukasgemeinde am vergangenen Wochenende zeigte sich der Gesangverein als perfekter Gastgeber mit hochmotivierten Mitgliedern am Drehgrill und an der Riesenbratpfanne, an der Bar, an der Sonntagskuchentheke und vielen weiteren Positionen. Begeisterte Erzählungen waren vom Samstagabend zu hören – ein sehr unterhaltsamer Abend mit Chören, Helmut Wehe und Patrick Embach und einer gelungenen Überraschung. Alle vier Bürgermeisterkandidaten stellten sich einem ganz besonderen „Tauglichkeitstest” mit drei Aufgaben, bei denen die Kenntnis der Lampertheimer Mundart vorteilhaft war.
„Das hat gut Stimmung gebracht“, meinte der Erste Vereinsvorsitzende Holger Schneibel am Sonntagmittag mit einem verschmitzten Lächeln. So spielten die Bürgermeisterkandidaten mit Helmut Wehes Kuhglocken den Refrain des „Lampertheimer Liedes“ nach und lösten Bilderrätsel nach Art von „Zimmer frei“. In einer Pattsituation fand das heitere Geschehen für alle Kandidaten ein glückliches Ende. Bei der Wahl im September gilt dagegen der Grundsatz „nur einer kann gewinnen“. Zum musikalischen Frühschoppen am Sonntag hatten sich schon viele Gäste einen Platz gesichert. Ein romantisches Fleckchen war der kleine Garten mit der alten Domglocke. Die Sonnenschirme waren aufgespannt, blühende Tischdekoration signalisierte Hochsommer. Der Kinderchor Crescendo unter der Leitung von Andrea Hintz-Rettenmaier begeisterte das Publikum mit fröhlichen Liedern.
Der MGV Liedertafel Gemischter Chor begann mit dem Lied „Im Weinkeller“, um dann die unendlichen Facetten der Liebe in „Der Bajazzo“ und „Erlaube mir, feins Mädchen“ zu besingen. Alexander Marx dirigierte. Mit „Ich war niemals in New York“ von Udo Jürgens stellte sich die Chorgemeinschaft Sängerrose und Cäcilia unter der Leitung von Frank Aiglstorfer vor. Ebenso schwungvoll folgten „Griechischer Wein“ und „Rot ist der Wein“. Der Evangelische Posaunenchor aus Hofheim unterhielt die Gäste zum Mittagessen mit beschwingter Musik, dirigiert von Sebastian Blaut. Zwischenzeitlich zogen Regenwolken über Lampertheim. Schnell spannten viele Gäste ihre vorsorglich mitgebrachten Regenschirme auf oder rückten unter den Sonnenschirmen zusammen. Auf sie waren viele sehnsüchtige Blicke gerichtet - sahnig und cremig, fruchtig frisch und auch knusprig, wunderbar duftend und optisch höchst attraktiv präsentierten sich die Torten und Kuchen. Sängerinnen beherrschen eben auch die Kunst des Backens. Am Pack- und Kassentisch gab es bei Helga Hoffmann noch etwas dazu – ein kostenloses Zitat aus ihrem Körbchen zum Hineingreifen und sich freuen. Der handgeschriebene Zitatenschatz umfasste zu Anfang noch 130 dekorativ zugeschnittene und gefaltete Zettel. Die kostenlosen Kutschfahrten mit Pferd und Wagen für Kinder waren wegen eines technischen Defekts am Wagen ausgefallen.