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  • Di., 02. März 2021, 11:04 Uhr
    REGENTROPFEN-WERKSTATT: Gottesdienst und Rechenschaftsbericht in verkürzter Form 

    Trotz schwerem Jahr finanzielle Unterstützung für Kinderhilfsprojekte 

    Pfarrer Holger Mett. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – „Die Regentropfen feiern ihren 39. Geburtstag, und wir gratulieren herzlich dazu“, begrüßte Pfarrer Holger Mett am Sonntagmorgen im Freien vor der Friedenskirche bei Sonnenschein zahlreiche Mitarbeiter und Interessierte. „Leider ohne Feier im Gemeindehaus im Anschluss an den Gottesdienst, ohne Mitgliederversammlung, ohne leckere Suppe, Kaffee und Kuchen. Trotzdem vergessen wir den Geburtstag der Regentropfen nicht.“  

    Seit 1982 treffen sich Menschen jeden Alters, um Holzartikel verschiedenster Art herzustellen, die dann im Regentropfen-Lädchen in der Bahnhofstraße 5 oder auf Märkten verkauft werden. Solange schon unterstützen die ehrenamtlich Tätigen Kinder- und Jugendhilfsprojekte im argentinischen Jujuy finanziell. Dort kümmern sich Mitarbeiterinnen der Bensheimer Christusträger-Schwesternschaft, eine evangelische Kommunität, um bedürftige Kinder und deren Familien. Im Anschluss an den Gottesdienst gab Karl-Heinz Jakob vom Regentropfen-Vorstand einen kurzen Bericht über das vergangene Jahr, „ein schweres“, wie er betonte. Zuerst der Lockdown im März mit Einstellung der Gruppenarbeiten in der Werkstatt der Begegnungsstätte Haus Billau und Schließung des Lädchens. Dann der Tod des langjährigen Gemeindepädagogen und Werkstattleiters Thilo Götz, „der uns alle erschüttert hat“. Nach der Öffnung Anfang Juni erfolgte ein vorsichtiger Anlauf der Aktivitäten unter den entsprechenden Hygienemaßnahmen. Der Werkraum der Kinder wurde zusätzlich genutzt, so dass die Abstände zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen vergrößert werden konnten. 

    Ab dem Herbst wurde auch sehr viel im Homeoffice erledigt, beispielsweise das Bemalen oder Sägearbeiten, berichtete Jakob. Das Regentropfen-Lädchen war bis Mitte Dezember geöffnet, das Hauptgeschäft, die Weihnachtsmärkte fielen aus. Alternativen fanden sich unter anderem mit dem Hofmarkt bei der Familie Back, dem Bürstädter Wochenmarkt oder dem Kofferraumverkauf. Dadurch konnten „doch noch nennenswerte Einnahmen verbucht werden, die es uns ermöglichen unsere übliche Spende an die Christusträger-Schwestern in Jujuy zu überweisen“. Das vergangene Jahr brachte einen Nettoerlös von 6 172 Euro, wovon zirka 1 800 Euro Spenden sind, darin enthalten ist auch die Kollekte des Abschiedsgottesdienstes für Thilo Götz in Höhe von 480 Euro. Der Dank des Vorstandes galt allen, die mitgewirkt haben, „dieses doch ansehnliche Ergebnis“ in Corona-Zeiten zu generieren. An die Christusträger Schwestern werden 5 000 Euro und separat die Kollekte überwiesen. 

    Jakob informierte zudem darüber, dass die katholische Pfarrgemeinde mitgeteilt habe, die Spendenzahlung für die Kinderhilfe Midalam einzustellen. Das Kinderheim sei zurzeit geschlossen und die weitere Entwicklung für deren Arbeit nicht absehbar. Deshalb sei das Engagement vorerst eingestellt worden. Anders laufe es in Jujuy. Die Kindertagesstätte sei zwar wegen Corona geschlossen, stattdessen würden aber Lebensmittel und Gemüsetüten an die Familien verteilt. Das Kinderheim werde durchgehend weiter betrieben. „Dort leben sie als große Heimfamilie mit den Quarantänebestimmungen wie auf einer Insel“, in der anfangs roten Zone, jetzt gelben, mit etwas gelockerten Beschränkungen. Jakob teilte abschließend mit, dass der Vorstand aufgrund der aktuellen Situation ein weiteres Jahr im Amt bleibt. Eine Entlastung und Neuwahlen wird es erst beim nächsten Geburtstag geben. Petra Gahabka

     

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