Aufführung des Schulmusical „Tuishi Pamoja“ von Schülern der Goetheschule im Martin-Luther-Haus begeistert Publikum
Über eine Freundschaft in der Savanne
Erdmännchen, Löwen, Giraffen und Zebras wirkten mit beim Musical „Tuishi Pamoja” der Goetheschule. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Bereits seit einigen Wochen studierten die Theater-AG und die Chor-AG der Goetheschule das Musical „Tuishi Pamoja“ von Sandra Engelhardt (Text) und Martin Schulte (Musik) ein – ein Musical speziell für Kinder. Auch die Trommel-AG der Grundschule unter der Leitung von Claudia Streng wirkte unterstützend mit. Die Theater-AG mit Schülern der dritten und vierten Klassen wird von Kathrin Schaberick geleitet – die Leitung des Schulchors, bestehend aus 30 Kindern der zweiten bis vierten Klassenstufe, liegt in der Hand von Bettina Wosch, die das aufgeführte Musical auf dem Klavier begleitete. Nach zwei Vorstellungen für die Mitschüler der Grundschule am Montagvormittag wurde das Musical am Dienstag im Martin-Luther-Haus auch den Familienangehörigen und Freunden präsentiert. Die Resonanz war sehr positiv – der Saal war kurz vor Beginn prall gefüllt mit Besuchern, die nicht alle einen Sitzplatz ergattern konnten. Schulleiterin Margarete Veltman hieß die zahlreich erschienenen Gäste herzlich willkommen. „Seid willkommen“ lautete auch der erste Liedbeitrag der Kinder.
„Tuishi Pamoja“ ist Swahili und bedeutet „wir wollen zusammen leben“. Das Musical für Kinder stellt eine Geschichte dar über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz mit afrikanisch-grooviger Musik. Es spielt in der afrikanischen Savanne und handelt von einer Giraffenherde, die neben einer Zebraherde lebt – jedoch ohne jeglichen Kontakt. Das Giraffenkind ‚Raffi‘ und das kleine Zebra ‚Zea‘ wachsen mit festen Vorurteilen auf. „Machen Streifen wirklich doof und stimmt es, dass man mit langhalsigen Tieren sowieso nicht vernünftig reden kann?“ – solche und ähnliche Fragen stellen sich die beiden heranwachsenden Tiere. Den Kindern gelang es auch die Erwachsenen mit ihren musikalischen und schauspielerischen Vorträgen zu begeistern.
Zum Glück gibt es noch die pfiffigen Erdmännchen mit ihrer toleranten Einstellung, und auch der Angriff der Löwen, der ausnahmsweise mal Gutes bewirkt – ‚Raffi‘ und ‚Zea‘ lernen sich näher kennen und bringen schließlich durch ihre Freundschaft auch den großen Tieren Offenheit und Toleranz bei. „Wir leben schon so lange nebeneinander – da kann man auch miteinander spielen und Freunde sein“ – zu dieser Erkenntnis kamen die Beteiligten dann doch noch zum guten Schluss. „Wir wollen Freunde sein“ – mit diesem Lied wurde das Stück musikalisch beendet und es folgte ein kräftiger Trommelwirbel. Die Akteure erhielten großen Beifall. Veltman bedankte sich bei den Kindern, die im Vorfeld fleißig viele Texte gelernt hatten, und hob die Leistung der Schüler/-innen hervor, die zum krönenden Abschluss dieses Stück erfolgreich miteinander aufführen konnten – ein Eis als kleine Erfrischung bekamen alle Mitwirkenden zur Belohnung. Mitglieder des Fördervereins der Goetheschule sorgten für die Verpflegung der Besucher mit kühlen Getränken und Laugenbrezeln.
Sigrid Samson
Schulchor, Theater- und Chor-AG, sowie die Trommel-AG bei ihrer Aufführung im Martin-Luther-Haus. Foto: Sigrid Samson