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  • Fr., 22. Januar 2016, 10:21 Uhr
    Jugendberufshilfe des Diakonischen Werkes unterstützt mit wachsendem Erfolg Menschen bis 27 Jahre

    Übergänge von Ausbildung zu Arbeit meistern

    Leisten erfolgreich Jugendberufshilfe im Diakonischen Werk Bergstraße: Tatjana Maier-Borst (Dipl.Sozialarbeiterin), Marion Persson (Bereichsleitung) und Kerstin Biehal (Dipl. Sozialpädagogin; v. l.). Foto: Meike Paul


    LAMPERTHEIM – Es gibt faktisch mehr Ausbildungsplätze als Azubis und doch gibt es unzählige junge Leute, die keine Chance auf einen dieser Plätze haben. Weil sie die Schule abgebrochen oder die Ausbildung nicht beendet haben. Weil sie mehrfach umgezogen sind, aus anderen Ländern kommen, den Anschluss verpasst oder einfach Pech gehabt haben. Um all diese Menschen kümmert sich das Diakonische Werk Bergstraße und bietet zweimal die Woche eine offene Beratung in der Fachstelle Jugendberufshilfe an – jeden Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr, Industriestrasse 35 in Lampertheim. Hier warten die Sozialarbeiterin Tatjana Maier-Borst und die Sozialpädagogin Kerstin Biehal auf Jugendliche und junge Menschen bis 27 Jahre, um ihnen Möglichkeiten und Wege aufzugehen, psychologisch zur Seite zu stehen und neue Perspektiven zu finden. „Unser Hauptaugenmerk richtet sich dabei vor allem auf die Übergänge von Ausbildung zu Arbeit. Doch wir begleiten gerne auch schon früher – bei der Ausbildungs- oder Praktikumssuche", erklärt Maier-Borst. Generell machen die Frauen, die an diesem

    Nachmittag zusammen gekommen sind, um Ihre Bilanzen darzulegen, einen sympathischen und fürsorglichen Eindruck. Ein Grund, weshalb wohl auch genauso viel Männer den Weg zur Beratung  finden wie Frauen. „Wir dachten, vielleicht möchten die Jungs lieber mit einem Kollegen über ihre Probleme sprechen, doch erstaunlicherweise war das im vergangen Jahr nicht nötig", freut sich Kerstin Biehal. So kommt es, dass von 128 Klienten 72 in die Langzeitbetreuung kamen. Ganze 19 Prozent mehr als im Jahr 2014. Darunter 60 Prozent mit Migrationshintergrund, also junge Menschen, die selbst oder von denen mindestens ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde. Die Erfolge in der Vermittlung sind dabei beachtlich: Rund 14 Prozent konnten eine Arbeit finden. Ganze acht Prozent leisten eine Ausbildung ab. Ein Prozent hat sich selbstständig gemacht, elf Prozent nutzen Berufsvorbereitende Maßnahmen und gerade einmal acht Prozent haben die Beratung abgebrochen. Durch ihre Beratung, die oftmals nach einem Jahr noch nicht abgeschlossen ist und etwa 42 Prozent der Klienten weiterträgt, ist es der Diakonie gelungen, die Lebenssituation und den Status in der Gesellschaft vieler zu verbessern. „Wichtig ist uns, gerade in der anhaltenden politischen Situation, dass wir uns um alle armen oder hilfsbedürftigen Menschen kümmern", erklärte Marion Persson. Dies ist aber nur durch Spenden möglich, weshalb man an dieser Stelle den Firmen, die finanziell unterstützen, einen großen Dank aussprechen möchte. „Ohne sie wäre unsere Arbeit Job in Sicht schlicht und ergreifend nicht möglich!", schließt Person dankbar. Meike Paul

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