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So., 21. Februar 2016, 00:38 Uhr
Kindertagesstätte Maria Verkündigung spendet 500 Euro an den Koordinierungskreis Flüchtlingshilfe
„Übersetzer-Apps sind erste Hilfe für die Flüchtlinge“
Die Kinder, Erzieherinnen und der Elternbeirat der Kindertagesstätte Maria Verkündigung überreichte eine Spende in Höhe von 500 Euro an den Koordinierungskreis Flüchtlingshilfe. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM - Wie fühlt es sich an, wenn man seine Heimat und die eigene Familie verlässt, um in ein anderes Land zu flüchten? In ein Land, dessen Sprache man weder spricht, noch auch nur ansatzweise versteht? Sicher kein gutes Gefühl, deshalb engagieren sich derzeit viele Ehrenamtliche im Koordinierungskreis Flüchtlingshilfe Lampertheim und unterstützen die Asylsuchenden bei Dingen des täglichen Lebens. Ein wenig Licht am Himmel scheint immer wieder durch die Unterstützung zahlreicher Spender, zuletzt der Kindertagesstätte Maria Verkündigung, die der Flüchtlingshilfe mit einem Betrag von 500 Euro in Sachen Sprachbarriere durchaus weiterhelfen konnte. "Unser Elternbeirat unterstützt uns immer, sammelt Geld, um Sachen zu finanzieren, die benötigt werden“, berichtete die Leiterin der Kindertagesstätte Maria Verkündigung Sabine Sauer. Aber auch den Kindern ist das Flüchtlingsthema nicht entgangen und so hatten die Gruppen im Rahmen von St. Martin die Idee, zu teilen und ebenfalls einen Beitrag zu leisten. So überreichte der Elternbeirat einen Betrag von 500 Euro aus einem groß angelegten Kuchenverkauf an die Flüchtlingshilfe, die sich sehr über die finanzielle Unterstützung freute. Investiert wurde der stattliche Betrag in den Bau einer Anlage in der Gaußstraße, die es den dort lebenden 60 jungen Männern ermöglicht das Internet zu nutzten. „Ein Internet-Zugang ist nicht nur Spielerei, sondern für die Flüchtlinge elementar“, meinte Frank Hurrle und ließ sich etwas einfallen, damit die Flüchtlinge auch nach dem Besuch des Deutschkurses von zu Hause mittels Übersetzer-Apps und Audio-Files am Handy oder PC das Gelernte vertiefen und ausbauen können. Aber dazu brauchte es einen Internetanschluss. „Diesen wollte der Vermieter in der Gaußstraße nicht einrichten, aber ein in der Nachbarschaft lebender Lampertheimer Bürger stellte seinen Anschluss zur Verfügung“, erklärte der Vorsitzende des Koordinierungskreises Kurt Stass. So baute Hurrle kurzerhand eine Richtfunkstrecke, die einen Internet-Zugang ermöglicht. Auch die rechtlichen Voraussetzungen in Sachen Störerhaftung sind dank Freifunk, einem Provider, gegeben. „Die Zahl der Flüchtlinge steigt stetig, wir brauchen dringend Betreuer. Menschen, die in die Unterkunft gehen, Kontakt haben und zeigen, wie Müll getrennt wird, wo die Post ist oder wie sie an ein Fahrrad kommen“, erklärte Stass. Außerdem seien diese Helfer auch wichtig, um den Flüchtlingen die deutsche Kultur und Gesetze näher zu bringen. Um jede Unterstützung ist der Koordinierungskreis Flüchtlingshilfe dankbar. Eva Wiegand