SCHILLERSCHULE LAMPERTHEIM: Spenden-Aktion mit Kuchen und Gebasteltem / Über 1000 Euro für SOS-Kinderdörfer in der Ukraine
Überwältigende Resonanz
Trotz des schlechten Wetters war der Stand der Schillerschule auf dem Wochenmarkt stark frequentiert. Foto: red
LAMPERTHEIM – Es war Samstag – Wochenmarkt. Der April machte seinem Ruf alle Ehre: Eisiger Wind fegte die Schneeflocken über den Schillerplatz. Doch der Kälte zum Trotz haben hartgesottene Eltern der Schillerschul-Kinder ihren Stand aufgebaut und mit rund zwei Dutzend Kuchen bestückt. Liebevoll gebastelte Friedenstauben aus Papptellern, originelle Papier-Osterhäschen mit einer Süßigkeit im „Bauch“, bunte Glückwunsch-Karten, lustige Filz-Schnecken und vieles mehr tummelten sich in Kästchen und Körbchen. Kaum war alles aufgebaut, kamen schon die ersten Marktbesucher, um sich für den Nachmittag einzudecken – mit Kuchen und natürlich der passenden Dekoration.
Wenige Wochen zuvor hatte die achtjährige Charlotte aus der Klasse 2c gesagt: „Mama, ich will den Kindern in der Ukraine helfen!“ Schnell war die Idee einer Schulaktion geboren, um Selbstgebasteltes der Schüler und von deren Eltern gebackene Kuchen auf dem Wochenmarkt anzubieten. Alsbald nahmen die Schulleiterinnen Annette Wunder-Schönung und Beate Gündling und der Elternbeirat die Planung auf. Alles klappte bestens – bis der Wetterbericht kam.
„Ich hatte heute Früh noch befürchtet, dass wir am Ende einiges an Kuchen übrig haben“, sagte eine der helfenden Mütter, „aber dass wir bei so schlechtem Wetter eine so überwältigende Resonanz erfahren, macht mich spachlos!“ Denn auch wenn die in Handarbeit gestalteten Aktions-Plakate ein Opfer des feuchten Niederschlags wurden, am Stand der Schillerschule lief es so gut, dass bereits um 10 Uhr alle Kuchen verkauft waren. Der Spendenbereitschaft tat dies jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Waren die Standbesucher von den leeren Kuchenplatten enttäuscht, orientierten sich viele von ihnen um und suchten sich gegen eine Spende eines der tollen Kunstwerke aus – oder machten eine Gabe, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Letztendlich waren sowohl Schulleitung als auch Elternbeirat und natürlich auch die kleine Charlotte vom Ergebnis beeindruckt: Über 1000 Euro werden in den kommenden Tagen ihren Weg in die SOS-Kinderdörfer in der Ukraine finden, um Kindern und ihren Angehörigen dort humanitäre Hilfe und die Flucht in sichere Gebiete zu ermöglichen. Die Organisatoren bedanken sich von Herzen bei allen Bastelkünstlern und ihren Lehrern, bei den Kuchenbäckern und Helfern und natürlich bei allen Käufern und Spendern. red