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Mo., 14. März 2022, 08:43 Uhr
VEREINSFÖRDERUNG: Stadt Lampertheim unterstützt Schützenverein Hubertus mit über 8.000 Euro
Umbau der Schießanlage für die digitale Zukunft
In die Zehn sollte man treffen, das ist bei der kleinen Scheibe für das 50-Meter-Schießen eine winzige Fläche, größer ist die Scheibe für das 100-Meter-Schießen. Hier noch analog mit Löchern von Treffern, zukünftig digital. Im Bild (von links): Claudia Olbrich, Wilfried Olbrich, Erster Stadtrat Marius Schmidt, Dieter Spannagel und Ursula Spannagel. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Beim Schützenverein Hubertus in der Rosenaustraße hat die Stadt Lampertheim mit ihrem Investitionszuschuss in Höhe von genau 8.262,41 Euro ins Schwarze getroffen wie Erster Stadtrat Marius Schmidt bei der offiziellen Übergabe des Bescheids am Freitag erleben konnte. Strahlende Gesichter beim Vorsitzenden Wilfried Olbrich und Schatzmeisterin Claudia Olbrich sowie Geschäftsführer Dieter Spannagel und Jugendtrainerin Ursula Spannagel, auch wenn wegen der Corona bedingten Schutzmasken zeitweise nur das Strahlen der Augen zu sehen war. Auch die besten Grüße von Bürgermeister Gottfried Störmer überbrachte Schmidt. Mit dem Geld erneuert der Verein die 50-Meter- und 100-Meter-Sportschießstände und rüstet auf die digitale Erfassung und Verarbeitung der Ergebnisse um. Seit seinem letzten Besuch im Vereinsheim hat sich viel getan, stellte der Erste Stadtrat fest und findet: „Das ist schön geworden“. Vorsitzender Olbrich berichtete, was zwischenzeitlich in Eigenleistung geschehen ist: Neue Fenster und Türen wurden eingebaut, Holzverkleidungen an Decken und Wänden wurden herausgerissen, die Wände neu verkleidet und weiß gestrichen. Angenehm fällt auf, dass der Aufenthaltsraum eine Schallschutzdecke erhalten hat. Hier hängen auch zwei Bildschirme an der Wand, damit die zuschauenden Vereinsmitglieder, die gerade nicht schießen, jederzeit das Geschehen an den Schießständen und jeden Schuss im Blick haben. „Die Jugend hat uns darauf gebracht“, erklärte Olbrich, „als wir fragten, was sie verändern würden“. Die Jugend sei erpicht auf die Digitaltechnik. Zehn Stände für Luftgewehrschießen seien schon digital umgerüstet. „Wir sind stolz auf unsere Jugend“, sagt Ursula Spannagel. Im Bezirk habe der Verein die stärkste Jugendgruppe sowie eine Bezirksmeisterin und einen Bezirksmeister. Auch zweite, dritte und vierte Plätze konnten besetzt werden. Wettkämpfe auf Bezirksebene finden wieder statt, freuen sich die Vereinsvorstände, auch trainiere die Jugend regelmäßigmittwochs von 18 bis 20 Uhr. Für die Ausrüstung der Jugendlichen sorge der Verein, was nicht selbstverständlich sei, betonte der Vorsitzende. Ein Luftgewehr koste zweieinhalbtausend Euro, dazu kommen die Schießjacken und –hosen, auch die Munition und Getränke seien frei. Erster Stadtrat Schmidt ergänzte, dass auch die SG Hüttenfeld so großzügig sei. Das große Herz des Schützenvereins 1923 Hubertus hob Schmidt hervor, auch was die Ferienspiele angeht und dass dem Pächter der Vereinsgaststätte in der Corona-Krise die Miete erlassen worden sei: „Das wissen wir zu schätzen“. Schmidt erläuterte die neue Systematik bei der Vereinsförderung, die von den Stadtverordneten einstimmig beschlossen worden sei. Die krummen Zahlen resultierten aus dem gewährten Zuschuss von 20 Prozent. Vorsitzender Olbrich legt Wert auf den Hinweis, dass der Verein, der dem Deutschen Schützenbund angehört, nach dessen Regeln keine Automatikwaffen verwende. Hohe Konzentration erfordere der Schießsport, erzählte Dieter Spannagel, das finde er entspannend. Abgesehen vom Spaß habe der Schießsport auch bei Kindern und Jugendlichen eine beruhigende Wirkung, wie vielfach von Eltern berichtet werde. Wegen der Unwägbarkeiten mit der Corona-Inzidenz werde es auch in diesem Jahr kein Ostereierschießen geben, bedauert die Vereinsspitze.Hannelore Nowacki
Auf diesem Bildschirm im Aufenthaltsraum werden die Schüsse digital angezeigt. Ein anderer Bildschirm zeigt das Geschehen am Schießstand. Foto: Hannelore Nowacki