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  • Sa., 23. April 2016, 23:16 Uhr
    51. Ausstellung mit Werken von Jürgen Becker im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bildkultur / Galerie im Haus am Römer“ eröffnet

    „Unberechenbar“ mit beeindruckenden Kunstwerken



    33 faszinierende Gemälde des Hobbykünstlers Jürgen Becker (r.) sind ab sofort im Haus am Römer ausgestellt – seine ehemaliger Polizeikollege, Bürgermeister Gottfried Störmer, eröffnete die Ausstellung. Foto: Sigrid Samson

    LAMPERTHEIM – „Unberechenbar“ lautet der etwas außergewöhnliche Titel der aktuellen Ausstellung von Kunstwerken Jürgen Beckers im Haus am Römer. Denn vielfältig und unberechenbar sind die Auswahl seiner Motive, die Technik, die Beschaffenheit der verwendeten Untergründe, die Farben und die Werkzeuge. Für Becker steht nicht die Stilrichtung, sondern der Spaß am Malen, an Farben, Figuren und Kompositionen im Vordergrund. Er möchte seiner Phantasie ohne Reglementierung freien Lauf lassen können. Seine Arbeiten sind der Versuch, eine Verbindung von gegenständlicher Malerei mit dem Abstrakten herzustellen.

    Der eingebürgerte Bensheimer Jürgen Becker (Künstlername: jube) verbrachte seine berufliche Laufbahn nach Schule und Kaufmannslehre insgesamt 42 Jahre lang im Polizeidienst. Daher stammt auch die Verbindung zu Bürgermeister Gottfried Störmer, dem es eine besondere Freude war, die Bilderausstellung seines ehemaligen Dienstkollegen am vergangenen Donnerstag persönlich zu eröffnen. Gemeinsam waren beide vor einiger Zeit bei der Polizeidirektion Bergstraße in Heppenheim beschäftigt – Becker leitete zuletzt die Polizeistation Lampertheim-Viernheim, bevor er vor 5 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand ging. Seitdem hat er sich intensiver der Malerei zugewendet. Die Faszination der Malerei entdeckte Becker bereits in seiner Jugend. „Er hatte mich angesprochen, seine Werke hier auszustellen, was ich gleich sehr gerne angenommen habe“ erwähnte Störmer und ergänzte, dass er sich freue, Becker mal nicht in Polizeiuniform anzutreffen, sondern als guten alten Bekannten, den er nun hier als Künstler erleben darf.  Im Rahmen der Veranstaltungsreihen „Musik-, Bild- und Wortkultur“ der Stadt Lampertheim wird den ortsansässigen Künstlern der unterschiedlichsten Ausrichtungen seit 2006 adäquate Möglichkeiten eingeräumt, ihre Arbeit selbstständig einem breiten Publikum zu präsentieren.

    „Unberechenbar – so habe ich Becker auch in Erinnerung, nämlich als spontaner und impulsiver Mensch“ merkte Störmer an und meinte dies in positivem Sinne. Es sei genau das, was den Menschen Becker ausmache. Er sei kein klassischer Polizist gewesen, sondern kam durchaus auf Umwegen auch mal auf ganz andere Ergebnisse als erwartet. „Aber genau das war so genial an ihm“ fügte Störmer hinzu. „Ich male, was mir gerade in den Sinn kommt “ erklärte Becker, der in seinen Werken hauptsächlich mit Acrylfarben auf Leinwand arbeitet. Von gegenständlichen bis hin zu abstrakten Bildern ist bei ihm alles zu finden – als Untergründe verwendet er auch mal Metall, Glas oder Pappe; also alles, was ihm gerade so einfällt. Einige Werke sind auch mit Ölfarbe gemalt. Auf eine spontane Idee hin ist auch das Werk „Eva“ entstanden, ein Gemälde auf einer Hartfaserplatte, das eine rhythmische Sportgymnastin darstellt. Dynamik in das Bild bringt der rote Farbverlauf des Bandes, das sie in den Händen hält. „Die Silberberge“ bestechen mit kräftigen grauen und roten Tönen auf Metallhintergrund. „Die Bilder kommen aber erst auf dem passenden Hintergrund richtig zur Geltung“ merkte Becker an. So wirken die 3 zusammengehörigen Bilder mit dem Titel „Durchblick“ im 1. OG besonders ansprechend auf den Betrachter, da sie an dem Platz besonders gut in Szene gesetzt werden konnten. Das Werk „Schattenhaft“ gehört durch die Kombination von zarten Farben auf dem kräftigen blauen Hintergrund zu Beckers Lieblingsbildern. Sich selbst bezeichnet Becker als Hobbykünstler und Autodidakt der ersten Stunde, denn er möchte niemandem etwas beweisen, sondern malt, weil es ihm Freude bereitet. Die ausgestellten Kunstwerke sind zu erschwinglichen Preisen zu erwerben.

    Weitere Informationen finden Sie auch unter  www.jube-de.webnode.com. Störmer hofft auf zahlreiche Besucher der Ausstellung, die mit insgesamt 33 Werken noch bis zum 22. Juni zu den Öffnungszeiten des Rathaus-Services im Haus am Römer zu bestaunen ist. Sigrid Samson

     
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