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  • Do., 28. August 2014, 23:05 Uhr
    Ferienspiele bei Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz mit 70 Kindern

    Unechte Wunden, ungefährlicher Rauch und echter Spaß

    Beim Jugendrotkreuz wurde unermüdlich gewickelt und eingewickelt. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Wie ließe sich Spaß messen? Man könnte zum Beispiel den Lärmpegel ermitteln. Oder einfach mal bei den Ferienspielen zuschauen, wenn die Kinder nach Herzenslust mal das eine, dann das andere tun und mit verbundenem Kopf oder als „weiße Mumie“ lachend herumlaufen. Die Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Mitte in der Florianstraße wurde für die Ferienspiele am Dienstag zwei Stunden lang zur großen Spielwiese, während die rot glänzenden Löschfahrzeuge schön aufgereiht auf dem Vorplatz standen. Regen hatten die Wetterexperten vorhergesagt und tatsächlich lagen dunkle Wolken über Lampertheim. Doch im Technischen Zentrum ist schlechtes Wetter kein Problem. Unter die Feuerwehrautos hatte sich das rote „Flitze Feuerstein Langeweile Löschmobil“ gemischt, in dem die Stadtjugendförderung das gesamte Material verstaut, das die Ferienspiele zu einem besonderen Erlebnis machen. Betreuerin Susanne Camus fand das Wetter sogar ideal: „Bei großer Hitze wie im letzten Jahr kommen weniger Kinder, die gehen dann lieber ins Schwimmbad“. Überall in der Fahrzeughalle war den 70 Kindern etwas geboten – Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) bieten diesen Tag in langer Tradition gemeinsam an. Teamarbeit war beim Seilspringen nötig, dann gab es plötzlich ein fröhliches Seilziehen. Die Betreuerinnen der Stadtjugendförderung verstanden sich beim Kinderschminken auf kunstvolle Malereien im Gesicht und auf den Armen. Das DRK war mit Jugendlichen vom Jugendrotkreuz unter der Leitung von Elke Höpfl vertreten. Kisten voller weißer Mullbinden und anderer Utensilien hatten sie mitgebracht, bestens geeignet auch für das Schminken blutiger Wunden. Einen Riesenspaß hatten die Kinder mit der Ganzkörpereinwicklung, die nur das Gesicht freiließ. Der elfjährige Sebastian, der „ganz verwickelt war“, wie erklärte, wollte bis zum Abend durchhalten, damit auch die Eltern die Wickelkunst bewundern sollten. Nina und Helen, beide zehn Jahre alt, hatten auf ihren Unterarmen eine künstlerische Kombination – neben einer schlimmen Verletzung, die Helen für ihre Freundin beim DRK modelliert hatte, war eine schöne Sonne gemalt, Helen hatte als „Gegenstück“ wie sie erläuterte, von der Betreuerin den Mond auf ihren Unterarm malen lassen. Eine lange Schlange wartete bei der Jugendfeuerwehr aufs Mitmachen als Atemschutzgeräteträger und Retter in der  Not. Insgesamt zwölf Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren im Ferienspieleinsatz. Zur Übung gehörten Helme und die echten, aber viel zu großen Schutzjacken, die gelben Flaschen mit der Atemluft waren leichtgewichtige Nachbildungen zu Übungszwecken. Martin Neumann, Schriftführer bei der Jugendfeuerwehr, erklärte, worauf es in verrauchten Räumen ankommt – immer am Boden bleiben, weil sich dort weniger Rauchgase sammeln. Dicker Diskorauch vernebelte im dunklen Schlauchlager komplett die Sicht. Kriechend bewegten sich die Kinder durch den Raum bis sie den Dummy fanden und retten konnten. Am Steuer eines Löschfahrzeugs zu sitzen war auch ein Erlebnis oder selbst mit dem Strahlrohr einen Dachbrand zu löschen. Der ist nicht gefährlich, denn beim feuersicheren Brandhaus der Jugendfeuerwehr wird nur kurz der Gashahn aufgedreht. Hannelore Nowacki

    Gleich geht es in den Rauch - ein Abenteuer bei der Jugendfeuerwehr. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

     

     

     

     

     

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