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  • Do., 07. April 2022, 11:59 Uhr
    HILFE FÜR DIE UKRAINE: Lampertheimer Thomas Nawar und Kristian Spingel und ihre Team brachten 5,5 Tonnen Sachspenden ins polnische Rzepin / Dank an Spender / Geldspenden weiter gern gesehen

    Unglaubliche Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen

    Drei vollgepackte Anhänger konnten dank der großartigen Unterstützung aus dem Ried von Kurt Poppek, Kevin Nawar, Thomas Nawar, Thomas Köpp, Ralf Imhausen und Kristian Spingel ins polnische Rzepin gebracht werden – sehr zur Freude von Jolanta Brzozka (Caritas Rzepin; 2.v.r.) und ihrer Mitarbeiterin Alicja Andrzejewska (r.). Foto: oh


    LAMPERTHEIM – „Mit der Gulaschkanone Strahlen in die Gesichter von Flüchtlingen gezaubert” lautete der Titel des TIP am 26. März, verbunden mit einem Spendenaufruf für eine besondere Hilfsaktion der beiden  Lampertheimer Thomas Nawar und Kristian Spingel. Die Resonanz darauf war riesig: „Zunächst erhielten wir wieder zahlreiche Spenden durch Freunde und Bekannte, aber nach dem Aufruf im TIP sind wir kaum noch hinterhergekommen”, betonte ein nach wie vor sichtlich von der Unterstützung überwältigter Kristian Spingel im Gespräch mit dem TIP. Unglaubliche 5,5 Tonnen an Sachspenden sind dabei zusammengekommen, von Hygieneartikeln bis zur Bettwäsche. Dies war so viel, dass sich das Team statt mit dem geplanten einen Anhänger am Ende mit drei vollgepackten Anhängern auf den Weg ins polnische Rzepin machten.

    „Der 1. CC Rot-Weiß Lampertheim hat uns hierfür einen Anhänger zur Verfügung gestellt, ebenso wie Imbiss Hermann – herzlichen Dank für diese Unterstützung. Wir haben dann drei Fahrerteams gebildet, neben Thomas Nawar und mir haben sich dankenswerter Thomas Nawar, Thomas Köpp, Kurt Poppek und Ralf Imhausen bereit erklärt, die Strecke nach Polen und zurück zu fahren. Auch hierfür vielen Dank, und natürlich auch an alle Spender für diese sensationelle Hilfsbereitschaft”, strahlte Kristian Spingel angesichts der riesigen Spendenbereitschaft im Ried. So unterstützte beispielsweise der Ski- und Freizeitclub Lampertheim die Aktion mit einer großen Geldspende, die Kita Guldenweg verkaufte Ostersachen und stellte den Erlös zur Verfügung und auch weitere Firmen wie die Obst- und Gemüsezentrale Rhein-Main, die frisches Obst zur Verfügung stellte, der Friseur Neumann, der Autoservice Bärwalde oder auch Me & More leisteten großartige Unterstützung.

    Freude kannte keine Grenzen

    Nachdem alle Spenden sortiert und in mit den entsprechenden polnischen Bezeichnungen versehenen Kisten gepackt wurde, konnte es am vergangenen Freitag losgehen: Um 6.30 Uhr machte sich die Kolonne auf den Weg nach Rzepin – hier kannte die Freude bei den Helfern vor Ort nach der Ankunft am Abend keine Grenzen. Den Samstag nutzten die Lampertheimer, um gemeinsam mit einer Dolmetscherin mithilfe der Spendengelder all das einzukaufen, was vor Ort dringend benötigt wurde. Fünf Supermärkte wurden hierfür besucht, alleine im ersten wurden für 1.300 Euro insgesamt zehn Einkaufswägen vollgepackt, unter anderem mit Instant-Suppen und vielem für Kinder. Anschließend wurden die Einkäufe ins lokale Gemeindezentrum gebracht. Dort wird für die Flüchtlinge aus der Ukraine durch freiwillige Helfer, den örtlichen Behindertenverband, die Caritas und den Seniorenverband von Rzepin Tag und Nacht gekocht, um den Flüchtlingen vor Ort aber auch am Bahnhof eine warme Mahlzeit bieten zu können. 

    „Es hat uns natürlich interessiert, weshalb so viele Menschen aus der Ukraine ausgerechnet nach Rzepin kommen, da dies doch ein recht kleiner Ort ist”, so Kristian Spingel im Gespräch mit dem TIP. „Wir haben erfahren, dass sich hier der letzte Bahnhof vor der Grenze nach Deutschland befindet. Die Ukrainer steigen hier aus und können entscheiden, ob sie vor Ort bleiben möchten oder aber in eine größere Stadt in Polen oder aber nach Deutschland oder einem anderen EU-Land weiterreisen möchten. Daher befinden sich hier immer sehr viele Menschen vor Ort. Teilweise kommen diese mittlerweile nicht nur mit Sonderzügen von der ukrainischen Grenze an, sondern auch mit Sonderbussen und auch Regionalbahnen.” Diese Menschen müssen alle versorgt werden, daher war die Spende aus Lampertheim um so wichtiger. 

    Geldspenden weiterhin erwünscht

    Am Sonntag machten sich die Lampertheimer auf den Weg zurück – zuhause angekommen war schnell klar: „Wir werden noch einmal nach Rzepin fahren!” Dann aber nur mit einem Auto, um die mittlerweile weiteren eingetroffenen Spenden direkt zu den Helfern vor Ort zu bringen. Sachspenden sind aktuell nicht mehr erwünscht, über weitere Geldspenden würden sich Kristian Spingel und Thomas Nawar jedoch sehr freuen, um direkt vor Ort wieder genau das einkaufen zu können, was benötigt wird. Hierzu können Spenden auf die PayPal-Konten piaspingel@web.de oder iukpoppek@hotmail.de eingezahlt werden. Wer die engagierten Lampertheimer bei ihrer Hilfe für die ukrainischen Flüchtlinge mit Geldspenden weiterhin unterstützen möchte, kann sich zudem auch gerne telefonisch an Kristian Spingel unter 0176-34947565, an Thomas Nawar unter 0172-6227793, an Pia Spingel unter 0176-64891242 oder an Kurt Poppek unter 0176-47595588 wenden. Benjamin Kloos

     

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