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  • Sa., 11. Oktober 2014, 15:47 Uhr
    Berufsinformationsbörse gab in persönlicher Atmosphäre wertvolle Entscheidungshilfen / Überwiegend positives Echo der Beteiligten

    „Uns hat es auf alle Fälle was gebracht”

    Die Infobörse war für die Schülerinnen und Schüler der Alfred-Delp-Schule nicht nur ein Pflichttermin, sondern gab in Sachen Berufsfindung einige Entscheidungshilfen. Foto: Steffen Heumann


    LAMPERTHEIM – „Ein konstruktives Abschlussgespäch einer gelungenen Veranstaltung”, zog Marianne Michels-Junglas, Präsidentin des ausrichtenden Rotary Clubs  nach der 23. Berufsinformationsbörse in der Alfred-Delp-Schule am Samstag Bilanz. „Der Aufwand lohnt sich, es kommt etwas zurück”, freuten sich Michels-Junglas, wie auch Adam Herbert, Beauftragter für den Berufsdienst bei den Rotariern, über das Engagement zahlreicher Firmen. Gemeinsam wirken alle Beteiligten daran mit, junge Menschen für einen Beruf zu begeistern. Hintergrund der Veranstaltung sei es, die Zukunftschancen der Schüler zu verbessern, da gerade der mittlere Bildungsabschluss vernachlässigt würde.

    Das Echo der Firmen war vielfältig: Tolle Dialoge und Gespräche mit gezielten Fragen. Gut vorbereitete und motivierte Schüler, die großes Interesse an einzelnen Berufsbildern gezeigt hätten. Positiven Anklang fand auch die persönliche Atmosphäre, da im Vergleich zu den Vorjahren die Veranstaltung nur für die 9. und 10. Klasse verbindlich war, Schüler der unteren Klassenstufen war das Erscheinen freigestellt. Man habe den künftigen Azubis vermitteln können, dass es nicht nur auf die Noten, sondern auch auf die Persönlichkeit des Bewerbers ankomme. Das spiele auch im Bereich des Handwerks eine große Rolle, meinte Gernot Knorr, wo es neben einer fachlich guten Ausbildung auch auf die menschliche Integrität ankomme.

    Für Gabriele Polzin, Schulleiterin der benachbarten Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) war die Teilnahme eine ideale Möglichkeit, um für das eigene Bildungsangebot zu werben. Wie der stellvertretende Leiter der gastgebenden Alfred-Delp-Schule, Alexander Böhm, informierte, sei geplant, die nächste Berufsinformationsbörse zusammen mit der ESS zu gestalten. „Wir sind im Gespräch”, so Böhm, der sich auch einen zweijährigen Rhythmus im Wechsel mit der Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim vorstellen kann. Im Sinne der Nachhaltigkeit und Effizienz wurde allerdings der Wunsch geäußert, den Status Quo beizubehalten, da sich der Weg zur Ausbildung erfahrungsgemäß über einen längeren Kontakt zwischen Schülern und Arbeitgeber erschließe.

    Angemerkt wurde seitens der Betriebe auch die geringe Resonanz der Elternschaft an der Veranstaltung. „Elternarbeit ist ein Kernthema”, bedauerte Schulleiter Alexander Böhm das Desinteresse von Erziehungsberechtigten. „Wir als Schule sind damit überfordert, alle Aufgaben wahrzunehmen”, wünscht sich Böhm, dass es gelingt, Eltern zu motivieren und ihre Kinder auf dem Weg in die Ausbildung aktiver zu begleiten.

    „Uns hat es auf alle Fälle was gebracht”, meint Lars, der mit seinen Mitschülern die Berufsinformationsbörse besucht hat. „Es war informativ und interessant”, ergänzt Torben aus der 9cR. „Die Ansprechpartner waren alle nett und haben sich Zeit für uns genommen”, fand Baris. Besir hat einen konkreten Berufswunsch vor Augen: Bankkaufmann zu werden, das könne er sich gut vorstellen. Sahin hat einige Broschüren dabei und viel über den Beruf des Hörgeräteakustikers und Mechatronikers erfahren. „Beides würde mich interessieren”. „Ich weiß noch nicht genau”, erklärt Jonas, der noch keinen konkreten Berufswunsch hat. „Aber, ich habe noch eineinhalb Jahre Zeit, mich umzuschauen”, fügt er an und startet mit seinen Mitschülern nach dem anstrengenden Vormittag jetzt erstmal durch ins Wochenende.

    Steffen Heumann

    INFO: Lothar Litters folgt im kommenden Jahr auf Adam Herbert in das Amt des Beauftragten für den Berufsdienst im Rotary Club Lampertheim. „Ich freue mich auf meine Aufgabe und darauf, eine so wunderbar eingeführte Veranstaltung weiterführen zu dürfen”, dankte Litters seinem Vorgänger.

    Konstruktives Abschlussgespräch: Im Anschluss an die 23. Berufsinformationsbörse nutzen die beteiligten Akteure die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Foto: Steffen Heumann

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