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  • Di., 20. August 2019, 08:07 Uhr
    Kerwe-Montag beim Seniorentreff im Pfarrzentrum St. Josef mit Kranz und Kerweredd

    „Unser Kerb, die gfällt de Leit“ 

    Maria Winkler hielt am Montag die Kerweredd beim Seniorentreff in Bobstadt. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT –  Kerb feiern, wie es Tradition ist - beim Seniorentreff ist es der Kerwe-Montag, der groß gefeiert wird. Nur im letzten Jahr hatte es wegen der Hitze eine spontane Pause gegeben. Zum Frühschoppen hatte der Seniorentreff  am Katholischen Pfarrzentrum St. Josef alle Senioren eingeladen, die an der Kerwe Spaß haben – und das waren viele. Weitere Stühle wurden schnell selbst oder durch Helfer herbeigeschafft. Kein Wunder, denn wer wollte einer so herzlichen, gereimten Einladung nicht folgen, wie sie Maria Winkler im Pfarrbrief und im Aushang geschrieben hatte: „Unser schöni Welt erhalte, wolle Junge und die Allde. Feschte feiern, wie se falle, Wertschaft, Freundschaft, Spass fa Alle. Unser Kerb, die gfällt de Leit. De Hol- un Bringdienscht steht bereit. Wanns Treppesteije fa dich Gift, macht nix, mä hen jo unsern Lift“. Unter dem Blätterdach des Baums vor dem Pfarrzentrum hatten die Helfer Stuhlreihen aufgestellt, mit Blick zu den Treppen hinauf zum Eingang, die Bühne für Doris und Annelie mit Geige und E-Gitarre aus Hofheim und Maria Winkler, die mit ihrer Kerweredd in Booschdädder Mundart bekanntermaßen das Booschdädder Leben humorvoll und lebensweise interpretiert. Die  lokalen und die weltpolitischen Verhältnisse bedenkt sie mit Booschdädder Durchblick. „Un unsern Parre feiert mit“, selbstverständlich feierte Pfarrer Adam Malczyk gerne mit, ihm gefiel die mundartliche Einladung sehr, wie er im Gespräch mit dem TIP deutlich machte. In Bobstadt sei es nicht schwer jedes Geschäft zu kennen, meinte Maria Winkler in ihrer Kerweredd, aber dass es wieder eine Wirtschaft bei der TG gibt, „is werklich schee“. Plastik im Meer, im Fluss und im Fisch, Insektensterben und Vorgärten aus Stein und Kunststoff „an alle Ecke“ – aber „heit feiern mä unser Kerwefescht, ich waas, des i seich meh wie recht“. Zu lachen gab es viel, auch viel Applaus, und abwechselnd mit der Kerwerede spielten die „zwo Mädche vun Howwe“ ein paar Lieder und begleiteten das gemeinsame Singen des Bobstädter Kerwelieds und des Seniorenlieds, das im Alter fröhliche Stunden und Runden verheißt. „Gemeinsam heeßt des Zauberwort, Jung und Alt gemeinsam fa unsern Ort“, war die Essenz der Kerwerede, worauf die Besucher ihr Glas erhoben. Zum Kerwekranzaufhängen hatten sich Kerwevadder Marc Merl und seine Kerweborsch angeboten, was Maria Winkler besonders schön fand. Sie waren pünktlich gekommen, aber doch zu spät, denn der Kranz hing schon, ein verzeihliches, zeitliches Versehen der Rednerin. Rudi Pumm war „als Mann für alle Fälle“ auf die hohe Leiter gestiegen. Kein Problem, die Kerweborsch brachten fröhliche Stimmung mit und hüpften vor Vergnügen. Ganz munter war auch der 99-jährige Bobstädter, dem die ausgelassene Stimmung gefiel. Zur Stärkung gab es zum Preis von fünf Euro Rippchen, Kraut und Kartoffelbrei, Kaffee und Riwwelkuchen. Hannelore Nowacki

    Die Kerweborsch waren zum Kranzaufhängen gekommen, eine Unterbrechung ihres Kerwevergnügens bei der neuen Gaststätte der TG Bobstadt serve and volley. Foto: Hannelore Nowacki


     

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