Biblis Block A: Werkstoffuntersuchungen haben Auffälligkeiten ergeben
Verdampferanlage abgeschaltet
Die Bürgermeister der Region sorgen sich insbesondere um die Sicherheit der Bevölkerung. Archivfoto: Steffen Heumann
BIBLIS – Die Betreiberin des Kernkraftwerkes Biblis, die RWE Power AG, hat heute das nachfolgende Ereignis dem hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Nach der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen INES ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen.
Das Kraftwerk Biblis ist seit dem Ereignis im japanischen Kernkraftwerk Fukushima nicht mehr in Betrieb. Im Rahmen eines routinemäßigen Rundgangs im Block A wurden an einer Verdampferanlage der Kühlmittelaufbereitung Ablagerungen festgestellt, die auf eine Undichtigkeit hindeuten. Erste Werkstoffuntersuchungen haben Auffälligkeiten am Verdampfer ergeben. Aufgrund dieser Befunde bleibt der Verdampfer bis zur Instandsetzung außer Betrieb. Alle Brennelemente befinden sich im Lagerbecken. Die Kühlung der Brennelemente ist durch das vorgenannte Vorkommnis nicht beeinträchtigt. „Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden”, erklärt die Betreiberin.
Das Ereignis wurde von der Betreiberin nach den deutschen Meldekriterien in die Kategorie N (= Normal) eingestuft und fristgerecht (innerhalb von 5 Werktagen) dem Hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Eine abschließende Bewertung des Ereignisses und der Einstufung wird unter Hinzuziehung des TÜV NORD vorgenommen. zz