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  • Mo., 23. November 2015, 16:29 Uhr
    Lessing-Gymnasium Preisträger des Wettbewerbs „Trialog der Kulturen" / Zertifikate überreich

    „Vereint in Verschiedenheit" bestes interkulturelles Projekt in Hessen

    Große Freude bei Schülern und Lehrern des LGL: Das Projekt „Vereint in Verschiedenheit" wurde im Rahmen des „Trialog der Kulturen" der Herbert Quandt-Stiftung als bestes Projekt in Hessen ausgezeichnet. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Ein Jahr lang haben sich Schüler und Lehrer des Lessing-Gymnasiums (LGL) im Wettbewerb „Trialog der Kulturen" der Herbert Quandt-Stiftung für eine bessere Verständigung zwischen Juden, Christen und Muslimen in Deutschland eingesetzt. Und dies mit durchschlagendem Erfolg, denn das LGL erhielt mit seinem Projekt „Vereint in Verschiedenheit" den ersten Preis in Hessen, dotiert mit 9.000 Euro. Nachdem die offizielle Siegerehrung in Bad Homburg bereits erfolgt, konnten am Montag im LGL selbst die Zertifikate zur erfolgreichen Teilnahme überreicht werden. Dabei erhielt das gesamte Team ein Zertifikat, aber aufgrund der außergewöhnlichen Leistung für dieses Projekt auch zahlreiche Schüler und Lehrer.

    Dagmar Seeböck, Leiterin des Projektes am LGL, drückte den Dank der Schulgemeinschaft für das außergewöhnliche Engagement der Schüler aus. „Der Trialog wurde von Euch getragen, dank Euch hat sich unsere Schule intensiv mit den unterschiedlichen Kulturen auseinandergesetzt. Ein Jahr lang habt Ihr ein unglaubliches Engagement an den Tag gelegt, dafür 1.000 Dank."

    „In den vielen unterschiedlichen Teilprojekten hat das Trialog-Team aus Lampertheim eine große Strahlkraft nach innen und außen entwickelt", befand die Jury. Von der künstlerischen Gestaltung einer Passage der Weltreligionen über die Komposition einer Trialog-Hymne bis hin zur kognitiven und literarischen Auseinandersetzung mit Religionen und Kulturen hätten die Schüler "mit allen Sinnen gelernt". Vor allem gefiel der Jury, dass die Schule Raum für Begegnung und gegenseitiges Voneinander-Lernen geschaffen habe: ob beim Culture-Surfing, bei dem sich Schüler unterschiedlicher Herkunft und Kulturen zu Hause in ihren Familien besuchten, oder bei einem mitten in der Stadt eingerichteten Erzählcafé. Das Urteil der Jury: „Nichts trägt besser zum Abbau von Vorurteilen bei."

    „Die Preisträger haben vorgemacht, wie ein offener und wertschätzender Umgang von Menschen verschiedener Kulturen und Religionen miteinander möglich ist", betonte Susanne Klatten, Stiftungsratsvorsitzende der Herbert Quandt-Stiftung, bei der Preisverleihung. „Alle Schüler sind mit positiver Neugier und ohne Angst vor dem Fremden aufeinander zugegangen. Sie haben aber auch gelernt, wie wichtig es ist, Konflikte anzusprechen und konstruktiv zu bewältigen." Dies gilt im besonderen Maße auch für die Schüler des LGL und deren Lehrer, denen die Freude über die Anerkennung bei der Zertifikatsverleihung deutlich anzumerken war. Benjamin Kloos

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