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Mo., 14. März 2016, 15:48 Uhr
Informationsabend im Dorfgemeinschaftshaus ein Großereignis
Verkehr im Rosengarten durch vier Bauabschnitte beeinträchtigt
Voll besetztes Podium im Dorfgemeinschaftshaus beim Informationsabend zu Verkehrsthemen mit dem noch amtierenden Ortsbeirat, Arno Krämer von Hessen mobil, Ordnungsamtsleiter Uwe Becher und Bürgermeister Gottfried Störmer. Foto: Hannelore Nowacki
ROSENGARTEN – Umleitung – darum kommt man im Lampertheimer Stadtteil Rosengarten zurzeit nicht herum. Die aktuelle Verkehrsführung, mögliche Planungen und die kommenden Straßenbauarbeiten erhitzen in Rosengarten die Gemüter und machten am Freitagabend die Einwohner in ungewohnter Größenordnung mobil. Der noch bis zum 31. März amtierende Ortsbeirat, das Ordnungsamt Lampertheim und Hessen mobil hatten gemeinsam zum Informationsabend ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen, um über den innerörtlichen Verkehr mit der Baustelle B 47 und über die kommende Baustelle L 3261 zu informieren.
Ortsvorsteher Horst Werner Schmitt erklärte zu Beginn, es gehe darum, die Anliegen der Bürger vor Ort zu besprechen, anstatt die Neuigkeiten aus der Zeitung erfahren. Angesichts der überwältigenden Teilnehmerzahl im vollen Saal meinte Schmitt: „Bei unseren Ortsbeiratssitzungen waren nie so viele Zuschauer da“. Auf dem Podium hatte der gesamte neunköpfige Ortsbeirat Platz genommen und umrahmte Arno Krämer von Hessen mobil, Ordnungsamtsleiter Uwe Becher und Bürgermeister Gottfried Störmer. Die Diskussionsleitung hatte der Ortsbeirat dem SPD-Stadtverordneten und langjährigen Einwohner Uwe Häussler übertragen. Arno Krämer von Hessen mobil, Standort Heppenheim, stellte die Planungen für den Neubau des Radweges von Rosengarten und Wehrzollhaus entlang der L 3261 anhand von zahlreichen Lageplänen an der Leinwand im Detail vor, ebenso die vorübergehende Verkehrsführung durch die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn und die nicht fertige Baustelle der B 47. Die L 3161 werde täglich von 8.000 Fahrzeugen befahren, davon sind 300 Fahrzeuge dem Schwerlastverkehr zuzurechnen, außerdem sind hier 170 Radfahrer täglich unterwegs. „Die Arbeiten stehen kurz bevor“ – voraussichtlich vom 25. April bis Anfang Juni wird der 1. Bauabschnitt auf einer Länge von 200 Metern unter halbseitiger Sperrung der Westseite mit Baustellenampel vom Ende des bestehenden Radweges bis zur Einmündung Rheingoldstraße dauern.
Die Einwohner des Lampertheimer Stadtteils Rosengarten hatten sich sehr zahlreich versammelt, um ihre Anliegen zu Verkehrsthemen vorzubringen. Foto: Hannelore Nowacki
Im 2. Bauabschnitt auf einer Länge von 320 Metern von der Einmündung Rheingoldstraße bis Deichweg in Richtung Rheinbrücke werde es eine Einbahnregelung in Fahrtrichtung Süd geben, voraussichtlich von Anfang Juni bis Mitte Juli. Auf einer Länge von 640 Metern wird die L 3261 bei Vollsperrung im 3. Bauabschnitt voraussichtlich von Mitte Juli bis Ende August in den Sommerferien komplett saniert, die Fahrbahnbreite wird von 7,50 Meter auf 6,50 Meter verringert. Das entspreche jedoch Landesstraßenstandard, der Trennstreifen werde ein Meter breit sein. Zur grundhaften Erneuerung gehöre eine Tragschicht aus Schotter, die unter der neuen Fahrbahndecke liegt. Der landwirtschaftliche Weg wird mit einer automatischen Schranke versehen, so dass Busse und Rettungsfahrzeuge freie Fahrt haben. Durch die Einbahnregelung in Fahrtrichtung Süd zwischen Rosengarten und Wehrzollhaus wird es für Fahrten nach Hofheim eine Umleitung über Bürstadt oder Bobstadt geben, in die andere Richtung sei die Strecke frei. Krämer räumte ein: „Es ist eine schwierige Zeit, aber nicht zu vermeiden“. Im 4. Bauabschnitt mit Baustellenampel werden voraussichtlich von Ende August bis Mitte September Restarbeiten durchgeführt. Nach einer kurzen Pause war die B 47 Dreh- und Angelpunkt des Unmuts. Vom nicht möglichen Linksabbiegen aus Worms in die Rheingoldstraße bis zum Fehlen von Markierungen und Leitplanken nahm die Diskussion einen langwierigen Verlauf. Die Markierungen fehlen, weil das Material nur im Sommer aufgebracht werden könne, erklärte Krämer. Die Firma sei seit Herbst in Winterpause, die zum 1. April ende. Gelbe Klebestreifen für eine provisorische Markierung, wie von Einwohnern vorgeschlagen, seien bei winterlicher Nässe nicht haltbar. Die Ampelanlage sei eigentlich fertig, könne jedoch erst nach der Markierung in Betrieb genommen werden. Ordnungsamtsleiter Becher beantwortete Fragen zur „Blitzanlage“. In vier Wochen sei es soweit, dann werde eine Radaranlage mit neuer Lasertechnik auf der südlichen Seite installiert sein - mit Kontrolle über beide Fahrtrichtungen. Die Geschwindigkeitsmessung mit Hilfe von Induktionsschleifen in der Fahrbahn gebe es nicht mehr. Anregungen und Beschwerden nahm Krämer auf, um diese vor Ort zu prüfen oder mit Hessen mobil zu besprechen. Hannelore Nowacki